Interstellare Botschafter als Chronisten der Menschheit

Wer nach “Interstellar” googelt wird dzt. hauptsächlich auf Ergebnissen zum gleichnamigen SF-Blockbuster “INTERSTELLAR” landen. Welche Aussage steckt in dem Film und sind die wahren Botschafter der Menschheit gar schon dort, im interstellaren Raum?

Da uns so oft die 4. Dimension, namens Zeit knapp wird, daher fängt der Bericht bei einem Ereignis an welches schon ein paar Wochen zurückliegt. Da alles relativ ist und der 10.April 2015 im kosmischen Maßstab keinen Augenblick lang her ist, werden mir die ANTARES Leute wohl verzeihen.

Von St. Pölten bis zum Rand des Sonnensystems

Dr. Werner Gruber | ©: Martin Kainz (Antares)
Der Experimentalphysiker und Science Buster, Dr. Werner Gruber bei einem ANTARES Vereinsabend von dem einzigartigen NASA Projekt der 1977 gestarteten VOYAGER Sonden berichtet. | ©: Martin Kainz (Antares)

Wir beginnen die Spurensuche auf unserer Erde, in einem Gasthof in St. Pölten wo der bekannte Experimentalphysiker und Science Buster, Dr. Werner Gruber bei einem ANTARES Vereinsabend von dem einzigartigen NASA Projekt der 1977 gestarteten VOYAGER Sonden berichtet.
Eines gleich vorweg: Die Voyager´s, zdt. die “Reisenden“, befinden sich bereits ausserhalb unseres Sonnensystems.
Also im interstellaren Raum!

Selten hatte ein Vereinsabend bei ANTARES so viele Leute, aber “kein Wunder wenn man Dr. Werner Gruber ankündigt” meint die Vorsitzende Gabriele Gegenbauer. Und so berichtete er schwungvoll, witzig, unterhaltsam, mit viel Humor, etwas sarkastisch, satirisch und sehr interessant über die “Reise der Voyager Sonden”.

Voyager 1 soll heuer, also um 2015 endgültig die Heliosphäre, den Einflussbereich des Sonnenwindes, endgültig verlassen. Damit ist sie das am weitesten von der Erde entfernte (fast 20 Mrd. Km) von Menschen gebaute Objekt überhaupt.

Golden Record  | <a href="http://pixabay.com/users/WikiImages/">WikiImages</a> / Pixabay
Botschaften an Außerirdische: etwaige intelligente, außerirdische Lebensformen könnten dadurch von der Menschheit erfahren | WikiImages / Pixabay

Mit gemütlichen 61.000 km/h zieht sie nun, vor der Schwesternsonde Nr. 2 hinaus in die Leere und vielleicht findet eines Tages eine andere Spezies diese kleinen Dinger. Falls diese die darin enthaltenen Botschaften versteht, haben sie ein “Navi zur Erde” in den Greifwerkzeugen.
Immerhin ist auf der “Golden Record” die Lage der Sonne in Relation zu 14 Pulsaren drauf dargestellt und sonst auch noch viele Informationen. Von der Frequenz des einfachsten Atoms, dem Wasserstoff bis zu unserem Körpermerkmalen, Musik, usw.
Wenn diese auch noch die Technik haben um uns zu besuchen werden wir ja sehen ob es eine gute Idee war oder nicht.

Jedenfalls sind die langlebigen Objekte (die goldene Schallplatte wird auf ca. 500 Mio. Jahre geschätzt) die Chronisten einer humanoiden Spezies von “Terra”, den 3 Planeten der Sonne “Sol” auch wenn es sie längst nicht mehr gibt…

 

 

Der Film INTERSTELLAR

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skeeze / Pixabay

zeichnet, wie leider so viele Si-Fi Streifen, eine dem Untergang geweihte Erde. Zeigt aber auch einen Weg diese zu verlassen um sich in sehr weit weg eine neue Welt zu bauen. Ob die Berechnungen, Ideen und der Mut ausreichen um allen eine Flucht von der verstaubten, öden Erde zu ermöglichen?

Ich habe den Film ja erst jetzt, in der A1 Videothek gesehen und muss sagen das die, durch Medien sehr hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllt werden konnten.
Die Effekte waren aber ok, wie man es heute von einem Si-Fi Film erwartet, manche physikalischen Messgrößen wurden sogar richtig eingebaut und die Schauspieler agierten sehr gut.

