Gespräche zu ÄrztInnen-Dienstzeiten: Konstruktive, gemeinsame Vorgangsweise gefunden

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Ärztekammer sagt für kommende Woche geplanten Streik ab.

„Wir konnten wichtige Fragen klären und Missverständnisse ausräumen, wir haben durchwegs konstruktiv diskutiert“, sagt Udo Janßen, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) zu den Gesprächen von KAV ärztlichen VertreterInnen des KAV und VertreterInnen der Wiener Ärztekammer. „Die Vertreter der Ärztekammer haben den für 26. September angekündigten Streik, auf Basis des heutigen Gesprächsergebnisses abgesagt. Das ist äußerst positiv und ermöglicht es uns nun, Schritt für Schritt gemeinsam die weiteren Gespräche und Maßnahmen zu gehen. Die nun getroffenen Zusatzvereinbarungen ermöglichen damit die im vergangenen Jahr begonnenen Umsetzungsschritte fortzusetzen.“

„Wir haben gemeinsam einen Weg festgelegt, der sowohl die Bedenken und Sorgen der Ärztinnen und Ärzte aufgreift, als auch den Notwendigkeiten des KAV im Sinne einer effizienten Betreuung der PatientInnen Rechnung trägt.“

Klarstellungen zu Überstunden und verlängerten Diensten
Zum Thema Überstunden konnte der KAV das Missverständnis aufklären, dass diese künftig nicht mehr geleistet werden können oder nur mehr in Zeitausgleich abgegolten werden. „Überstunden werden auch in Zukunft notwendig sein und dann angeordneter Weise in die Dienstplanung aufgenommen, und weiterhin wie bisher abgegolten.“

Nachtdienstreduktionen: Detailprüfungen
Die für Oktober vorgesehenen Nachtdienstreduktionen werden gemeinsam überprüft. Das gilt auch für die weiteren zur Reduktion vorgesehenen Nachtdienste. Sollte die nochmalige Detailüberprüfung es erforderlich machen, werden die betroffenen Nachtdienste nicht reduziert bzw. im laufenden Dienstplan für Oktober wieder geändert.

12,5 Stunden Nachtdienste: Schrittweise Umsetzung, verlängerte Dienste weiter möglich
Die Gesprächspartner bekennen sich dazu, dass 12,5 Stunden Nachtdienste und verlängerte Dienste gleichwertige Dienstformen sind. Die Einführung von 12,5 Stunden Nachtdiensten soll schrittweise in Abstimmung mit dem Personalgruppenausschuss ÄrztInnen erfolgen. Die Gesprächspartner haben gemeinsam Richtlinien zur 12,5 Stunden Nachtdienstform definiert.

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