Raketenterror gegen Israel erreicht Österreich

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Wir wollen nicht in einem Krieg zwischen Juden und Arabern gezogen werden!

In den letzten Tagen spitzte sich die Situation in Israel zu. Nach dem Raketenterror aus dem Gaza-Streifen folgten die Aufstände israelischer Araber gegen Nachbarn und Freunde. Dank ergeht an die österreichische Bundesregierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz für die uneingeschränkte Solidarität gegenüber Israel.

Diese Solidarität könnte gefährlich werden: Österreichs Politik denkt wieder einmal nicht an die Österreicher.

Unverantwortliche Politik

Nach den Friedensverträgen zwischen Israel und Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain im vergangenen Jahr stieg die Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten. Die Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen und Nord-Libanon erschweren aber Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern auf längere Zeit hin. Unzählige Israelis verbrachten die letzten Tage und Nächte in Bunkern und mussten um ihr Leben fürchten. Einige Israelis fielen bereits dem neuerlichen Terrorkrieg der Hamas zum Opfer.

Mittlerweile zeichnen sich auch in Österreich vermehrte Bedrohungssituationen gegenüber jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ab. Bei der gestrigen Palästina-Demonstration auf der Mariahilfer Straße kam es zu Ausschreitungen und dem offenen Ruf nach der Vernichtung von Jüdinnen und Juden. „Wir verurteilen diese Hass- und Gewaltausschreitungen auf Schärfste, setzen wir uns doch für interreligiösen und interkulturellen Dialog ein“, zeigt sich Obmann Israel Abramov überzeigt. „Ständige Demonstrationszüge mit antisemitischen Äußerungen und Gewaltfantasien gegen Juden sind zu verbieten“, so Abramov weiter. In der letzten Zeit machten diese „Hassdemos“ nicht einmal am Samstag (dem jüdischen Schabbat) vor dem 2. Bezirk Halt. Es kam immer wieder zu Übergriffen auf Juden, die mit der Familie von G’ttesdienstbesuchen kamen.

Der in sogenannte „Israelkritik“ verpackte Antisemitismus kommt nun wieder in seiner ganzen Hässlichkeit zutage. Der linksextremistische und religiöse Judenhass wird leider von der Politik viel zu oft vernachlässigt. „Unser größter Dank gilt der Bundesregierung und allen voran Bundeskanzler Sebastian Kurz, die ihre kompromisslose Solidarität mit dem Hissen der Israelflagge am Bundeskanzleramt zum Ausdruck gebracht haben“, sagt Abramov. „Der Konflikt wird viel zu oft einseitig dargestellt und lässt die israelischen Friedensbeiträge innerhalb der Bevölkerung außer Acht, sowie verschweigt vehement innerpalästinensische Auseinandersetzungen“, so VBJ-Obmann Abramov. Dem Aufflammen der terroristischen Ausschreitungen waren politische Konflikte innerhalb der Palästinenserführung sowie deren Unwillen einer demokratischen Wahldurchführung vorausgegangen.

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