Strache will offensichtlich Zustände wie im Austrofaschismus

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Das sind starke Vorwürfe, welche die GRÜNEN hier erheben.
Da kann man auf HC Straches Reaktion schon mehr als gespannt sein.

Grüne: Gesinnung des FPÖ-Parteichefs liegt in einer völkischen Blut- und Boden-Ideologie.

„Das heutige Facebook-Posting von Heinz Cristian Strache, in dem er den Nazi-Dichter Ottokar Kernstock zitiert, macht deutlich, dass seine politische Gesinnung auf einer völkisch ausgerichteten Blut- und Boden-Ideologie basiert“, zeigt sich Harald Walser, vergangenheitspolitischer Sprecher der Grünen im Parlament, empört über den unverhohlenen politischen Tabubruch des freiheitlichen Parteichefs. Strache zitierte auf seiner Facebook-Seite die zweite Strophe der sogenannten Kernstock-Hymne, die nach einem jahrelangen Kulturkampf in der Ersten Republik von den Christlichsozialen in einem Verwaltungsakt zur österreichischen Hymne deklariert wurde.

Strache erweist damit ausgerechnet am heutigen Nationalfeiertag dem radikalen Deutschnationalen Ottokar Kernstock Referenz, den Karl Kraus als „blutigsten Dilettanten der Weltkriegslyrik“ bezeichnete und der mit der Schaffung des Hakenkreuzliedes für die Fürstenfelder NSDAP bereits 1923 zum künstlerischen Wegbegleiter der Nationalsozialisten wurde. „Damit konterkariert Strache nicht nur die österreichische Souveränität, sondern zeigt zusammen mit seinen zuletzt geäußerten Bürgerkriegsphantasien, wohin er Österreich steuern will, nämlich in Zustände, wie wir sie kurz vor und in der Diktatur des Austrofaschismus hatten, die schließlich zum „Anschluss“ und in die Katastrophe des Nationalsozialismus geführt hat. Das sollte alle, denen die Grundwerte unseres demokratischen Staates am Herzen liegen, aufschrecken und für jene eine Warnung sein, die mit Koalitionen mit der FPÖ spekulieren“, schließt Walser.

Mittlerweile hat sich der Streit ausgeweitet: Wird jetzt Straches Facebook Seite geschlossen?

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Wird Facebook-Seite gesperrt? So reagiert Strache

„Drehen echt durch“
Strache nahm auf Facebook zur Anzeige Stellung. Dabei zeigte sich der FPÖ-Chef geschockt und angriffslustig: „Also jetzt drehen gewisse Personen echt durch.“  Für Strache sei es völlig unverständlich, dass er wegen Teilen eines Artikels wegen Verhetzung angeklagt werden soll.  

Dahinter sieht der FPÖ-Chef eine Kampagne: „ Es geht manchen offensichtlich darum mich zu kriminalisieren, gegen meine Person gezielt zu hetzen und die Meinungs- und Pressefreiheit auf meiner Facebookseite verbieten zu wollen.“