Schmerzensgeld für Einbrecher – kurioses Urteil

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Wie viel Macht, hat ein Gericht?

Ist man einem Richter, Gericht ausgeliefert? Dieses Gefühl bekommt man immer wieder. „Rechtsstaat“. Schmerzensgeld für Einbrecher, der schon im Haus war, als der Hausbesitzer aus Angst geschossen hat.

Der Hausbesitzer schoss zweimal auf die Männer. Dabei erlitt der 47-jährige Kroate einen Durchschuss am Oberschenkel, konnte aber zunächst noch mit seinem Komplizen flüchten.
Bei einer Tankstelle in Ennsdorf ließ der unbekannte Fahrer, von dem bis heute jede Spur fehlt, den Angeschossenen aussteigen.
Zeugen riefen Polizei und Rettung. Der mutmaßliche Einbrecher konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Strafe, aber nicht für die Einbrecher:

Acht Monate bedingt und Geldstrafe

Jetzt fiel im Prozess ein Urteil. Der 67-Jährige wurde zu acht Monaten bedingter Haft wegen fahrlässiger Körperverletzung und einer Geldstrafe von 3.600 Euro – er besaß die Waffe illegal – verurteilt. Zu alledem muss er dem kroatischen Einbrecher auch noch ein Schmerzensgeld von 2.100 Euro zahlen.

Der Richter begründete das Urteil damit, dass man in Notwehr nicht auf einen Flüchtigen schießen dürfe.

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