Infrastruktur – Diskussion im Triestingtal

Podiumsdiskussion 6.Mai 2015 in Berndorf zum Thema Infrastruktur im Triestingtal  - vlnr.: Mag. Dietmar Müller (Finanzvorstand Berndorf AG), Mag. Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), LR Dr. Petra Bohuslav (Lr f. Wirtschaft, Tourismus, Sport), DI Elisabeth Hainfellner (GF Leaderregion Triestingtal). Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter (EU Konsulent) und Dr. Günther Ofner (Vst.Dir. Flughafen AG)
Podiumsdiskussion 6.Mai 2015 in Berndorf zum Thema Infrastruktur im Triestingtal    –    vlnr.: Mag. Dietmar Müller (Finanzvorstand Berndorf AG), Mag. Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), LR Dr. Petra Bohuslav (Lr f. Wirtschaft, Tourismus, Sport), DI Elisabeth Hainfellner (GF Leaderregion Triestingtal). Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter (EU Konsulent) und Dr. Günther Ofner (Vst.Dir. Flughafen AG)

Am 6.Mai fand in Berndorf eine Podiumsdiskussion zum Thema “Infrastruktur – die Lebensader der Region” statt. Da mit Region natürlich die Leader – Region Triestingtal gemeint ist fungierte diese und das Wirtschaftsforum Triestingtal als Veranstalter.

Der Stv. Vorsitzende des Wirtschaftsforum´s, Joseph Miedl konnte am Podium 5 hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft begrüßen: Mag. Dietmar Müller (Finanzvorstand Berndorf AG), Mag. Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), LR Dr. Petra Bohuslav (Lr f. Wirtschaft, Tourismus, Sport), Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter (EU Konsulent) und Dr. Günther Ofner (Vst.Dir. Flughafen AG).
Moderatorin des Abends war DI Elisabeth Hainfellner (GF Leaderregion Triestingtal), es fehlte lediglich Regionschef Franz Seewald.

Auch bei den zahlreich erschienen, höchst fachkundigen Besuchern fehlte etwas, nämlich die lokalen Politiker. So sah man lediglich ein paar  Bürgermeister, zB. ganz kurz war Bgm. Johann Miedl (Weissenbach) da u. dessen Vizebgm. Ing. Robert Fodroczi da, sowie der Bürgermeister der Marktgemeinde Hernstein, Bgm. Leopold Nebel, aber bei weiten nicht alle waren gekommen. Dabei ist das Thema immens wichtig, weit mehr als die meisten erahnen.

Dr. Günther Ofner: "Statt in Beton müssten wir längst in Technologie investieren!" li: DI Elisabeth Hainfellner und Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter
Dr. Günther Ofner: “Statt in Beton müssten wir längst in Technologie investieren!”
li: DI Elisabeth Hainfellner und Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter

Infrastruktur = Breitband Internet

Auf der Einladung zu diesen Abend stand nichts vom Internet, Breitband oder Netzausbau und doch war den Beteiligten (nicht erst seit heute) klar das man heute nicht mehr die 5.te Straße zu den Betrieben braucht oder die nächste Hochspannung – sondern Glasfaserkabel.

Der Vorstandsdirektor der Flughafen AG, Dr. Günther Ofner, war noch vor 10 Jahren in der Netz-Branche tätig und man merkte schon in seiner ersten Rede das es ein Mann der Praxis ist: “Wir brauchen nicht noch mehr Beton, wir brauchen Technologie!” Der Transfer von Wissen, Know-How, Software uvam. sei gefragt.
Seiner Meinung nach habe man mindestens 10 Jahre versäumt, schon damals habe er Konzepte zum flächendeckenden Netzausbau vorgelegt und diverse Politiker haben blockiert. Aber Dr. Günther Ofner will es den Verantwortlichen heute nicht mehr nachtragen, er will das wenigsten jetzt endlich etwas weitergeht.

Mag. Monica Rintersbacher und LR Dr. Petra Bohuslav haben spannende Storys von mehr oder weniger  gelungenen digitalen Projekten zu erzählen
Mag. Monica Rintersbacher und LR Dr. Petra Bohuslav haben spannende Storys von mehr oder weniger gelungenen digitalen Projekten zu erzählen

Die angesprochene Politikerin, LR Bohuslav ist natürlich voll und ganz der Meinung aller die sich hier ein wirklich schnelles Internet wünschen. Sie weiß, dass ist unumgänglich ist für das Überleben der Betriebe, sie weiß auch um das enorme Gefälle zwischen urbanen Stadtgebieten und den weiten Land da draußen.

