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Freundin überfahren und jetzt ist er frei

domeckopol / Pixabay

Er hat seine Freundin überfahren. War es Mord?

Scheinbar nicht, denn nach der U- Haft ist jetzt der Mann der seine Freundin überfahren hat frei.

Frei und er gibt der Kronen Zeitung folgendes Interview. Er zeigt sein Gesicht. Er sieht traurig aus, er sieht gepflegt aus. Und er sagt: „Ich weiß nicht wie ich mit meiner Schuld leben soll“!

Emanuel S. überrollte damals, auf dieser einsamen Straße im niederösterreichischen Wolfsthal, mit seinem Chrysler Voyager seine Verlobte Stephanie S. Nach einer durchzechten Nacht bei einem Dorffest. Die 33- Jährige starb noch an der Unglücksstelle, „ich werde nie vergessen, wie sie blutend vor mir lag und ich nicht begreifen wollte, was geschehen war“.

Zwei Monate in U- Haft

Stephanie S.‘ Tod wurde von der Polizei erst als Unfall diagnostiziert. Doch bei weiteren Erhebungen entstand bei den Fahndern zunehmend die Vermutung, die Frau könnte vorsätzlich umgebracht worden sein. Mehrere Zeugen hatten nämlich zu Protokoll gegeben, dass es in den Stunden vor dem Drama zwischen dem Paar zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen sei.

Bei einem Lokalaugenschein, vier Wochen nach der Tragödie, wurde der 30- Jährige unter Mordverdacht festgenommen. Beinahe zwei Monate verbrachte er in der Folge in U- Haft, dann lagen Gutachten vor, die ihn entlasteten. Und er kam frei.  Und jetzt sitzt der Mann, der fast wie ein Junge wirkt, in der Kanzlei seines Anwalts Rudolf Mayer, und er weint und weint und weint.

Hier der ganze Artikel

Er hat Schuld er sagt es selbst im Interview. Doch er wurde auf freien Fuß gesetzt. Ob er Auflagen bekommen hat geht leider nicht aus dem Interview hervor.

Der Alkohol verzeiht nicht alles:

„Ich hatte einen Filmriss“

Der Tag, an dem die Tragödie geschah, die Nacht davor? „Wir waren bei einem Dorffest, tranken dort Alkohol, viel Alkohol.“ Wein, Bier, Schnaps. Dass seine Partnerin im Rausch mit anderen Männern flirtete, „davon habe ich nichts mitbekommen“. Und an den Streit, den er mit ihr danach hatte, fehle ihm „auch jede Erinnerung“. Genauso wie daran, dass sich Stephanie S. gegen 11 Uhr wankend zu Fuß auf den Heimweg machte; genauso wie an das Später als er sich in seinen Chrysler setzte und über die Forststraße nach Hause fahren wollte. „Irgendwann in den Stunden davor hatte ich einen Filmriss.“ Bis zu dem Moment, „in dem ich unter meinem Auto eine Erschütterung spürte…“

Und Emanuel S. seine Verlobte überfuhr. „Im Vollsuff, ohne Absicht“, wie Anwalt Rudolf Mayer immer wieder betont. „Mein Klient ist mit diesem Schicksal mehr bestraft, als das ein Gericht jemals tun kann.“ Unklar ist noch, ob die Staatsanwaltschaft den 30- Jährigen wegen fahrlässiger Tötung oder wegen Mordes anklagen wird.

Herr Manuel S sie bemitleiden sich nur selbst. Auch das ist gut, sehr gut zu erkennen. Sie haben ein Menschenleben am Gewissen, doch viele haben dies. Die  Alkohol und Filmriss Geschichte hat funktioniert. Ich gratuliere ihnen nicht dazu. Wie auch allen anderen die ihr Leben so leben nicht zu gratulieren ist. Doch sie müssen mit ihrer Tat leben und das ist dass einzige gerechte.

Verantwortung statt Selbstmitleid. Keinen Tropfen Alkohol nie mehr im Leben gehört hier dazu. Keine Drogen, Therapie sollte dringend sein. Übernehmen sie Verantwortung statt Selbstmitleid im Leben. Helfen sie anderen die Opfer wurden.

Wie gesagt und suchen sie sich Hilfe. Filmriss entschuldigt nicht alles. Sie waren Eifersüchtig, sie waren Hasserfüllt sonst hätten sie nie so eine Tat begehen können. Sie sagen selbst: Sie sind Schuldig. Schuldige tun Buße.

Sie machen also eine Trauma Therapie und arbeiten in einem Zoo Fachgeschäft. Das habe ich in meiner Wut glatt beim ersten Mal überlesen.

„In Gedanken rede ich mit ihr“

Sein Leben heute? Beinahe wie früher, wie vor seiner Beziehung mit Stephanie S. „Ich bin meistens alleine.“ Singen will er „nie wieder. Ich arbeite nun in einem Zoo- Fachgeschäft.“ Bei einem Psychologen macht er eine Trauma- Therapie. Und dauernd sei sie in ihm da, „diese unheimlich starke Sehnsucht, der Wirklichkeit zu entfliehen“. Besonders abends, wenn er im Bett liege und ich mit Steffi rede. Sie um Verzeihung anflehe. Sie frage, wo sie jetzt ist. Ihr sage, wie sehr er sie liebe. „Und ich keine Antwort von ihr bekomme.“

Ich hätte mit ihnen nicht so ein ruhiges sachliches Interview führen können wie Martina Prewein. Dafür sind meine eigenen Verletzungen viel zu groß die Menschen wie sie verursacht haben Herr Emanuel S.

Menschen wie sie Herr E Manuel S.

  • Voller Hochmut
  • Selbstmitleid
  • Hohn und Spott und sich sicher fühlend in all ihren Worten und Taten.