Michael P. der mutmaßliche Mörder von Nicole Strau im Interview

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Ende der 80er Jahre gab es eine Mädchen-Mordserie in Wien. Drei Morde nach ähnlichen Muster, aber vorerst fand man keinen Täter. Dies änderte sich erst ca. 10 Jahre später mit “Kommissar DNA” und es kam zu ersten Verhaftungen.

Der Mord an Nicole Strau

Im Dezember 2001 gab der mutmaßliche Mörder der damals 8-jährigen Nicole Strau nach seiner Verhaftung ein Interview. Und ebenso sprachen deren Eltern mit NEWS.
Ja, dies ist lange her, kommt einen aber angesichts des grausamen Mordes an Hadishat (7) wieder in Erinnerung.

“Nicole hat ihren Mörder gut gekannt!” NEWS 49/01 v. 6.12.2001

Michael P., (1966), der mutmaßliche Mörder von Nicole Strau, im NEWS-Exklusiv-Interview: “Nicole war ein liebes Kind..!” – Die Eltern von Nicole Strau im NEWS-Exklusiv-Interview:

Den Kriminalisten und der zuständigen Untersuchungsrichterin gegenüber hüllt sich jener Mann, der einen der grausamsten Morde in der österreichischen Kriminalgeschichte begangen haben soll, in Schweigen. Im NEWS-Exklusivinterview spricht Michael P. erstmals über sein “potschertes Leben” – sein Suchtgiftproblem, seinen Häfen-Alltag, seine gescheiterten Beziehungen. Und über das Mordopfer Nicole Strau, die Nichte jener Frau, mit der er jahrelang eine Affäre hatte.

Michael P. über Nicole Strau: “Ich hatte ein Gspusi mit der Tante von Nicole. Mit dem Mann von Nicoles Tante war ich seit Jahren befreundet, ich war bei ihnen zu Hause so etwas wie ein Stammgast.
Und so habe ich halt öfters Nicole gesehen, ein paarmal hab ich mit ihr sogar gespielt. Sie war ein liebes Mädchen.

Michael P. über die Mordnacht: “Ich habe an diesem Abend im Simmeringer Einkaufszentrum Nicoles Onkel getroffen.
Als er mir erzählt hat, dass Nicole noch immer nicht daheim ist, habe ich ihn sofort zur Polizei geschickt. Denn man weiß ja nie.” Michael P. über den Mordverdacht: “Ich bin kein Psychopath, ich habe Nicole nicht umgebracht.

Die Eltern von Nicole Strau im ersten Interview

Über 11 Jahre Ungewissheit: “Natürlich sind wir erleichtert darüber, dass dieser Mann gefasst ist – weil er nun niemals mehr einem Kind das antun kann, was er unserer Nicole angetan hat.Aber der Schmerz ist noch genauso da, wie in den vergangenen elf Jahren. Daran hat sich nichts geändert. Und das wird auch immer so bleiben.

Über den mutmaßlichen Mörder Michael P.: “Wir haben Michael P. von Besuchen bei meiner Schwester gekannt. Dabei ist er uns nie als besonders seltsam aufgefallen. Komisch war nur, dass er nach dem Mord jeglichen Kontakt zu unserer Familie abgebrochen hat. Er begründete das damals damit – dass ihn unser Leid zu sehr bedrücken würde.

Wie geht es weiter?

Fest steht, er hat den Mord nie wirklich gestanden. Bis heute. Dafür scheinen die Drogen seinen Geist zerstört zu haben.

  • Oder ob er bereits 2018 Freigänge hat?
  • Oder gibt es gar eine frühzeitige Entlassung?
  • Und was wenn keine anschließende Sicherheitsverwahrung angeordnet wurde?
  • Taucht er und die anderen dann mit neuem Namen irgendwo unter? Und möglicherweise in der nächsten Siedlung mit jungen Familien wieder auf?

Alexandra Schriefl und Christina Beranek

Und wie verhält es sich mit den anderen mutmaßlichen oder gar geständigen und verurteilten Kindermördern? Einer davon fasste gar nur 15 Jahre aus. Der kann durchaus schon wo herumlaufen – oder?

Der Mord an Christina Beranek wurde ebenfalls einem Herrn P. angelastet, jedoch konnten von diesem Verbrechen keine DNA-Spuren mehr gesichert werden, weshalb das Verfahren im März 2002 eingestellt wurde. Kriminalpsychologe Thomas Müller und Staatsanwalt Ernst Kloyber sagten damals jedoch aus, HERBERT P. mit Sicherheit auch für den Mörder von Christina zu halten.

Denn jener Herbert P. wurde ja bereits 2001 an dem Mord an Alexandra Schriefl für schuldig befunden. Und zu nur 15 Jahren verurteilt, weil die Höchststrafe wegen eines Justizirrtums nicht zu verhängen war.

Hier ein Wikipedia Eintrag zu den Morden

Quelle