Verluste der Pensionskassen bringen neuerlich empfindliche Kürzungen bei den Pensionen

Chronomarchie / Pixabay

Dieser „Beitrag“ der Pensionskassen zur Altersarmut ist nicht mehr tolerierbar!

Die demnächst zu erwartende APA-Aussendung der Pensionskassen wird wieder einmal die ganze Schuld und Verantwortung für die neuerliche gewaltige Kürzung der Pensionen auf den Kapitalmarkt, Trump, den Brexit, die Nullzinspolitik der EZB usw. abwälzen und sich selbst preisen, wie gut man nicht angesichts solcher Rahmenbedingungen veranlagt habe!
Natürlich wird man nicht vergessen, zu erwähnen, welch „großartige“ Durchschnittsverzinsung man über die Jahrzehnte erzielt habe, einer Durchschnittsrechnung, die – wie der PEKABE bereits mehrfach aufgedeckt hat – nur Schimäre ist und keiner seriösen Überprüfung standhält.
Was nützt ein fragwürdiger Durchschnittsertrag, wenn die Pensionen gleichzeitig nun schon um bis zu 70% gekürzt wurden?

Während die FMA in ihrer APA-Aussendung OTS0025 vom 4.Jänner ihre Umsetzung der „größeren Transparenz in der Altersvorsorge“ lobt, werden die Bezieher von Pensionskassenpensionen wieder einmal mit einem gewaltigen Schnitt von 10-15% Pensionsabzug konfrontiert.
Diese schleichenden Pensionskürzungen, die schon bisher in vielen Fällen über 50% betragen haben und sich somit 2019 bereits auf bis zu 70% ausweiten, werden von Pensionskassen, aber auch von allen Regierungen seit der Jahrtausendwende einfach nicht zu Kenntnis genommen.

  Die Verluste des Jahres 2018 zeigen wieder einmal drastisch auf, dass mit dem aktuellen österreichischen PK-System keine stabile Ergänzung zur angeblich mittelfristig nicht mehr finanzierbaren 1. Säule der Altersvorsorge erreicht werden kann.

Die aktuelle 2. Säule zieht nur den Aktiven jahrzehntelang über die PK-Beiträge das Geld aus der Tasche und missbraucht staatliche Förderungen – eine werthaltige PK-Pension werden die heutigen Anwartschaftsberechtigten ohne eine ernsthafte PK-Reform nie bekommen.

Während also die PK-Berechtigten alleine das volle Risiko für die von ihnen nicht im Geringsten beeinflussbaren Veranlagungsergebnisse tragen, scheuen die  einzigen Profiteure dieses PK-Systems – die Pensionskassen und ihre Aktionäre – keine Kosten um z.B. mit ganzseitigen bezahlten Anzeigen in Printmedien, Veranstaltungen von Symposien mit „Experten“ (die primär ihre Strategie unterstützen) usw. Werbung für ihr PK-System zu betreiben, um ihren komfortablen Status weiter auszubauen, nämlich risikolos – über die den PK-Berechtigten angelasteten Spesen – den Gewinn ihrer AG zu steigern.

  Die Pensionskassen müssen endlich durch eine Gesetzesänderung dazu gezwungen werden, einen Teil des Risikos für die von ihnen erwirtschafteten Veranlagungserträge in Form einer Garantie zu übernehmen.

  Die längst fälligen Reformschritte zur Schaffung einer nachhaltigen 2.Säule der Pensionssicherung, die der PEKABE, der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten, schon seit Jahren fordert, werden von den Pensionskassen, aber auch von allen Regierungen seit  der Jahrtausendwende beharrlich ignoriert. So gehen nicht nur die rd. 100.000 Pensionisten, sondern auch die über 800.000 Anwartschaftsberechtigten einer mehr als ungewissen finanziellen Zukunft im Alter entgegen, da nur sie das volle Risiko tragen. Von einer Inflationsabdeckung ist dabei ohnehin keine Rede.

Viele Pensionsbezieher und Anwartschaftsberechtigte, die bei der seinerzeitigen Übertragung ihres legitim erworbenen Pensionskapitals von den Dienstgebern und den Pensionskassen mit unrealistisch hohen „Rechenzinsen“ über den Tisch gezogen wurden, haben nur mehr Pensionen oder Pensionsansprüche, die per 2019 real bereits auf unter 40% geschrumpft sind. Es wäre höchst an der Zeit, zumindest dieser Zielgruppe wenigstens eine Steuerabschreibung für ihre Verluste zu ermöglichen.

Hier ein weiterer Bericht:

Nicht nur wir Journalisten kennen uns nicht mehr aus. Jeder sieht es anders. Nur es sagten schon viele uns werden Mogelpackungen da und dort verkauft. Aber auch dies sieht jeder anders. Interessant aber auch diese Sichtweise. Das schön reden und sich als die guten verkaufen kann nicht mehr hingenommen werden. Bei uns hat auch diese Sichtweise Platz.

Hier ein weiterer Bericht zu Pension und Pflege.

LHStv.in Prettner: Von Bundesregierung kolportierten „Visionen“ zur Entlastung pflegender Angehöriger sind in Kärnten seit Jahren umgesetzt – Dezidiertes Nein zu einer Pflegeversicherung.

Erfreut zeigt sich Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Mittwoch, über die Ankündigung der Bundesregierung, eine breite Diskussion zum Thema Pflege führen zu wollen. Sie ist überzeugt davon, dem Bund mit zukunftsweisenden Ratschlägen behilflich sein zu können. Immerhin ist die Vision der Bundesregierung, pflegende Angehörige zu entlasten, indem diese die Kosten für eine Ersatzpflege im Ausmaß von bis zu 28 Tagen erhalten, in Kärnten „ein alter Hut“. „Das Modell der so genannten Kurzzeitpflege ist bei uns schon lange Usus. Auf Antrag des pflegenden Angehörigen und mit Einverständnis des Gepflegten wird der Aufenthalt in einer Pflege- und Betreuungseinrichtung bis zu 28 Tagen pro Jahr vom Land Kärnten finanziert“, informiert Prettner. Während die Bundesregierung dieses Vorhaben für Betroffene ab der Pflegestufe 3 überlegt, ist Kärnten schon im Juli 2018 einen Schritt weitergegangen: „Seit Sommer besteht diese Möglichkeit auch für Pflegebedürftige der Pflegstufe 2, so sie an einer demenziellen Erkrankung leiden.“

Anhebung des Pflegegeldes wird unter anderem gefordert.

Quelle