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Mönche beten und Diebe stehlen. So geschehen in Stift Heiligenkreuz

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Während die Mönche für die Armen „Sünder“ beten und Buße tun. Hatten diese Armen „Sünder“ nichts besseres zu tun als im Stift Heiligenkreuz einzubrechen und mit Brecheisen die Türen aufzubrechen.

Gottloser Einbruchsdiebstahl im Stift Heiligenkreuz im Herzen des Wienerwalds: Am Samstag um 5.15 Uhr früh erhielt die durch ihre Musik- CDs weit über die Grenzen Österreichs bekannte Ordensgemeinschaft Besuch von ungebetenen Gästen. Die Täter dürften dabei mit den Abläufen der himmlischen Hitparadenstürmer vertraut gewesen sein. Sie suchten sich einen Zeitpunkt aus, an dem sich niemand in der Klausur befand, also jenem Trakt, der sonst nur für die 92 Mönche zugänglich ist.

„Gott sei Dank war Beute sehr gering“

„Die Einbrecher drangen während des Chorgebetes zur Vigil in die Klausur, also den privaten Bereich des Stiftes, ein und haben sogar eine Zimmertür mit einem Brecheisen aufgebrochen“, schildert Pater Karl Wallner. Und er fügt hinzu: „Gott sei Dank war die Beute sehr gering. Viel Geld gibt es bei uns ja nicht zu holen.“

 Dennoch sind die Zisterzienser entsetzt. „Wir sind betroffen und traurig und erstatteten Anzeige. Wir haben den Einbrecher und seine Komplizin sogar gestellt, aber er tat sehr fromm und wir ließen beide laufen. Wir entdeckten erst später, dass er sich gewaltsam Zutritt verschafft hatte“, so der Rektor der Hochschule im Stift weiter. „An unserer Gastfreundschaft ändert sich nichts, an unseren Sicherheitsvorkehrungen schon. Wir bleiben offen für Gäste, jedoch nicht für Diebe.“
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