2019 große Steuerreform: Anderl: „Steuerreform darf keine Mogelpackung werden“

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AK fordert echten Ausgleich der kalten Progression.
Finanzminister Löger: Steuerzuckerl von 5 Mill Euro

„Der wirtschaftliche Erfolg Österreichs ist der Erfolg seiner ArbeitnehmerInnen.
Wenn es zu einer Steuerreform kommt, müssen sie auch am meisten von der steuerlichen Entlastung haben“, fordert AK Präsidentin Renate Anderl.
Dies betreffe besonders auch den Ausgleich der kalten Progression.
Doch jüngste Aussagen aus dem Finanzministerium deuten an, dass das Entlastungsvolumen für die ArbeitnehmerInnen deutlich geringer ausfallen wird als bisher bekannt.

Die kalte Progression seit der letzten Steuerreform wird bis 2020 auf mehr als 3 Milliarden Euro anwachsen. „Das ist das Minimum an Entlastung, das sich die Österreicherinnen und Österreicher verdient haben“, sagt Anderl.
Doch das Finanzministerium hat offenbar vor, den Familienbonus beim Entlastungsvolumen anzurechnen. „Vom Familienbonus profitiert längst nicht jeder Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin“, sagt Anderl. Zudem sinkt durch eine Anrechnung des Familienbonus das Volumen der Steuerreform für die Beschäftigten auf nicht einmal zwei Milliarden Euro, weil schon viele Steuerzuckerl für Unternehmen vorgesehen sind. „ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen tragen 80 Prozent des Steueraufkommens bei, daher sollen 80 Prozent der Entlastung auch bei dieser Gruppe ankommen. Wenn jetzt nicht einmal die kalte Progression abgegolten wird, ist die Steuerreform eine Mogelpackung“, so Anderl.

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