Unser Finanzamt auf Urlaub in Südafrika?

Internet-Betrüger versenden wieder gefälschte E-Mails im Namen des BMF!

BMF warnt vor falschen Mails und Website
Das muss einen doch auffallen: allein die Domain *.za und die Rechtschreibfehler ... | © BMF

Ihre Steuerrückzahlung von € 1.850 konnte nicht angewiesen werden – bitte melden sie sich beim Finanzamt an und aktualisieren sie ihre Kontoinformationen!

1.850 € Steuergutschrift ist ja mal ganz was neues, normalerweise steht so was eher unter „Nachzahlung“. Also gleich anmelden bei Finanzonline damit die Kohle schnell da ist. So ein Urlaubsgeld ist ja was tolles!

Doch scheinbar sind Österreichs Finanzämter auch auf Urlaub, denn die Webadresse endet plötzlich in Südafrika! Und ein neuer Domainname ist da auch: „insurefinance„. Naja, das klingt doch alles recht seriös und die paar Rechtschreibfehler im Mail und auf der Website verzeiht man gerne – wenn die mal Geld raus rücken …

Doch, oh Wunder – alles nur geklaut:

BMF warnt erneut

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) warnt erneut vor gefälschten E-Mails, die derzeit im Namen des BMF an Bürgerinnen und Bürger versendet werden.

Die betrügerischen E-Mails mit dem Betreff „Ihre Steuerrückzahlung“ beinhalten die Information, dass die Empfängerinnen und Empfänger eine Steuerrückerstattung erhalten und zu diesem Zweck ihre Kontoinformationen aktualisieren sollen. Das BMF warnte bereits am Donnerstag, den 21. Juni 2018 vor dieser Betrugsmasche.

Wortlaut des Phishing-Mails

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Betreff: Ihre Steuerrückzahlung

Steuerverwaltung

Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass ein kürzlich erfolgter Versuch einer Rückzahlung auf das bei uns bekannte Konto fehlgeschlagen ist.

Bitte melden Sie sich bei Ihrem Steuerrückzahlungsportal an um die Rückzahlung manuell abzuwickeln. Während des Prozesses können Sie die von Ihnen hinterlegten Kontoinformationen zu aktualisieren

Zahlungsdatum: 21.Juni 2018
Rechnungsnummer: BMF/09WX0091/AT009
Betrag: EUR1,850.00 EUR

HINWEIS: Diese E-Mail gilt as offizieller Abrechnungsbeleg dieser Rückzahlung.
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BMF warnt vor falschen Mails und Website
Das muss einen doch auffallen: allein die Domain *.za und die Rechtschreibfehler … | © BMF

Der im E-Mail enthaltene Link verweist wieder auf eine gefälschte Webseite im Stil von FinanzOnline, die zur Eingabe von persönlichen Daten und Kontoinformationen auffordert. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass über diese Webseite Schadsoftware verteilt wird.

Das BMF betont, dass es sich hierbei erneut um einen Internet-Betrugsversuch handelt und sowohl die versendeten E-Mails als auch das darin verlinkte Internetportal Fälschungen darstellen.

Informationen des BMF erfolgen grundsätzlich in Form von Bescheiden und werden per Post oder in die FinanzOnline Databox zugestellt. Das BMF fordert Bürgerinnen und Bürger niemals zur Übermittlung von persönlichen Daten wie Passwörtern, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen auf.

Das Team unserer Experten hat bereits mit den Ermittlungen gegen die Betrüger begonnen. Seien Sie gewiss, dass wir mit Hochdruck an der Aufklärung dieser Phishing-Attacke arbeiten. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger steht für uns an oberster Stelle“, versicherte Finanzminister Hartwig Löger.

Tipps

Wenn Sie ein solches Phishing-Mail oder ein E-Mail mit ähnlichen Inhalten erhalten, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Internet-Betrugsversuch.

  • Folgen Sie in keinem Fall den darin enthaltenen Anweisungen!
  • Klicken Sie keinesfalls auf darin enthaltene Links oder Dateien!
  • Geben Sie unter keinen Umständen persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen bekannt!
  • Das BMF empfiehlt, solche E-Mails sofort zu löschen!