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Der internationale Hurentag am 2.Juni

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Aslan/Hebein: Solidarität mit SexarbeiterInnen und Unterstützung der Selbstbestimmung gefordert

Grüne: Rechtssicherheit muss klare Priorität sein

Der internationale Hurentag am 2.Juni ist ein Aktionstag aus der internationalen SexarbeiterInnenbewegung in den 1970er Jahren. „Damals wie heute geht es darum: Verbote führen zu Kriminalität, Gewalt und Illegalität auf Kosten der SexarbeiterInnen“, sagt Berivan Aslan, Frauensprecherin der Grünen, und weiter: „Die Welle der Kriminalisierung von SexarbeiterInnen zieht sich derzeit durch ganz Europa. Das sind besorgniserregende Entwicklungen, die zu bedrohlichen und prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen für SexarbeiterInnen führen. Auch wenn viele Sexarbeit am liebsten ganz verbieten oder verdrängen wollen würden -die Lösung für mehr Selbstbestimmung ist das sicherlich nicht.“

Ein Hauptproblem in der Debatte um Sexarbeit ist nach wie vor der Ausschluss von SexarbeiterInnen selbst aus der Diskussion um ihre Rechte. „Obwohl es seit langem – in manchen Ländern seit Jahrzehnten – Selbstorganisationen von SexarbeiterInnen gibt, werden ihre Stimmen in der politischen Debatte nicht gehört, delegitimiert und diskreditiert. Es braucht hier ein grundlegendes Umdenken:
SexarbeiterInnen sind die ExpertInnen, wenn es um ihre Arbeit geht“, ergänzt die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein.

Angesichts einer Vielzahl repressiver Regelungen – wie z.B. bei Versuchen der Finanz, Prostitution als lohnsteuerpflichtig zu definieren und die Lohnsteuer über Bordellbetreiber einzuheben – üben nicht nur die Beratungsstellen Kritik, sondern auch SexarbeiterInnen selbst. „Es ist klar, dass es bei der Sexarbeit – wie in anderen Bereichen auch – Rechtssicherheit geben muss. Das ist eine Voraussetzung für den Schutz von SexarbeiterInnen als Erwerbstätige und für den Schutz vor Diskriminierung, Gewalt, Abhängigkeit und Ausbeutung. Das sind die Verbrechen, die es zu bekämpfen und zu kriminalisieren gilt, nicht die SexarbeiterInnen“, so Aslan und Hebein abschließend.

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