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Pensionssystem-Totengräber

Body-n-Care / Pixabay

Wohlmuth: Junger Industrie ist aktuelles Pensionsgutachten offenbar entgangen

Pensionssystem-Totengräber arbeitslos – Pensionsaufwendungen bis 2019 3,1 Milliarden unter Budget-Finanzrahmen!

„Offenbar ist der Jungen Industrie das aktuelle Pensionsgutachten entgangen?“, reagiert Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) mit Verwunderung auf die heutigen Aussagen der Bundesvorsitzenden der Jungen Industrie, Dr. Therese Niss. Und weiter: „Das aktuelle Pensionsgutachten beweist schwarz auf weiß: Die Pensionen sind und bleiben nachhaltig sicher! Bis 2019 werden die Pensionsaufwendungen 3,1 Milliarden unter dem Budget-Finanzrahmen liegen! Das können auch die eingefleischtesten Pensionssystem-Totengräber nicht mehr länger ignorieren“, so Wohlmuth, der dazu auffordert die unverantwortliche Hetze gegen das staatliche Pensionssystem jetzt endgültig zu beenden:
„Sie entbehrt jeglicher Grundlage.

Zur Kritik der Jungen Industrie – die sich bei ihren Forderungen einmal mehr auf ihr Institut EcoAustria beruft – an der Verteilung der Bundeszuschüsse zu den Pensionen und den Deckungsgraden der jeweiligen Pensionsarten, hält Wohlmuth fest: „Es stimmt, dass die Deckungsgrade enorme Unterschiede aufweisen. ABER: Die Pensionen von Arbeitern und Angestellten (ASVG) finanzieren sich zu 85 Prozent selbst. Dagegen beträgt der Staatszuschuss zu den Pensionen der Selbstständigen (GSVG) 50 Prozent und bei den Bauern (BSVG) fast 80 Prozent!“

„Der Jungen Industrie und anderen selbsternannten Pensionsexperten sei außerdem ein für alle Mal ins Stammbuch geschrieben: Der Staatszuschuss zu den Pensionen ist eine der drei Finanzierungs-Säulen unseres gesetzlichen Pensionssystems! Er ist eine Ausgabe des Staates wie z.B. auch für Gesundheit, Bildung oder Sicherheit und keine ‚Belastung‘“, stellt Wohlmuth klar. „Pensionsreformen wurden beschlossen, umgesetzt und – wie die Zahlen deutlich belegen – sie wirken!“, so Wohlmuth. Die Forderungen der Jungen Industrie nach der Umstellung auf ein rein beitragsorientiertes Pensionssystem und der Einführung einer Pensionsautomatik lehnt der Pensionistenverband daher mit aller Vehemenz ab: „Das sind Anschläge auf unser bewährtes, umlagefinanziertes Pensionssystem! All diese Maßnahmen würden nur zu Pensionskürzungen – vor allem bei den Jungen, steigender Arbeitslosigkeit, Altersarmut und einer Schwächung unseres sicheren, stabilen gesetzlichen Pensionssystems führen!“, so Wohlmuth abschließend.

APA-OTS