Brandstiftungsserie: LKA-Brandgruppe forscht zwei Tatverdächtige aus

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Über die Sachverhalte wird berichtet.

Auch die Kronen Zeitung berichtet: Unglaublich was einem aus Langeweile einfallen kann.

Polizeibericht:

Anfang März 2018 sorgte eine Serie von Brandstiftungen für Aufsehen: Unbekannte Täter legten in 13 Fällen an 8 Örtlichkeiten innerhalb von knapp 7 Stunden an mehreren Kellerabteilen, Stiegenhäusern und Müllbehältnissen in diversen Wohnhausanlagen Feuer.
Darüber hinaus kam es zu etlichen Brandstiftungsversuchen. Die Brände lösten teilweise erhebliche Einsätze aus und gefährdeten eine Vielzahl an Personen.

Tags darauf wurden in einem Wohnhaus in der Lazarettgasse aus einem eingeschlagenen Fenster im 17. Stockwerk zwei Feuerlöscher mit einem Gewicht von jeweils 9 kg in die Tiefe geworfen. Die Feuerlöscher prallten am Boden auf, es wurde aber niemand verletzt. Darüber hinaus kam es zu einer versuchten Brandlegung und es wurde eine Spendenbox aufgebrochen. Wieder waren zwei unbekannte Täter am Werk.

Nach aufwändigen Ermittlungstätigkeiten und etlichen forensischen Untersuchungen gelang es den Beamten der Brandgruppe der LKA schließlich, zwei männliche Personen als für diese Vorfälle tatverdächtig auszuforschen. Die Festnahmen erfolgten am 08.08.2018 und am 11.08.2018. Die beiden Männer (19, 20) sind zu den Vorwürfen geständig, konnten allerdings keine schlüssigen Angaben zu einem Motiv machen. Durch die Tathandlungen wurden sechs Personen, darunter ein Kleinkind, durch Rauchgas verletzt.

Die Ermittlungen bzgl. der Schadenssumme sind noch nicht abgeschlossen, sie dürfte aber 100.000 Euro überschreiten. Gegen die Beschuldigten wurden Anzeigen wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung, Diebstahl durch Einbruch sowie Gefährdung der körperlichen Sicherheit (Feuerlöscher) erstattet.

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