3 tödliche Verkehrsunfälle in NÖ

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Faktum 1: Tödlicher Verkehrsunfall im Bezirk Horn
Ein 26-jähriger ungarischer Staatsbürger lenkte am 1. Oktober 2016, gegen 13.10 Uhr, einen Lkw mit ungarischem Kennzeichen mit einem angekoppelten, unbeladenen schweren Einachsanhänger auf der Landesstraße 57 von Thunau kommend in Fahrtrichtung Tautendorf, Bezirk Horn.
Zum gleichen Zeitpunkt lenkte ein 65-jähriger Mann aus dem Bezirk Zwettl ein Motorrad
im Bereich einer unübersichtlichen Rechtskurve in Fahrtrichtung Gars/Kamp und geriet bei Straßenkilometer 16,725 auf den linken Fahrstreifen und stieß frontal gegen den entgegenkommenden Lkw. Beim Motorrad war das Licht eingeschaltet und der Lenker trug vorschriftsmäßig den Sturzhelm.
Der ungarische Lkw-Lenker leitete eine Vollbremsung ein und lenkte diesen auf das rechte Straßenbankett aus. Der Motorradfahrer stürzte auf die Fahrbahn und das Motorrad wurde durch die Wucht des Anpralles in seiner Fahrtrichtung nach links über die abfallende Böschung auf ein angrenzendes Feld geschleudert.
Die sofort durchgeführten Wiederbelebungsmaßnahmen durch den einen nicht am Unfall beteiligten Motorradfahrer und Freund des Verunfallten bzw. dem eingetroffenen Notarztteam blieben erfolglos. Aufgrund der schweren Kopfverletzungen verstarb der 65-Jährige auf der Unfallstelle.
Der ungarische Lkw-Lenker und sein Beifahrer wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades mit der Rettung in das Waldviertelklinikum Horn eingeliefert.
Während der Unfallaufnahme war die L 57 zwischen Tautendorf und Thunau am Kamp bis 16.00 Uhr gesperrt.

Faktum 2: Tödlicher Verkehrsunfall im Bezirk Hollabrunn

Eine 70-jährige Frau aus Wien lenkte am 1. Oktober 2016, um 12. 25 Uhr, einen Pkw im Freilandgebiet von Ziersdorf, Bezirk Hollabrunn, auf der Bundesstraße 4 von Horn kommend in Fahrtrichtung Wien. Sie war alleine im Fahrzeug und angegurtet.
Aus bislang unbekannter Ursache kam sie auf Höhe von Straßenkilometer 27,550 auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem zum selben Zeitpunkt aus Fahrtrichtung Wien kommenden Pkw, gelenkt von einem 56-jährigen Mann aus Wien. Er konnte sein Fahrzeug gerade noch nach rechts auslenken, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Folglich touchierten aber die beiden Pkw seitlich miteinander.
Der 56-Jährige konnte das Fahrzeug nach zirka 50 Meter auf der Fahrbahn zum Stillstand bringen. Am Beifahrersitz saß seine 25-jährigeTochter.
Nach der Erstkollision der 70-Jährigen mit dem Pkw des 56-Jährigen prallte sie frontal gegen einen nachkommenden Pkw, gelenkt von einer 34-jährigen Frau aus Wien.
Das Fahrzeug der 70-Jährigen kam unmittelbar nach dem Frontalzusammenstoß wieder auf ihrer Fahrbahn zum Stillstand. Der Pkw, gelenkt von der 34-Jährigen kam ebenfalls nach der Kollision auf ihrer Fahrbahnseite mit allen vier Rädern zum Stillsand.
Im Fahrzeug der 34-Jährigen befanden sich noch zwei Personen. Alle drei Fahrzeuginsassen erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt der Besatzung des Notarzthubschraubers „Christophorus 2“ wurde ein Mitfahrer der 34-Jährigen mit dem Rettungshubschrauber in das Landesklinikum St. Pölten geflogen. Die 34-jährige Lenkerin und eine Mitfahrerin wurden mit dem Rettungsdienst in das Landesklinikum Horn eingeliefert.
Der Notarzt konnte nur mehr den Tod der im Fahrzeuginneren eingeklemmten 70-jährigen Lenkerin feststellen.

Faktum 3: Tödlicher Verkehrsunfall im Bezirk St. Pölten – Land

Ein 57-jähriger Landwirt aus dem Bezirk Scheibbs lenkte am 1. Oktober 2016, um 15.15 Uhr, auf der Bundesstraße 39 im Gemeindegebiet von Frankenfels, Bezirk St. Pölten – Land, eine Zugmaschine mit einem Anhänger in Fahrtrichtung Frankenfels. Zum selben Zeitpunkt lenkte ein 51-jähriger ungarischer Staatsbürger ein Motorrad in Fahrtrichtung St. Pölten. Hinter ihm fuhr ein weiterer ungarischer Staatsbürger, ein Freund des 51-Jährigen, mit seinem Motorrad nach. In einer Rechtskurve kam der 51-Jährige auf der trockenen Fahrbahn, vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers, aus eigenem Verschulden zu Sturz, rutschte auf die Gegenfahrbahn und in der Folge unter die fahrende Zugmaschine. Dabei wurde er überrollt und zog sich tödliche Verletzungen zu.
Der Landwirt versuchte zwar noch zu bremsen und auszulenken, konnte den Unfall aber nicht verhindern. Die Zugsmaschine kam dabei auf die rechte, ansteigende Straßenböschung und stürzte zurück auf die Fahrbahn, wo das Fahrzeug seitlich liegen blieb. Das Motorrad wurde zuvor unter dem Traktor mitgeschliffen und total beschädigt.
Der 57-jährige Landwirt wurde leicht verletzt und in das Landesklinikum Lilienfeld verbracht.
An der Zugmaschine entstand erheblicher Sachschaden.
Der Notarzt konnte um nur mehr den Tod des 51-Jährigen feststellen.
Aufgrund der Bergemaßnahmen war die Bundesstraße 39 in der Zeit von 15.15 Uhr bis 17.35 Uhr zur Gänze gesperrt.

Trotz Gurtpflicht, trotz Geschwindigkeitsbeschränkung, modernen Autos. Es sterben noch immer viel zu viele auf unseren Straßen. Und es bleibt noch immer viel zu viel Leid zurück.

Quelle
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