„Ab ins Gelbe“ NÖ führt Recycling ad absurdum!

Gelbe Säcke
LH-Stellvertreter Pernkopf und NÖ Umweltverbände-Präsident LAbg. Anton Kasser informieren über Neuerungen in der Verpackungssammlung. | Foto: NLK Burchhart

Auf wessen Mist diese Idee gewachsen ist, scheint klar: Politiker und „Experten“, oder? Nun, es ist auch eine Folge der luftleeren Köpfe der tonangebenden Super-Generation. Diese hochgebildeten, jungen, aktiven, Karrieremenschen, stets im Zeitdruck, haben halt keine Zeit, Müll zu trennen.

Wenn Mülltrennung zu kompliziert ist, schmeißen wir alles zusammen!

Es wäre ja nicht das erste Mal, dass man blöde Angewohnheiten legalisiert. Vielen Menschen konnte man eben nie die Folgen ihres Tuns begreiflich machen. Daher hat man Gesetze umgeschrieben, damit die Narrenfreiheit erhalten bleibt.

Jeder, der vielleicht in einer Gemeinschaft wohnt, hat es schon erlebt: Sobald sich der Altersdurchschnitt der Bewohner senkt, steigt das Chaos in den Mülltonnen! ALLES wird in die nächste erreichbare Tonne getreten, egal welche Farbe die hat. ALLES!

Von Computer bis Kinderwägen, halbleere Farbeimer und Kleidung alles Unmögliche im Altpapier. Oder Tonnen von Kartons (natürlich nicht zerlegt) im Restmüll. Autoteile und Glas im Biomüll;
Ja und wenn Blech-, bzw. Aludosen endlich mal nicht die Straßenränder, Gärten und Wege verzieren, dann liegen die gerne im Gelben Sack oder der gleichfarbigen Tonne!

Oh, halt! Blech und Plastik ist ja nun erlaubt! „Ab ins Gelbe!“

Es dürfte klar sein, warum: Denn man konnte den ach so tollen, netten, wichtigen und beliebten Menschen dieser neueren „erwachsenen“ Generation nicht zumuten, den Material-Unterschied zu studieren.
Hat auch keiner eine App erfunden, die einem das dödelsicher zeigt. (Außerdem müssen diese Leute grade die Welt retten)

Ob es die alten, hanebüchenen Richtlinien noch gibt, welche bis vor dem 1.1.2023 für den gelben Sack/Tonne galten? Z.B.: „Abfälle keinesfalls reinigen, niemals Becher ineinander stapeln und niemals verschiedene Kunststoffe ineinander stecken“ usw. Vielleicht sind diese völlig logischen und einfachst einzuhaltenden Regeln noch aktiv?

Nur gut, dass so ein Plastiksack so viel aushält, gell. Nie hat schon eine scharfkantige Wurstverpackung ein Loch in die dünne Haut gerissen und daher wird es auch keine noch so gemeine Blechdose schaffen!
Und auch gut, dass man stets eine Palette solcher Gebinde zu Hause hat.

Niederösterreichs apokalyptische Reiter preschen vor

Die Regeln einer ÖVP-DemoDiktatur fallen in NÖ stets auf fruchtbaren Boden, sind hier doch sehr viele Steigbügelhalter der schwarzen Landeskaiser- und Innen zuhause. Sieht man gut an den vielen fleißigen Jungs und Mädels, die vor allem in den Bergdörfern grade gigantische Mikl-Leitner Werbe-Denkmäler errichten und Fahnen hissen.

Ja, es ist eben Wahlkampf für die Landtagswahl 2023 und der „innere Kreis“ der dunklen Seite der Macht tritt mit bahnbrechenden Ideen vor die Presse.
Und wer „wesentliche Erleichterung für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher“ verspricht, dem muss man doch ein Kreuzerl setzen, gell.
So hatten die hochbezahlten „Experten“ leichtes Spiel mit der Masse, welche den Unsinn finanziert.

„Ab ins Gelbe“

Seit 1. Jänner 2023 gibt es also vorerst nur in Niederösterreich neue Richtlinien für die Verpackungssammlung. Alle Verpackungen, außer Glas und Papier, werden seither im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne gesammelt.

Weitere Informationen dazu:

  • www.insgelbe.at (Presserechtlicher Hinweis: Obacht, diese Werbung, insbesondere das Video kann Ihre geistige Gesundheit gefährden!)
  • trennsetter.at (sofern die Seite heuer noch lädt, …)
  • www.umweltverbaende.at glänzen mit weiterhin veralteten Tipps zur Mülltrennung

Mehr Säcke, mehr Abholungen

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Gelber Sack und Gelbe Tonne werden ab sofort mindestens alle vier Wochen abgeholt bzw. entleert.

LAbg. Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände ergänzt: „Die niederösterreichischen Haushalte haben zudem mehr Gelbe Säcke bekommen als bisher. Auf einer Rolle finden sich nun 13 Säcke. Sollten diese nicht reichen, kann man sich für Nachschub mit seiner Gemeinde in Verbindung setzen.“

Und was bringt das?

„Wir rechnen mit einem spürbaren Rückgang der Restmüllmengen“, so Pernkopf und Kasser. Ziel der neuen Sammlung ist es daher, den Anteil an Verpackungsmaterialien im Restmüll zu reduzieren …

Und wie geht es nun weiter?

Werden die blauen Tonnen also bald verschwinden und einer Unmenge an zerrissenen, gelben Säcken, aus denen die Blechdosen kugeln, weichen?
Und wie geht es nach der Abholung weiter? Wenn man den Infos der Verbände glaubt: Genau wie bisher, nur dass das gewerbliche Trennen jetzt weit mehr Aufwand ist …

Quelle
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