Schach, Politik und Körner-Potenzen

Das Weizenfeld würde nur für ein paar Felder des Schachbrettes reichen...
Das Weizenfeld würde nur für ein paar Felder des Schachbrettes reichen…

Eine uralte Geschichte erzählt die Erfindung des Schachspiels und dessen sinnbildliche Kraft auf Mathematik, Gesellschaft und Politik. Angeblich erfand ein Inder vor weit über 1500 Jahren das Schachspiel.
Sissa ibn Dahir, also der Sohn des Dahir wollte seinen Vater, einem tyrannischen Herrscher damit zeigen wie seine Politik am Spielbrett aussieht. Wie er zB. die Bauern in Kriege schickte und sich nicht um deren Verlust scherte. Das Spiel zeigte ihm, das er, der König als wichtigste Figur nichts ohne seine kleinsten, untertänigsten Figuren ausrichten kann.

Der Lohn? Ein paar Körner Weizen…

Dem König gefiel das Spiel, ließ es in Schulen verbreiten und gewährte Sohn Sissa einen Wunsch, einen Lohn für seine Erfindung. Jeder dachte nun der junge Brahmane würde Schätze, Ländereien, Macht uä. fordern. Aber Nein! Er sagte: „legt ein Weizenkorn auf´s erste Feld des Schachbretts, zweimal soviele aufs zweite Feld und aufs dritte Feld wieder das Produkt davon, also 4, usw.
Alle lachten über den geringen Lohn, „die paar Körner auf dem Brett da wo er soviel haben hätte können…
Doch schon bald wurde die gigantische Menge an Weizen unüberschaubar, das mathematische Gesetz der Potenz hat dem Reich schließlich alle Vorräte gekostet noch lange bevor man die Hälfte des Bretts erreicht hat!

Jemand hat mal ausgerechnet das würde man am 64 Feld angelangt sein sich dort die unvorstellbare Menge von fast 1000 Mrd. Tonnen Weizen befinden würde! Die ca. 1500-fache Menge mancher weltweiten Ernte!

Die Moral von der Geschichte?

Ob die Geschichte genauso war und wahr ist oder nicht, ob es Reis- oder Weizenkörner waren und ob das in Indien oder sonstwo geschah ist heute nicht so wichtig.
Wichtig ist zu erahnen das der Verstand die grösste Macht ist, dass man mit den grauen Zellen Mathematische, Logistische, Strategische uva. Meisterleistungen vollbringen kann – aber auch das man sich damit in unendlich fantastische Welten träumen kann.