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Mutter erstochen- 6 Jahre Haft

geralt / Pixabay
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Kronen Zeitung: Sechs Jahre Freiheitsstrafe wegen Totschlags: So lautete am Landesgericht Korneuburg am Freitag das Urteil gegen einen 23-Jährigen, der seine Mutter (43) am 1. September 2014 in der gemeinsamen Wohnung in Strasshof (Bezirk Gänserndorf) im Zuge eines Streits mit einem Briefbeschwerer bewusstlos geschlagen und erstochen hatte. Danach versteckte er die Leiche in der Bettzeuglade und flog in die USA.

6 Jahre Haft wegen Totschlag, lautete das Urteil

Die Geschworenen entschieden die Schuldfrage mit fünf zu drei Stimmen. Die Staatsanwältin, die Mord angeklagt hatte, gab keine Erklärung ab. Somit ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Bei der Auseinandersetzung war es um eine geplante USA- Reise des gescheiterten Studenten gegangen, die die Mutter ablehnte. Laut Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner war der junge Mann zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig, wenngleich sie ihm eine schizoide Persönlichkeitsstörung attestierte eingeschränkte Emotionalität, Unsicherheit, aufgewachsen mit einer psychisch kranken Frau, die ihn nach außen abkapselte.

Jahrelanger Psychoterror

Verteidiger Marcus Januschke, der auf Totschlag plädierte, hatte von jahrelangem Psychoterror seitens der Mutter gesprochen. Die Frau, die unter Wahnvorstellungen und Stimmungsschwankungen gelitten habe, hätte seinen Mandanten bis zuletzt wiederholt beschimpft und sogar an den Haaren gezogen.

Aus Sicht der Staatsanwältin hatte der junge Mann zuvor Überlegungen zu der Tat angestellt. Sie verwies darauf, dass er bereits im August im Internet danach gesucht hatte, wie man Aussehen und Identität verändern könnte. Ein IT- Sachverständiger hatte den Suchverlauf wiederherstellen können, obwohl der Angeklagte nach der Tat die Festplatte seines Laptops gelöscht hatte.

Der junge Mann war schwer gekränkt und dies führte schließlich zu der Tat. Diese Tat hatte er vorher im Kopf geplant. Es ist wie wenn man aus einem Inneren Gefängnis ausbrechen wollte. Nur so kann man es sagen. Und auch hier gebe ich der Psychiaterin Heidi Kastner recht, in dem Moment ist es nur noch die Dunkelheit die einen zuruft, mach es. Hilfe tut hier not.

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