NÖ Bauernbund kritisiert Kuhattacken-Urteil scharf

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Tanner: Abzäunen aller Wege ist praxisfremd und unrealistisch.

Aus für Almen und Wanderer?

Entsetzt zeigt sich NÖ Bauernbunddirektorin LAbg. Klaudia Tanner über das Urteil in 1. Instanz zur tödlichen Kuhattacke im Tiroler Stubaital.
Sie sieht eine Lawine von dramatischen Folgen, insbesondere auf Viehhalter in alpinen Gebieten in Niederösterreich, zukommen. „Sollen die Almbauern jetzt etwa tausende Kilometer von Zugängen, Wegen und Weiden einzäunen?“, stellt Tanner konsterniert fest. Das Urteil bezeichnet sie jedenfalls als „extrem praxisfremd“ und für die Bäuerinnen und Bauern nur mit einem „Aufwand von Millionen Euro“ durchführbar. „Wer übernimmt da die Kosten oder will man die Almwirtschaft endgültig ruinieren?“, fragt Tanner in Bezug auf das „praxisfremde und unrealistisch erscheinende Ersturteil“.

Rund ein Viertel der landwirtschaftlichen Betriebe in Niederösterreich, also rund 11.000, sind Bergbauernbetriebe. „Der Tourismus lebt von einer gepflegten, kultivierten Landschaft und unsere Bäuerinnen und Bauern leisten mit der Pflege der Almen einen wichtigen Beitrag dazu”, betont NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner. Den Vorfall mit tödlichem Ausgang selbst sieht Tanner als äußerst tragisch und als harten Schlag für die bedauernswerten Hinterbliebenen.

Der Bauer ist ja in erster Instanz auf eine Schadenszahlung von rund 490.000 EURO verurteilt worden.

Hier ein weiterer Bericht.

Scharfe Kritik am “Rechtsstaat”: Bauernbund wir kämpfen auf alle Fälle weiter, was ist der “Rechtsstaat” noch wert?

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Quelle