Wertkarten Registrierungspflicht

Teil 1 ua. mit Interview und Fragen an t-mobile

Telefon
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Es ist wieder mal typisch Österreich: Die Wertkarten-Registrierungspflicht gilt eigentlich schon seit 01.01.2019. Aber die letzte Frist ist eh erst im September, massenhaft Zeit also, bis zum großen Medienrummel zum Thema.

Erst wenn die Deadline (01.09.2019) fast da ist, werden wir mit Artikeln überhäuft, dann rauscht es durch die Zeitungen, ob online oder Totholzmedium. War ja bei der DSGVO auch nicht anders, zuerst blickte keiner durch (ok, heute auch noch nicht alle), aber einige Monate vor dem endgültigen Inkrafttreten gab es kaum anderen Lesestoff.

Ok, besser irgendwann, als zu spät informieren.  Statt Rita Falk´s neuesten Eberhofer-Krimi  als Strand-Lektüre schmökern wir halt in spannenden Aufsätzen der Politiker und wie die sich die digitale Welt vorstellen. Gell?!

Das ist aber ein Krimi! Denn immerhin schützen uns die Politiker mit dieser Registrierungspflicht für Wertkarten vor … ja vor was eigentlich? Ja, sicher, die führenden Terrorpaten empfehlen ihren Leuten Wertkartenhandys, weil sonst haben die ja keine andere Kommunikationsmöglichkeit. Das Darknet ist denen unbekannt, ebenso wie .. ach egal.

Jedenfalls ist die Idee nun fast ein Jahr alt, irgendwann im April 2018 wurde diese Wertkarten-Registrierungspflicht als Teil des Sicherheitspakets abgesegnet. Wobei, diese Registrierung betrifft nicht nur Wertkarte, sondern diese IVO-Pflicht gilt für alle Telekommunikations-Verträge ab Jänner 2019.

Wer hat´s erfunden?

Dieses Mal ist die EU unschuldig! Echt. Dies ist eine rein österreichische Idee, also auf dem blauschwarzen Misthaufen gewachsen. Daher kann man auch getrost mit einer Karte aus dem Kiosk der Nachbarn hier nach Hause telefonieren oder wohin auch immer.

53 % der österreichischen Wertkarten werden dzt. anonym betrieben. Eine Studie ergab auch, dass 75 % der Befragten bisher nichts von dieser Pflicht wissen. Und für 15 % hat die Wertkarte ab dann keinen Wert – sie nutzen ab dann keine mehr.

Das wird noch einen Stau an der Supermarkt-Kasse geben: Denn etwa HOFER (HoT) will die Registrierung an der Kasse ermöglichen. Der Barcode der SIM-Karte wird fotografiert, dazu ein Foto vom Verdäc… äh Kunden, das war es.
Weiters soll es per Webcam und Ausweis gehen uo. ein Identitäts-Nachweis über das Bankkonto möglich sein.

Klar ist es da einfacher, im Shop seines Mobilfunkers vorstellig zu werden – sofern die dort nicht auch überfordert sind.
Wir haben es getestet und leider wurde der Servicewüste Österreich wieder eine Düne hinzugefügt.  Die Probleme beginnen beim Verständnis der Sorgen des Kunden, gehen über Missverständnisse bis zum Server-Absturz beim Anbieter.

Interview und Fragen an t-mobile

  1. Was soll das Registrieren überhaupt? Ich bin auf mein.t-mobile registriert, warum nochmal registrieren?
    AW: “Die aktuelle Registrierung wurde gesetzlich festgelegt und dient der Authentifizierung der WertkartenkundInnen.
  2. Wie soll das online gehen, falls man keine Kamera hat?
    AW: “Wenn du niemanden mit einem Smartphone kennst der/die dich filmen kann, damit du die Registrierung online machen kannst, ist es leider unumgänglich einen unserer Shops zu besuchen.
    Anm. zib: Das Bankidentverfahren gäbe es auch noch
  3. Da habt ihr dann die Daten (in Zeiten der DSGVO) und was passiert damit?
    AW: “Deine Daten werden bis zur Deaktivierung deiner Simkarte bei uns gespeichert. Wenn die deaktiviert wird, erfolgt von uns die Löschung.
  4. Was, wenn man die Registrierung verweigert?
    AW: “Solltest du die Registrierung nicht vornehmen wollen, ist es dir nach Ablauf der Frist nicht mehr möglich deine Wertkarte zu nutzen.
    Anm. zib: Man kann die Wertkarte Ende August 2019 aufladen und kann somit noch ein Jahr, also bis Ende August 2020, anonym telefonieren.

Der Lohn der Mühe

Bei t-mobile gibt es aber für all die Mühe ein Geschenk – was das ist?
Demnächst hier mehr dazu!

Wir setzen die Informationen zum Thema Wertkarten-Registrierungspflicht fort, so sind Zeit im Blick Leser schon vorher informiert. Bevor das große Rauschen im Blätterwald unangenehm laut und hektisch wird, wissen unsere Leser schon Bescheid.