Als jemand einwarf “das sich NÖ, dass größte Bundesland, immer noch alleine durch den digitalen Dschungel kämpfen muß und der Bund keinen Finger rührt” findet dass ihre Zustimmung.

Man werde das aber weiter forcieren und ev. geht sich auch noch etwas Geld vonseiten der EU aus. Der anwesende EU-Konsulent Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter hatte da nichts dagegen zu sagen…

Hightech im Heustadl

Der Finanzvorstand der Berndorf AG, Mag. Dietmar Müller meint das es noch weit mehr vernetzte Mitarbeiter geben könnte, wenn denn endlich die erforderliche Bandbreite da wäre...
Der Finanzvorstand der Berndorf AG, Mag. Dietmar Müller meint das es noch weit mehr vernetzte Mitarbeiter geben könnte, wenn denn endlich die erforderliche Bandbreite da wäre…

Man verweist auch darauf das dieses Breitband nicht nur Hightech Betriebe brauchen sondern sogar beispielsweise der Landwirt. Dessen Melkmaschine nur per Fernwartung wieder zum Funktionieren gebracht werden kann und weil das Netz zu lahm war ging es nicht und die Kühe verstanden nicht warum nicht gemolken wurde.
Man darf hoffen, dass die Verantwortlichen da oben mehr Verstand aufbringen, denn eines Tages bleiben alle Betriebe auf der Strecke, bleiben auf ihrer Kriechspur mit 3 oder 4 mbits.  Wobei, der Wert ohnehin oft nur auf den Sites der Provider existiert und in Wahrheit kommt man auf die Hälfte.

Welche immateriellen Güter in Zukunft durch die Netze sausen sollen, wissen wir ev. noch nicht genau, aber sicher ist das die Dateigrößen immer mehr zunehmen und das “Just-In-Time” von morgen auch eine schnelle Lieferung digitaler Güter bedeutet!
Man denke nur an die 3-D Drucker, jene heutigen Wunderkisten werden morgen schon mit ungeheuren Datenmengen möglicherweise ganze Autos ausdrucken. Schon vor Jahren schrieb HEISE von ausgedruckten Häusern! Man stelle sich mal diese Datenmengen vor…
Es lässt sich nicht alles Vektorisieren oder Interpolieren, komprimieren oder segmentieren, vieles muss einfach als gigantische Datenpaket-Sammlung in Echtzeit von einem Eck der Erde zum anderen rasen.

Die Besucher der Podiumsdiskussion zum Thema Infrastruktur im Triestingtal erwiesen sich als höchst fachkundig und stellten die richtigen Fragen.
Die Besucher der Podiumsdiskussion zum Thema Infrastruktur im Triestingtal erwiesen sich als höchst fachkundig und stellten die richtigen Fragen.

Unvorstellbar, oder? Nun, nicht für alle, denn aus dem höchst fachkundigen Publikum kamen einige sehr spannende Fragen und interessante Anmerkungen.
Ganz besonders viel Aufmerksamkeit bekam ein Zuhörer welcher uns mit eindringlichen Worten mitteilte, dass “die Menschen sich nicht ansatzweise vorstellen können welche ungeheuren Datenmengen eines Tages bewegt werden müssen“. Er meint das heute noch fast kein Mensch die geringste Ahnung habe welche immens wichtige Rolle ein Hochleistungs Netz haben wird und welche Möglichkeiten es bieten sollte und hoffentlich auch wird.Es ist nicht einfach die Worte dieses charismatischen Redners so wiederzugeben, aber der Kommunikations-Wissenschafter hat Recht, dass war deutlich zu spüren.

