Betrüger aus Sollenau ausgeforscht

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Bedienstete der Polizeiinspektion Sollenau führen seit mehreren Monaten Erhebungen gegen einen einschlägig wegen Betruges vorbestraften 31-jährigen Mann aus dem Bezirk Bruck an der Leitha.

Der 31-Jährige steht im Verdacht, zumindest seit Mai 2017, Bekannte überredet zu haben, dass sie für ihn Leasingverträge für Fahrzeuge abschließen.
In einem der Fälle soll es dem 31-Jährigen gereicht haben, dass er sich den Führerschein eines Bekannten ausborgen konnte, um mit dessen Daten ein Fahrzeug zu leasen.
Die geleasten Fahrzeuge benutzte der Verdächtige für kurze Zeit, bevor er diese mit kopierten Originaltypenscheinen über eine Internetplattform weiterverkaufte.
Kurz vor dem Verkauf soll er die Fahrzeuge noch bei diversen Pfandleihen eingesetzt haben.
Im selben Tatzeitraum soll der 31-Jährige zur Anmeldung mehrerer Telefonverträge zumeist ausgeborgte Führerscheine oder fingierte Namen verwendet haben.

Dem 31-Jährigen konnten bislang mehrere Betrugshandlungen beim Kauf von zwei Pkws sowie beim Abschluss von acht Handyverträgen zugeordnet werden.
Durch die Tathandlungen entstand ein derzeit bekannter Gesamtschaden in der Höhe von ca. 100.000 Euro.

Aufgrund der Ermittlungen von Kriminalbeamten der Polizeiinspektion Sollenau erließ die Staatsanwaltschaft Graz im Oktober 2017 einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten.
Bediensteten der Polizeiinspektion Fischamend gelang es, den 31-Jährigen am 7. November 2017 im Ortsgebiet von Fischamend anzuhalten und festzunehmen.
Der Beschuldigte hielt sich zuletzt über einen längeren Zeitraum in einem Hotel in der Slowakei auf.
Bei seiner Vernehmung machte er keine Angaben. Er wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

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