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Lepra Kranker im Österreichischen Spital

falco / Pixabay
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Kronen Zeitung:  Jurist fuhr Lepra- Opfer zurück ins Spital

Er ist ein stiller Held: Michael Haybäck, der Chef im Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Salzburg. Freitag erfuhr der Top-Jurist, dass ein 33-jähriger Afghane mit Lepra-Infektion im Asyl-Zeltlager an der Alpenstraße war. Kurzerhand brachte Haybäck den Mann in seinem Privatauto wieder zurück ins Landeskrankenhaus. „Es war ein schneller Entschluss“, erklärt Haybäck. „Aber ich habe mich vorher genau bei Medizinern erkundigt und wusste, dass keine Gefahr einer Ansteckung bestand.“ Und fügte dann hinzu: „Ich bin ja nicht lebensmüde.“

Lepra eine Krankheit aus der Zeit der Bibel: Jesus hatte mit vielen Leprakranken zu tun und heilte sie angeblich auch.

Die Lage war brenzlig: Wenige Stunden vorher hatte Haybäck die Papiere des 33- jährigen Afghanen überprüft. Der lebte schon seit Längerem im Asyl- Zeltlager bei der Polizeidirektion an der Alpenstraße. Seine Fluchtroute nach Österreich führte den Asylwerber über die Türkei, wo ihn ein Polizeiarzt kurz untersucht hatte. Dann notierte der Mediziner den Vermerk „Lepra“ in die Dokumente des Afghanen. Doch das fiel wochenlang keinem auf, erst Haybäck schlug Alarm.

Keine Gefahr: Flüchtling zunächst in Lager zurückgeschickt

Der Flüchtling wurde ins Landesspital gebracht, wo ihn Spezialisten untersuchten. Die Ärzte stellten fest, dass die Krankheit beim Afghanen nicht ausgebrochen war und er deswegen keine Gefahr für die Mitbewohner darstellt – also schickten sie ihn zurück in die Zeltstadt.

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