Die Expertenrunde konnte dessen Ausführungen nur gespannt verfolgen, ebenso den Fragen der anderen Zuhörer. Jeder bekam seine Antwort und ob die Fragen auch dazu passten oder nicht muss jeder Fragesteller selbst wissen…

Sie hörten sich die Fragen und Anmerkungen der Besucher genau an: DI Elisabeth Hainfellner (GF Leaderregion Triestingtal). Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter (EU Konsulent) und Dr. Günther Ofner (Vst.Dir. Flughafen AG)
Sie hörten sich die Fragen und Anmerkungen der Besucher genau an: DI Elisabeth Hainfellner (GF Leaderregion Triestingtal). Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter (EU Konsulent) und Dr. Günther Ofner (Vst.Dir. Flughafen AG)
Podiumsdiskussion 6.Mai 2015 in Berndorf zum Thema Infrastruktur im Triestingtal  - vlnr.: Mag. Dietmar Müller (Finanzvorstand Berndorf AG), Mag. Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), LR Dr. Petra Bohuslav (Lr f. Wirtschaft, Tourismus, Sport), DI Elisabeth Hainfellner (GF Leaderregion Triestingtal). Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter (EU Konsulent), Dr. Günther Ofner (Vst.Dir. Flughafen AG) und Joseph Miedl (Stv. Vorstandsvorsitzender WFT)
Podiumsdiskussion 6.Mai 2015 in Berndorf zum Thema Infrastruktur im Triestingtal – vlnr.: Mag. Dietmar Müller (Finanzvorstand Berndorf AG), Mag. Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), LR Dr. Petra Bohuslav (Lr f. Wirtschaft, Tourismus, Sport), DI Elisabeth Hainfellner (GF Leaderregion Triestingtal). Univ. Lekt. Dr. Johannes Ausserladscheiter (EU Konsulent), Dr. Günther Ofner (Vst.Dir. Flughafen AG) und Joseph Miedl (Stv. Vorstandsvorsitzender WFT)

1 Kommentar

  1. Für mich, dem Autor des Artikels war der Abend insofern interessant weil ich zum einen seit Mitte der 90er Jahre ein Netzbürger bin, einer der damals auch bald als selbständiger Programmierer begann. Zum anderen wurden meiner kleinen Firma etliche Wege versperrt weil das Netz zB. anno domini 1999 immer noch per Telefonmodem bereist werden musste. Websites und kleine Anwendungen waren in tagelangen FTP-Transfers dann endlich “oben”, aber e-commerce war unmöglich. Denn so ein Shop mit 1000 Dateien, insgesamt 20 mb ohne Bilder war einfach nicht zu packen, die Transfers brachen ab.

    Erst 2005 (!) mit der Breitbandinitiative des Landes Niederösterreich konnte wir auf schnelleres Internet hoffen. Da begann der Kampf mit der Telekom welche Furth als Gemeinde und dessen Bürger immer wieder verarschte. Da begann, gemeinsam mit der Amtsleitung die Suche nach Alternativen. Welche uns zum Richtfunk System WAVENET brachte das wir dann auch für einige Nutzer hier etablieren konnten.
    Als wäre es gestern gewesen, so gut erinnere ich mich an die vielen Gespräche mit der EVN welche die Funkmasten aufstellten (ich denke die Leute erinnern sich noch an den nervigen Further Webmaster)
    Und dann der Moment wo Furth erstmalig im Internetzeitalter angekommen ist: Der Tag wo wir mit gigantischen 1024 kbits surfen konnten!
    Das war wie vom VW-Käfer in den Ferrari umzusteigen!

    Am 09.11.2009 kam ein Mail eines Freundes an welcher Beziehungen in die höchsten Etagen der Telekom hat und er hatte es tatsächlich geschafft: Furth bekam endlich ADSL, ja sogar VDSL in manchen Gebieten!
    Nun waren wir billiger und schneller unterwegs, nahe der Übergabepunkte geht heute sogar 12 mbit! In der Au ist sogar IP-TV möglich, also Fernsehen aller Kanäle in bester Qualität ohne Antenne, ohne Kabel, ohne Sat.
    Um so einen Speed haben uns danach sogar die Berndorfer beneidet…

    Also, wie gesagt, ich habe in dem Bereich einige Erfahrungen und will jede erdenkliche Initiative unterstützen um unser Tal technisch weiter voran zu bringen.
    Wer die PR-Power dieses Magazins kennt, weiß das täglich viele 1000 Leser hier sind. Und das diese Botschaften ankommen. Gute Storys sind immer willkommen, sie bringen noch mehr Besucher, noch mehr Reichweite.

    Nicht zuletzt deswegen ist zeitimblick.info auch eine gute Werbebasis für Firmen, fragen sie uns, die Tarife sind Bruchteile der üblichen Onlinewerbung. Vor allem für innovative Unternehmer gibts immer mal ein Angebot!

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