Industriellenvereinigung hält 50+ für die Generation Geriatrie

Die heute 50-Jährigen sind die 40er von gestern” ist eine oft zutreffende, umgangssprachliche Interpretation der Tatsache das die Lebenserwartung äquivalent zur Fitness  steigt. Die Generation 50+ ist heute meistens aktiver und gesünder als unsere Eltern oder Großeltern im gleichen Alter.

Dies zeigt sich in allen Lebenslagen, privat und beruflich.

  • Privat freut es Oma und Opa wenn sie die Enkerln als “cool” bezeichnen “weil´s bei denen nicht fad ist“. Weil man beim Opa mit der Playstation um den Sieg zocken darf und weil Oma am Laptop chattet und Facebook abcheckt.
  • Beruflich zeigt so mancher altbewährte Mitarbeiter noch immer wie souverän er die Aufgaben meistert, wenn er locker mit den Neuen, halb so alten mithält und das Team nebenbei noch leitet…

Und schließlich ist man nicht in Ehren ergraut, schlurft 3-beinig aus den Altersheim durch den Park um die Enten zu füttern und auf die Skater zu schimpfen. Nein, die heutigen “Senioren” sind sportlich, modern und kennen ihren Wert für die Gesellschaft. Ab einem gewissen Alter nützt man zwar die Weisheiten, aber man ruht sich nicht darauf aus sondern “hat noch viel vor…”

Realitätsferne Sprüche der Industriellenvereinigung

Umso schmerzhafter ist es nun für die Menschen welche mitten im Leben stehen, sich ev. noch weit davor fühlen, vom Arbeitsmarkt vertrieben zu werden.
Hier geht eine Schere immer weiter auseinander:

  • Die reifen Semester werden immer “jünger” aber immer mehr ins Abseits gedrängt, die Wirtschaft verzichtet auf enorme Erfahrungswerte
  • Der Jugendwahn wird von Medien, Werbung regelrecht zelebriert, steigert sich ins Absurde und die Personalschefs glauben das auch noch

Die Industriellenvereinigung meint das “sich die Arbeitslosigkeit Älterer ‚im Rahmen‘ halten würde“. Dieser Spruch ärgert besonders den Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ).

Deren Generalsekretär, Andreas Wohlmuth meint dazu: “…her mit dem Bonus-Malus-System, das Firmen unterstützt, die ältere MitarbeiterInnen beschäftigen bzw. zusätzlich einstellen und jenen einen Malus zahlen lässt, die Mitarbeiter 50+ schändlicherweise immer noch als ‚zu alt‘ abstempeln und ihnen keine Jobmöglichkeit bieten oder sie in die Frühpension und Arbeitslosigkeit drängen!
Es sei daher unverantwortlich, dass der ÖVP-Wirtschaftsbund das Bonus-Malus-System durch seine Blockade immer weiter verzögert.

Arbeitsmarktpaket im Fass ohne Boden versickert?

Das bereits Anfang 2014 beschlossene Arbeitsmarktpaket war 550 Mio. Euro  schwer, davon sollten alleine 350 Mio. Euro zur Bekämpfung der “Altersarbeitslosigkeit” dienen. Davon sollten 40 % für Sozialökonomische, sog. SÖB-Betriebe entfallen.
EX-Finanzminister Michael Spindelegger und Sozialminister Rudolf Hundstorfer haben sich damals geeinigt diese Mittel ab 2015 bereit zu stellen.

Wir erinnern uns an ein TV-Interview mit Fr. LR Barbara Schwarz welches sogar ein Jahr davor gesendet wurde und wo sie hpts. die “Geringe Qualifizierung” für die hohen AMS-Quoten bei 50+ verantwortlich machte. Auch würden “alle älteren immer die gleichen Berufsbilder vertreten
Fr. Schwarz übersah dabei das die älteren naturgemäß meist mehr Erfahrung haben (was die Politiker nicht als Qualifizierung ansehen). Bezüglich Berufsbilder vergaß sie, wie wenig Wahl diese Arbeitnehmer zu Beginn ihrer Laufbahn hatten.
Sie erklärte damals das für heuer (2013) 178 Mio.zur Bekämpfung der “Altersarbeitslosigkeit” bereitgestellt würden.

Wir wissen zwar, dass der Ex-Finanzminister von der pol. Bühne verschwunden ist, nicht aber wohin die Millionen an Strukturförderungen verschwanden. Möglicherweise hat sich der eine oder andere den Trennungsschmerz mit einer Abfindung erleichtert? Dann sind die paar Euro schnell weg…
Denn trotz aller Maßnahmen steigen alle Arbeitslosenzahlen weiter an, die Kurven bei den 50+ Statistiken werden immer steiler.

Hört man den Arbeitssuchenden zu, so meinen diese das “wird sicher wieder alles in Deppenkurse und Schikanen gesteckt“. Man werde sicher wieder die üblichen Institute sponsern Deren Namen geistern seit langem durch die diversen Web-Plattformen auf denen sich die Arbeitssuchenden organisieren.

Die Initiative 50+ gehört auch zu den Empfängern des Arbeitsmarktpaketes und wird hier namentlich erwähnt, da sie zum einen mittels treffenden Vereinsnamen Hilfe für die genannte Generation suggeriert und weil auch da ein Leser-Hinweis vorliegt.
Man werde dort zwar nicht mit Sperren bedroht, wie Dreck behandelt oder zu blöden Kursen gezwungen wie bei anderen “Kursinstituten” aber dafür kritisiert man dabei “das bei denen nix weitergeht…“.
Man wird zu der Initiative zugebucht, absolviert ein Gespräch, das war´s…

Neue Besen kehren besser, Alte kennen jeden Winkel
Aufgeräumt müsste ohnehin mal werden – nämlich mit der Heuchelei der Politiker und den wenig hilfreichen Aussagen von Kammern und Vereinigungen.

Die Jungen sind vielleicht schneller, aber die Alten kennen die Abkürzungen
Jedenfalls ist die Generation 50+ kein Fall fürs Altersheim – auch wenn uns das manche Politiker und Firmenbosse einreden wollen welche selbst bald so alt wie die Ruine Merkenstein sind!

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2 Kommentare

  1. Peter, lieber Peter wieder einmal ein sehr richtiger und sehr schöner Artikel. Danke.

    Ich weiß nicht warum die VERANTWORTLICHEN soviel Geld verdienen? Einen Fehler nach dem anderen machen sie, werten die älteren Menschen ab obwohl viele noch sehr fit sind etc. Können sich ja leisten werden vom Steuergeld bezahlt bzw nehmen es sich einfach. “Macht”

    Der Ex Finanzminister und Vize Ka….ist in die Ukraine verschwunden, hat dort einen Job bei einem der hier auf das Gefängnis warten müsste. Spindelegger hat sich damit in Kreise begeben die mehr als gefährlich sind (Ma….f…iös)

  2. Hier ist Betrug am Werk, irgend wer bereichert sich an den dummen Sagern der Industriellenvereinigung. Irgend wer zieht Nutzen daraus. Förderungen etc. Geld was wieder versickert und dumme Sprüche der 70 jährigen was die meisten in der Instustriellenvereinigung sind.

    Wie alt ist Hundtorfer und viele andere? sind wohl schon dement wie die oft reden, bzw sappern.

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