Da war ja faktisch schon die Raiffeisen konkursreif? Wie Profil jetzt berichtet

Zeit ist Geld - auch bei der Kreditvermittlung
Zeit ist Geld - auch bei der Kreditvermittlung! | Foto © Alexas_Fotos / by pixabay / CC0 Public Domain

Bank Matterburg. Was ist da geschehen? Wenn die Bank wirklich 2000 konkursreif war, und im Jahr 1992 die Bilanzfälschungen anfingen ist diese ja noch unter Raiffeisen gestanden?

Wird jetzt Bankskandal Mattersburg auch zum Raiffeisenskandal Mattersburg? Oder kann sich Schwarze Bank retten?

„profil“: Causa Mattersburg – Commerzialbank laut Ex-Chef seit 2000 konkursreif

Bis 1995 wurde die Bank unter Raiffeisen geführt – die Bilanzfälschungen alledings gingen laut Pucher schon 1992 von sich!

Vom Skandal kann man da gar nicht mehr sprechen, was sich da alles zwischen Schwarz/ Rot abgespielt haben muss, meint ein Anwalt. Beide sind schuld, sagt er auch gleichzeitig. Wahnsinn, Alpenland Österreich, eine Schande.

Bis zum Jahr 1995 war die “Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG” – so ihr voller Name – eine regionale Raika im Burgenland. Damals hieß sie Raiffeisenbank Schattendorf und war in einer Gruppe einer Handvoll von Raiffeisen-Rebellen, die sich mit dem Giebelkreuz-Sektor angelegt hatten und sich in der Folge absetzten.

Wie Profil jetzt berichtet, ist alles noch viel schlimmer, als gedacht!

Der frühere Bank-Chef Martin Pucher hat ausgesagt, bereits 1992 – in viel kleinerem Maßstab – mit Bilanzfälschungen begonnen zu haben.

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat der zurückgetretene Chef der Commerzialbank Mattersburg, Martin Pucher, bei einer Einvernahme ausgesagt, bereits 1992 mit Bilanzfälschungen begonnen zu haben – sonst hätte man dem Ergebnisdruck nicht standhalten können. Dann seien noch die verschärften Regulierungsvorschriften für Banken – Stichwort: „Basel I“ und „Basel II“ – dazugekommen.
In frühen Jahren hätten die Bilanzfälschungen eine viel kleinere Dimension gehabt, so die Pucher-Aussage Recherchen zufolge sinngemäß. Letztlich habe es sich jedoch zu einem nicht mehr sanierbaren Selbstläufer entwickelt. Pucher sagte auch aus, die Commerzialbank wäre bereits im Jahr 2000 konkursreif gewesen.

Müssen jetzt alle Raiffeisenbanken untersucht werden? Oder kann hier die Unschuldsvermutung, einfach so gelten?

Da ist mehr geschehen und was geschieht noch? Fragen, über Fragen?

Schwarz/ Rot, eine Pleite zieht die andere hinten nach.

“Norbert Hofer: Politik muss neu überdacht werden, wir müssen ganz neu beginnen. Politik auf die Art funktioniert nicht mehr. Sehen wir immer mehr”!

Eine Selbstbereicherung hat Puchers Anwalt Norbert Wess zuletzt vehement ausgeschlossen.
Die WKStA hat angeordnet, Gelder auf Konten von Pucher und einer mitbeschuldigten Ex-Vorständin sicherzustellen.
Wie viel auf diesen Konten liegt, war vorerst nicht bekannt.
Bei Hausdurchsuchungen am 17. Juli wurden laut einem „profil“ vorliegenden Ermittlerbericht „zu Zwecken der Vermögenssicherung“ Bargeldbeträge „in Höhe von etwa 8500,- Euro sowie einige Schmuckgegenstände und eine Münzsammlung mit derzeit noch unbestimmtem Wert sichergestellt“ – dies allem Anschein nach bei einem Commerzialbank-Manager, der selbst gar nicht als Beschuldigter gilt. Zum Vergleich: Als Gesamtschaden wurden zuletzt knapp 700 Millionen Euro kolportiert.

Mattersburg-Bank war schon vor 20 Jahren faktisch pleite

Anfangs kleinere Bilanzfälschungen wurden zum Selbstläufer
Bilanzfälschungen, schon unter der Führung von Raiffeisen? Angst vor Schwarzer Macht?

Die Commerzialbank Mattersburg soll laut einer Aussage von Ex-Bankchef Martin Pucher vor der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) schon faktisch pleite gewesen sein, berichtet das Nachrichtenmagazin “profil” in seiner Sonntagausgabe. Anfangs kleinere Bilanzfälschungen sollen schließlich zu einem nicht mehr sanierbaren Selbstläufer geworden sein.

Pucher wurde laut “profil” vor kurzem von der WKStA einvernommen. Dabei soll er ausgesagt haben, bereits 1992 mit Bilanzfälschungen begonnen zu haben – sonst hätte man dem Ergebnisdruck nicht standhalten können. Dann seien noch die verschärften Regulierungsvorschriften für Banken – “Basel I” und “Basel II” – dazugekommen. In frühen Jahren hätten die Bilanzfälschungen eine viel kleinere Dimension gehabt.

Martin Pucher: Ein Banker packt schonungslos aus

Kronen Zeitung: Kommission wie bei Causa Hypo gefordert
So lässt sich dies wohl erklären. Doch der Fall ist auch zum Politikum mutiert. Wo landeten die Millionen zur „Verschleierung“? Was wussten Parteien? Das sollen (unabhängig von der Justiz-Aufarbeitung) Untersuchungen auf Landes- und Bundesebene klären. Die NEOS wünschen sich eine unabhängige Kommission wie in der Causa Hypo. Bis auf die FPÖ (sie will den Fall auf Landesebene belassen) verschließt sich dem Ansinnen keine Partei.

Und weiter:

Commerzialbank: Die geheime Nah-Ost-Connection des Martin Pucher

Das Hoffen auf Erlöse in Milllionenhöhe durch Umweltpatente.

Der gefallene Chef der Commerzialbank Mattersburg hat zusammen mit einem deutschen Partner Pläne für bisher geheime Umweltpatente voran getrieben. Martin Pucher sah darin anscheinend die Möglichkeit ans große Geld zu kommen und die marode Bank damit zu retten. Zu diesem Zweck hat der 64-Jährige betuchte Geldgeber im Nahen Osten gesucht und in Abu Dhabi und Katar Verhandlungen mit Interessenten geführt. Angebliche Zusagen über 200 Millionen Dollar seien schlussendlich nicht zustande gekommen. Pucher erlitt vor einem geplanten Abschluss 2015 bekanntlich einen Schlaganfall. Der KURIER hat mit seinem deutschen Partner über die gut gehüteten Geheimnisse der Umwelttechnologien gesprochen. Der Schlüssel sind Patente für die angeblich „größte umweltfreundliche Energiequelle der Zukunft“.

Quelle