Corona: Ehestmögliches Schutzmaskengebot im Handel geplant

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Handelsverband trägt Entscheidung der Bundesregierung mit – Gesundheit steht über allem – Beschaffung der NMS-Masken logistisch herausfordernd wegen Lieferengpässen.

Ehestmöglich – sobald eine ausreichende Versorgung sichergestellt werden kann – gilt im österreichischen Handel ein Maskengebot beim Einkauf, wie die Bundesregierung heute im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet hat.

Die entsprechenden MNS-Masken (Mund- und Nasenschutz; also keine medizinischen Masken) sollen im Eingangsbereich der Geschäfte ausgegeben werden.

“Die Gesundheit der Bevölkerung steht über allem, daher haben wir vollstes Verständnis, dass es ehestmöglich eine Schutzmaskenpflicht braucht. Die heimischen Händler werden weiterhin alles tun, um den bestmöglichen Schutz der Konsumenten sicherstellen zu können. Allerdings stellt die Beschaffung der NMS-Masken die gesamte Branche vor eine große Herausforderung, da es vielerorts weiterhin Lieferengpässe und -verzögerungen gibt, gerade bei derartigen Mengen für die Gesamtbevölkerung. Unseren Schätzungen zufolge benötigen wir mindestens 4 Millionen Masken pro Tag, wenn man von einer einmaligen Verwendung und einem unveränderten Kaufverhalten ausgeht”, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will im Namen des Präsidiums des Handelsverbandes in einer ersten Stellungnahme.

Heimischer Handel bereitet sich vor – Mithilfe der Konsumenten entscheidend

Die MNS-Masken im Handel verhindern zwar keine Corona-Ansteckung, aber sie können zumindest das Risiko reduzieren, dass Menschen während des Einkaufs Viren über die Luft verschleudern. Die Beschaffung und Ausgabe der Masken ist natürlich eine logistische Herausforderung, aber der österreichische Handel bereitet sich bereits bestmöglich darauf vor.

Damit diese Maßnahme die gewünschte Wirkung zeigt, sind jedoch auch die Konsumentinnen und Konsumenten gefordert. “Wir appellieren an alle Verbraucher, dieses Maskengebot beim Einkauf ernst zu nehmen und auch möglichst sparsam mit den Masken umzugehen bzw. diese wiederzuverwenden. So sollten beispielsweise Einkäufe in Gruppen oder als Familie möglichst vermieden werden. Auch das Prinzip ‚Jüngere für Ältere‘ statt ‚Jüngere mit Älteren‘ sollte noch besser gelebt werden”, ist Rainer Will überzeugt.

Der Handelsverband steht hierzu mit der Bundesregierung im laufenden Austausch, um die Maßnahmen im Sinne der Möglichkeiten für alle Händler zu koordinieren.

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