Tanke schön, ReGIERung!

ÖAMTC: Chance Konsument:innen zu entlasten wurde versäumt!

Spritpreis
Regierung lässt Österreichs Kraftfahrer im Stich! | Grafik: Konzept, Idee, Montage und ©: PeterS / OpenAI / ChatGPT

Autofahrerclubs, Interessensvertretungen, aber auch Organisationen, von denen man es sich nicht erwartet hätte, flehten die Regierung um dringende Maßnahmen zur Spritpreissenkung an. Vergebens …

Es wird also aus heutiger Sicht weder eine Senkung von Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe geben, noch eine Deckelung. Die Regierung ist der Meinung, dass ein Verbot täglicher Preissteigerungen bei den Tankstellen genug ist.

Nur mehr drei Schocks pro Woche erlaubt

Seit 2011 schreibt die Spritpreisverordnung vor, dass nur einmal täglich, ab 12:00 erhöht werden darf. (Senkungen gehen natürlich immer). Doch wie oft hat man schon beobachtet, wie die Anzeigetafel mehrmals täglich höher geschraubt wird.

Ab KW 12/2026 dürfen die Spritpreise künftig nur noch an höchstens drei Tagen in der Woche erhöht werden.
Also statt dem täglichen Preisschock nur mehr 3x wöchentlich einen Herzkasperl mit 111 Oktan. Sehr hilfreich, vielen Tank, liebe ReGIERung.

Konkret darf dann nur mehr Montag, Mittwoch und Freitag erhöht werden. Dann aber nicht um läppische 10 oder 20 ct./Liter, sondern wahrscheinlich gleich um den Gegenwert einer Koksladung.

Finanz freut sich auf 10 Mille Zusatzeinnahmen – pro Monat!

Der ORF schreibt: “Noch ist für Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) der Preis nicht so hoch, dass man entsprechend eingreifen müsste.
Na klar, wenn man Unsummen an Bezügen einstreift und alle Spesen vom Steuerzahler bezahlt werden, dann ist “der Preis nicht so hoch” …

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) betonte, dass derzeit eh “nur zehn Millionen Euro pro Monat zusätzlich an Steuern hereinkommen“. Na, wenns nicht mehr ist.

ÖAMTC: Regierungsmaßnahmen zu Spritpreissenkung enttäuschend

Heute, Mittwoch, 11. März 2026, hat die Bundesregierung Sofortmaßnahmen im Kampf gegen die hohen Spritpreise vorgestellt. “Leider wurde die Chance, die Konsument:innen unmittelbar zu entlasten, versäumt“, hält ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober fest. “Aus Sicht des Mobilitätsclubs wäre eine Senkung von Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe die effektivste Möglichkeit für eine sofort spürbare Entlastung gewesen.” Auch eine Deckelung der Gewinnmargen beteiligter Unternehmen hätte für den ÖAMTC einen gangbaren Weg dargestellt, sofern die Versorgungssicherheit sichergestellt ist.

Neben einer Änderung der Spritpreisverordnung – künftig sollen Tankstellen nur mehr montags, mittwochs und freitags die Preise erhöhen dürfen – wurde die Freigabe der Ölreserven beschlossen. “Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden“, so der ÖAMTC-Experte. “Als Interessenvertretung für mehr als 2,6 Millionen Menschen werden wir jedenfalls ganz genau hinschauen und uns weiterhin für faire Preise einsetzen.

Grundsätzlich ortet der ÖAMTC nach wie vor dringenden Handlungsbedarf auf europäischer Ebene: Die internationalen Preisnotierungen für Diesel und Super müssen endlich kritisch untersucht werden. Denn nur durch verlässliche Notierungen auf dieser Ebene, so Grasslober, wären langfristig stabile und faire Preise an den heimischen und den Zapfsäulen in ganz Europa möglich.