EU: Verlassen jetzt Schulz und Juncker ihr sinkendes Schiff?

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Nach dem Motto „Kapitän zuerst“?
Wenn Schulz geht, will auch Juncker aufgeben!

Im Ringen um den Posten des Präsidenten des Europaparlaments hat sich EU- Kommissionspräsident Jean- Claude Juncker laut einem Medienbericht klar hinter Amtsinhaber Martin Schulz (SPD) gestellt. Im kleinen Kreis habe Juncker sogar mit seinem Rücktritt gedroht, sollte Schulz seinen Posten nicht über Jänner 2017 hinaus behalten dürfen, berichtet „Spiegel Online“. Hintergrund ist das Drängen der konservativen Fraktion im EU- Parlament auf einen Nachfolger aus ihren Reihen. Schulz wiederum wird Interesse an einem Regierungsposten in Deutschland nachgesagt.

Oder steckt gar dahinter, dass Juncker weiß, diese EU ist nicht mehr zu retten? Er hat sie auf die Sandbank geführt und sie droht jetzt zu kentern und zu versinken?

Juncker der Küsser, der auch Schulz immer wieder küsste und umarmte.

EVP: „Schulz hat derzeit keine Mehrheit im Parlament“

Laut dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU), hält die EVP daran fest, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. „Aus jetziger Sicht wird die EVP- Fraktion nicht darauf verzichten“, sagte er laut einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagsausgabe). Dass Schulz Parlamentspräsident bleibe, sei „eher nicht wahrscheinlich“, fügte Brok hinzu. „Ich glaube nicht, dass er derzeit eine Mehrheit hat.“

Wer für die EVP ins Rennen geht, ist allerdings noch unklar. Als mögliche Kandidaten für den Posten des Parlamentspräsidenten werden mehrere Christdemokraten genannt, darunter auch Karas, der sich allerdings diesbezüglich noch nicht festgelegt hat. Als Kandidaten gelten der Franzose Alain Lamassoure, die Irin Maired McGuiness und der slowenische Ex- Premier Lojze Peterle.