Was ist WKO Leaks?

Reaktion der WKO inside

Kanaldeckel WKO
Wohin die WKO-Milliarden aus den Zwangsbeiträgen auch versickern - die NEOS/UNOS wollen es heraus finden! | falco / Pixabay License

Ende 2018 nahmen die UNOS einen Zeit im Blick Artikel quasi als Vorlage für einen Wunschzettel an die WKO. Nun passiert es schon wieder: Unsere Forderungen hier und an die Opposition werden umgesetzt: NEOS/UNOS etablieren “WKO Leaks”.

Die 6 Wünsche der UNOS

Knapp vor Weihnachten 2018 schrieben die UNOS, einen Wunschzettel ans Christkind – wahrscheinlich erfüllt dieses die Wünsche ja eher als die WKO – der 6 Punkte enthielt: (gekürzt – mehr dazu hier)

  1. Die Budgets aller Länderkammern und der Bundeskammer werden in lesbarer Form online veröffentlicht
  2. Die Wirtschaftskammer präsentiert im Jänner einen Reformvorschlag für die Gewerbeordnung, inklusive Verschlankung der eigenen Fachgruppenstruktur.
  3. Die 9 Länderkammer werden 2020 auf 4 Regionenkammern zusammengelegt.
  4. Abschaffung der Kammerumlage 2ab 2020 und die Grundumlagen der einzelnen Fachgruppen österreichweit vereinheitlicht.
  5. Eine Arbeitsgruppe zur Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft wird ins Leben gerufen, sie präsentiert noch 2019 einen ersten Vorschlag zur Umsetzung.
  6. Harald Mahrer legt alle Ämter außerhalb der Wirtschaftskammer zurück.

Das erinnert doch an:
Wer entrümpelt diese Wirtschaft in der Kammer?“?

Und nun die Breaking News 25. Februar 2019:

NEOS/UNOS präsentieren Whistleblower-Plattform ‚WKO Leaks‘

Schellhorn/Schuster: „Mit ‚WKO Leaks‘ soll Transparenz in die Finanzen der WKO gebracht werden.“

Die Wirtschaftskammer sitzt auf einem Milliardenvermögen. Doch das wird vielfach nicht zum Wohle ihrer Zwangsmitglieder eingesetzt. Ganz im Gegenteil, versickern Unsummen im Sumpf der Wirtschaftskammer. Die WKO kämpft primär nicht für Entbürokratisierung oder die Anliegen ihrer Mitglieder, sondern für die Erhaltung der eigenen Pfründe.

NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn und UNOS-Bundessprecher Michael Schuster haben deshalb am 25.02.2019 die Whistleblower-Plattform ‚WKO Leaks‘ präsentiert.

Sepp Schellhorn: „In allen Sparten gibt es Vereine mit fragwürdigen Finanzen. Im Sinne der Zwangsmitglieder muss Licht ins Dunkel der Finanzen der WKO gebracht werden. Ziel ist es, mit Hilfe von Whistleblowern Hinweise zu sammeln, wie die Beiträge im Sumpf der Wirtschaftskammer versickern und wer sich an ihrem Milliardenvermögen bedient“.

“In einer perfekten Welt bräuchte es ‚WKO Leaks‘ nicht”

Für Michael Schuster geht es darum eine Möglichkeit für Unternehmer_innen zu schaffen, anonym auf Fälle hinzuweisen: „In einer perfekten Welt bräuchte es unsere Plattform ‚WKO Leaks‘ nicht. Aber in Österreich ist sie wichtig. Es geht darum, jenen, die Transparenz wollen, eine anonyme Möglichkeit der Informations-Weitergabe anzubieten. Damit soll die WKO langfristig in eine bedarfsorientierte und schlanke Interessenvertretung umgewandelt werden, die freiwilligen Mitgliedern gute Services bietet.

So funktioniert die WKO Leaks Plattform

Mit den „WKO Leaks“ geben NEOS Menschen, die Missstände und Korruption aufdecken wollen, die Möglichkeit, Informationen sicher und anonym zu übermitteln. NEOS haben Vorkehrungen getroffen, damit Whistleblower auf vertraulichem Weg Informationen übermitteln können. Dabei wird Sorge dafür getragen, dass nur ein sehr kleiner Kreis von Personen Zugriff auf übermittelte Informationen und Dokumente bekommt.

Postfach:
NEOS haben ein Postfach eingerichtet, an das Unterlagen geschickt werden können, die Machenschaften in der Wirtschaftskammer belegen. Auf dieses Postfach haben nur Sepp Schellhorn und eine seiner Mitarbeiter_innen Zugriff. Damit gelangen die Dokumente nicht in unbefugte Hände.

Per E-Mail:
Es besteht auch die Möglichkeit, verschlüsselte E-Mails an wkoleaks@neos.eu zu schicken.

Über Messenger:
Messaging-Dienste bieten in den meisten Fällen mehr Sicherheit als E-Mail. ‚Signal‘ ist die beste Variante, die auch von Edward Snowden empfohlen wird.

Alle Informationen gibt es auch auf der Homepage https://wkoleaks.at

Die Reaktion der WKO folgte sofort

Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich dazu: „Wenn jemand eine whistleblower-Plattform einrichtet, dann ist ihm das unbenommen. Ich frage aber schon, mit welchem Recht Neos-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn versucht, die Wirtschaftskammer-Organisation zu diffamieren. Da geht es nicht mehr um sachliche Kritik, sondern nur mehr um Beschimpfen und Vernadern, wenn ‘ohne handfeste Belege’ (Zitat NEOS) von ‘struktureller Korruption’ oder von einem ‘Sumpf’ die Rede ist. Aber ein beleidigender Debattenstil richtet sich ohnedies von selbst.

Er verweist darauf, dass die Wirtschaftskammer-Organisation nicht nur von einem internen Kontrollamt, sondern auch vom Rechnungshof geprüft wird.
Und er verweist auf die unzähligen parlamentarischen Anfragen der Neos zur finanziellen Gebarung, welche allesamt korrekt und transparent beantwortet wurden: „Wenn es Mängel gibt, sind sie umgehend abzustellen. Das ist klar. Aber eine gesamte Organisation und damit ihre Funktionäre und Mitarbeiter ohne Beleg anpatzen zu wollen, geht genauso wenig.

Quelle