Falschbehebungen am Bankomaten – Bezirk Korneuburg

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Eine Angestellte einer Bankfiliale füllte am 18. Oktober 2018 im Stadtgebiet von Stockerau den Geldausgabeautomaten.
Dabei dürfte sie die Fächer für 50-Euro und 20-Euro-Banknoten vertauscht haben.
Bei nachfolgenden Behebungen am öffentlich zugänglichen Bankomaten, kam es entgegen der Eingabe und Abbuchung von 20 Euro zur Auszahlung von 50-Euro-Banknoten. Dieser Umstand dürfte von Kunden beim Beheben ausgenützt worden sein, wobei teilweise durch ständige Eingabe von 20-Euro-Behebungen tatsächlich 50-Euro-Banknoten behoben wurden, bis das Limit erreicht wurde.

Durch die fortlaufenden Bankomatbehebungen soll dem Geldinstitut ein Schaden in der Höhe einer niedrigen fünfstelligen Eurosumme entstanden sein.

Nach umfangreichen Ermittlungen durch Bedienstete der Polizeiinspektionen Stockerau wurden 84 Personen als Beschuldigte zu den missbräuchlichen Bankomatbehebungen ausgeforscht. Sie werden der Staatsanwaltschaft Korneuburg wegen des Vergehens der Unterschlagung angezeigt.

Die Landespolizeidirektion Niederösterreich weißt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass missbräuchliche Behebungen nach falschen Transaktionen am Bankomaten kein Kavaliersdelikt darstellen. Auch die Einbehaltung irrtümlich zurückgebliebenen, vergessenen Bargeldes zieht strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

 

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