Schallmeiner zu Anschober-Vorstoß: Psychotherapie auf Krankenschein gut und wichtig

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Grüne: Therapeut*innen brauchen außerdem Kassenvertrag.

„Es war uns bei den Regierungsverhandlungen ein Herzensanliegen, dass psychisch kranke Menschen in Zukunft Hilfe auf Krankenschein bekommen und hier endlich eine Verbesserung erfahren. Sozialminister Rudi Anschober setzt hier gute und wichtige Schritte“, freut sich Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen über die heute, Montag, bekannt gewordenen Vorschläge von Sozialminister Rudi Anschober.

„Wichtig aus unserer Sicht ist auch, dass wir es schnell schaffen, so viele Therapeutinnen und Therapeuten wie möglich in einen Kassenvertrag zu bekommen. Vorauszahlungen über Wahlärzt*innen und Rückerstattungen sind aus unserer Sicht immer nur halbe Lösungen, weil sich viele Menschen, die eine Therapie benötigen, sich diese Vorauszahlungen nicht leisten können“, sagt Schallmeiner. Psychotherapeutische Angebote in den Primärversorgungseinrichtungen zu ermöglichen, sind dann ein nächster wichtiger Schritt.

Aviso: Pressekonferenz Anschober “Kampf dem Krebs, den betroffenen Menschen Mut machen” am Weltkrebstag 4.Februar 2020

Wir werden immer älter, die Zahl der an Krebs erkrankten Personen steigt. Gleichzeitig werden, vor allem bei Früherkennung, die Heilungschancen immer besser. Entscheidend sind: Vorsorgeuntersuchungen und Prävention.

Jährlich erkranken in Österreich etwa 40.000 Menschen an Krebs (2.häufigste Todesursache). Obwohl die absolute Zahl der Krebsneuerkrankungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten gestiegen ist, hat sich die Krebssterblichkeit verringert. Frühere Diagnosestellungen und neue Therapiemethoden haben zu einer Verlängerung der Überlebensdauer von an Krebs erkrankten Personen in Österreich geführt. Im Rahmen von internationalen Studien zum Überleben von Krebspatientinnen und Krebspatienten, wurden Österreich wiederholt Überlebensdauern über dem europäischen Durchschnitt bescheinigt.

Das relative 5-Jahres-Überleben nahm in den vergangenen Jahrzenten deutlich zu. Während nach einer Diagnosestellung in der Periode 1989-1993 das relative 5-Jahres-Überleben eines Krebspatienten bei 51% lag, stieg es mit der Diagnoseperiode 2009-2013 auf 61%.

4. Februar ist Weltkrebstag, ein Anlass, um allen Betroffenen Mut zu machen und gleichzeitig Maßnahmen im Gesundheitsbereich zu präsentieren, die ganz konkret im Kampf gegen den Krebs helfen:

– Survivorship Passport (für Kinder und Jugendliche, in ELGA implementiert)

– Österreichisches Screening Komitee (unabhängige Fachkommission)

Es informieren:

  • Rudolf Anschober, Gesundheitsminister
  • Univ.- Prof Dr. Ruth Ladenstein, MBA, cPM, St. Anna Kinderkrebsforschung
  • Univ.- Prof. Dr. Paul Sevelda, Brustkrebsspezialist und Präsident der österr. Krebshilfe
  • Barbara Reichard, Unternehmerin und Betroffene
  • Mag.a Carina Schneider, Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe und ehemals Betroffene

Quelle