Warum wird Militär in Österreich mobilisiert? – Handel Fahrplan und Notbremse

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Bei der Flüchtlingskrise hat man kein Militär mobilisiert, die 2015 radikal war, wir erinnern uns alle.

Bei den eigenen Leuten scheint es leichter zu sein, mit dem Militär aufzufahren, sagen Menschen wütend.

Fahrplan und Notbremse für den Handel

Geheimpapier offenbart Worst-Case-Szenario

Masken, bei einigen Händler muss man zahlen

Derzeit sind die Trends in einigen Ländern zwar positiv, aber was ist, wenn man die Pandemie nicht in den Griff bekommt? Ein Geheimpapier aus Deutschland skizziert den Kollaps.

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mindestens 94.927 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: über 89.300 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, welche die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Startschuss für Miliz: NÖ-Kompanien fixiert

Antreten! Ab 4. Mai werden, wie angekündigt, bundesweit mehrere Kompanien der Miliz in den Dienst gestellt. Aus Niederösterreich sind drei Einheiten schon fixiert, die „Krone“ erfuhr die Einberufung vorab.

COVID-19: Bundesheer im Einsatz

Die COVID-19-Pandemie stellt Österreich vor große Herausforderungen und verlangt von der gesamten Bevölkerung einen Beitrag. “Systemrelevante Berufe”, die sonst wenig Wertschätzung und Beachtung erhalten, rücken plötzlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Auch das notorisch unterdotierte Bundesheer wird zur Unterstützung herangezogen, obwohl man seine Kapazitäten beispielsweise zur Sanitätsversorgung – entgegen ausdrücklicher Warnungen – in den letzten Jahren eingespart hat. Trotzdem wurde erstmals seit der “Tschechen-Krise” 1968 für die Grundwehrdiener ein Aufschubpräsenzdienst verfügt. Und überhaupt erstmals in der 2. Republik erfolgt eine Aufbietung von Teilen der Miliz.

Und auch jene, die einen Wehrersatz-Dienst geleistet haben, sollen sich jetzt freiwillig melden. Zur verpflichtenden Einberufung, die rechtlich zulässig ist, fehlt noch der Mut. Und sofort werden Stimmen laut, die sich dafür einsetzen, dass die Zivildiener dadurch keinen Nachteil erleiden dürfen – zum Beispiel beim Studium.

Die Österreichische Offiziersgesellschaft fordert, dass diese Fürsorge auch für die Miliz-Soldaten gelten muss. “Es kann nicht sein, dass die Miliz-Soldaten – die Bürger in Uniform – jetzt schlechter behandelt werden sollen als die Zivildiener, zumal sie durch ihre Übungsverpflichtung und ihr ständiges Engagement bereits jetzt schon Nachteile in Beruf, Studium und Familie in Kauf nehmen müssen,” sagt der Präsident der ÖOG, Erich Cibulka.

Außerdem weist die ÖOG darauf hin, dass die Entlohnung der Milizsoldaten im Rahmen einer Teilmobilmachung niedriger ausfällt als bei einem Auslandseinsatz oder einer Freiwilligenmeldung zum Assistenzeinsatz an der Grenze. “Wenn heute fast täglich Gesetze beschlossen oder geändert werden, dann sollte man auch überprüfen, ob das Heeresgebühren-Gesetz den Sprung in das 21. Jahrhundert geschafft hat”, fordert Cibulka.

Wenn die Krise vorbei ist, wird man auch die Frage beantworten müssen, warum die Gesamtheit der Miliz gar nicht einberufen werden könnten, weil es an Ausrüstung und Material fehlt. “Es ist gänzlich unrealistisch, dass wir gleichzeitig 55.000 Soldaten einsetzen könnten, wie es in der gültigen Österreichischen Sicherheitsstrategie (ÖSS) aus dem Jahr 2013 vorgeschrieben ist. Nach der Pandemie wird man nicht nur die Wirtschaft wieder reparieren müssen – wer seine Einsatzkräfte dann wieder vergisst, hat nichts dazugelernt”, ergänzt Cibulka.

Geheimpapier des Schreckens.

Mindestens 1.384 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher deutschlandweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1.103). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 24.350 nachgewiesenen Fällen und mindestens 411 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20.523 Fällen und mindestens 258 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner, verzeichnet Bayern mit einem Wert von 186,2 die meisten Infektionen. Im Schnitt waren es in Deutschland insgesamt 114,2. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Im Worst-Case-Szenario geht man von einer “massiven Überlastung” aus. Das heißt, dass die rund 40.000 deutschen Intensivbetten bei weitem nicht ausreichen werden. Vor allem dann, wenn die Verdoppelungszahl der Infizierten bis Ende April weiterhin im Neun-Tage-Rhythmus stagniere. Derzeit verdoppelt sich die Zahl der Erkrankten alle neun Tage. Damit ein Kollaps des Gesundheitssystems vermieden werden kann, muss sich diese Rate auf mindestens zwei Wochen ausdehnen. Im schlimmsten Fall, so heißt es in dem Papier, müssten 80 Prozent der intensivpflichtigen Patienten von den Spitälern abgewiesen wäre. Rechnet man dies durch, kommt man auf rund 1,2 Millionen Tote in Deutschland.

Militär: Weil absolute Gewalt droht: Sollte die Pandemie nicht erfolgreich bekämpft werden, prognostizieren die deutschen BMI-Experten eine “Kernschmelze” des Systems. “Es droht, dass dies die Gemeinschaft in einen völlig anderen Grundzustand bis hin zur Anarchie verändert”, wird darin geschrieben.

COVID-19: Bundesheer im Einsatz

Anarchie

 

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