Starkoch Reinhard Gerer ist pleite

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Es ist nicht immer alles so wie es scheint.
Der Schein trügt.

Starkoch Reinhard Gerer ist pleite, schreibt der KURIER.

Wiener Bezirksgericht konnte Privatkonkurs nicht eröffnen, weil kein Vermögen vorhanden ist. Eine Dinnershow wurde abgesagt.

„Das Schuldenregulierungsverfahren wird mangels Kostendeckung nicht eröffnet“, heißt es im Edikt des Wiener Bezirksgerichts. „Der Schuldner ist zahlungsunfähig.“ Das heißt, dass der Privatkonkurs nicht eröffnet werden konnte. Gerer bleibt auf seinen Schulden sitzen und die Gläubiger sehen wahrscheinlich keinen Cent. „Eine Abweisung in einem Schuldenregulierungsverfahren kommt äußerst selten vor, weil kaum Kosten anfallen“, sagt Weinhofer zum KURIER. Als Geschäftszweig Gerers wird „Gastgewerbe“ angeführt.

Am 5. Mai 2011 wurde ein Insolvenzverfahren über den „freischaffenden Künstler“ Reinhard Gerer eröffnet. Damals betrieb Gerer mit seiner Firma mediainvent Medienproduktions- und VerlagsgmbH das Restaurant Magdalenenhof am Bisamberg bei Wien. Am 26. Oktober 2011 wurde das Verfahren aufgehoben, weil die Gläubiger den angebotenen Sanierungsplan angenommen haben.

Gerer zahlte damals seinen Gläubigern 25 Prozent Quote, die letzte Rate war am 30. Juni 2012 fällig. „Eine klassische selbstständige Tätigkeit wird nach meinen Erhebungen nicht ausgeübt“, heißt es in einem damaligen Bericht des Insolvenzverwalters. „Es bestehen keine aufrechten Engagements für Kochkurse oder dergleichen. Einnahmen bestehen ausschließlich in Form von Tantiemen aus Kochbüchern, die Gerer verfasste.“

Gerer war damals Angestellter und Geschäftsführer der mediainvent Medienproduktions- und VerlagsgmbH und soll 1500 Euro netto im Monat verdient haben. Die Gläubiger hatten damals in einer ersten Runde 89.783 Euro Forderungen angemeldet. Über die mediainvent Medienproduktions- und VerlagsgmbH wurde am 17. Juni 2011 der Konkurs eröffnet. Auch hier wurde den Gläubigern ein Sanierungsplan angeboten. Sie erhielten 20 Prozent Quote. Die letzte Rate war am 9. November 2013 fällig. Nach Aufhebung des Konkurses wurde die Gesellschaft dann wegen Vermögenslosigkeit im Firmenbuch gelöscht.

Die ganze Story im KURIER

1500 Euro netto für einen Starkoch und Unternehmer?