Doch die Szenen in der ein Raumfahrer aus einem Schwarzen Loch entkommt ist völlig aus der nicht vorhandenen Luft gegriffen.
Wobei, die erste Hälfte des fast 170 min langen Films ist aber noch klar geschildert, erzählt vom Aufbruch einiger mutiger Pioniere, von der Reise durch ein Wurmloch (sofern es das gäbe und man es übersteht) und der Ankunft in einer anderen Galaxis. Als man eben überlegt welchen der 12 infrage kommenden Planeten man als neue Heimat erwählen wird kommt es zur ersten Katastrophe.
Und dann beginnt eine wirre Abfolge völlig durchgeknallter Aktionen des ersten, allen vorangegangenen Raumfahrers. Jener wird von der Ikone zum Saboteur an der Mission – dennoch finden sich einige auf der anderen Seite der Zeit wieder und der Held wird zum guten Geist seiner auf Erden verbliebenen Tochter…

FAZIT: Ganz Ok, aber die positive Kritik, das Werk von Regisseur u. Co-Drehbuchschreiber Christopher Nolan würde an dessen Lieblingsfilm, “2001: Odyssee im Weltraum”  heranreichen ist einfach zuviel es Guten. Auch wenn  “INTERSTELLAR” aus diesem und vielen großen Vorlagen abgekupfert hat ist es doch ein paar Lichtjahre von den Story´s rund um HAL und Discovery entfernt. Stanley Kubrik, hat auf Basis der Arthur C. Clarke Romane damit Meisterwerke für die Ewigkeit geschaffen.


 

Solange wir weder technisch noch emotional zu solchen interstellaren Abenteuern bereit sind, sollten wir die momentan einzige Welt besser behandeln. Möglicherweise bleibt sie das noch bis die Voyager-Sonden in der grossen Leere verschwunden sind...

7 Kommentare

  1. Peter sehr gut gschrieben: Trotzdem ich finde ein sehenswerter Film.

    Zeit ist relativ: Was heißt relativ eigentlich: Wenn ich auf jemand warte den ich Liebe vergeht die Zeit oft langsam gerechnet mit einer Stunde. Muss ich zur Arbeit, will noch gemütlich frühstücken ist die Zeit so schnell weg auch gerechnet mit einer Stunde.

    Wartet man auf den Notarzt, er braucht 10 min und wir haben im Kopf das war mindestens 1 Std. Oder ich rede mit einem Freund 1 Std ist vergangen und es kommt mir vor wie 5 min. Relativ eben.

    Zeit gibt es nur durch Anziehung auch dies ist Tatsache, nur durch den Raum etc und viele Faktoren kommen dazu die es schwer ist hier zu beschreiben.

    Schwingung, Wellen, Frequenzen, dass alles hängt mit der Zeit zusammen.

  2. “I am sorry. I am afraid, I can’t do that, Dave…” – 2001 ist Kult, aber ich fand Interstellar durchaus sehenswert, wenn auch etwas lang.

    • Nun, der seltsame, eckige Roboter aus Interstellar war eigentlich noch der mit dem besten Dialogen, gemeinsam mit dem Helden Cooper. Aber an die kultigen Dialoge zwischen HAL und Dave und den anderen kam das nie heran.
      Ansonsten aber überraschte mich Matthew McConaughey in der ungewöhnlich ernsten Rolle die er recht gut spielte. Auch John Lithgow, einer aus “2010 …” war klar der altbewährte Star, wie auch Michael Caine. Der restliche Starauftrieb war eher verzichtbar, den hätten neue Gesichter ev. besser verkörpert.

      “… es ist voller Sterne …” werd ich erst wieder sagen können wenn die Sage wieder in einem Film ist… https://zeitimblick.info/filmjahr-2015-und-weiter/#hal

  3. Markus: Der Peter hat zu hohe Ansprüche an Filmen, deshalb schaue ich oft alleine. Weil er kann meckern wenn ihm ein Film nicht gefallen hat, da vergeht an die Freude. :-)

  4. @ Doris: Du weißt, sobald “emotionale Kompromittierung” in Form von unlogischen, Hormon-gesteuerten Aktionen stören steig ich meist aus. Die technischen Abläufe der stringenten Handlung waren korrekt, die Missionsziele und Faktoren zu deren Erreichung klar umrissen. Selbst die Teilung in Plan “A” und “B” war noch nachvollziehbar. Eine Alternative ist einfach logisch, auch wenn sie vorerst unmenschlich erscheint!
    Doch dann, der unberechenbare menschliche Faktor schlägt zu, alles gerät ausser Kontrolle. Ab dem Punkt wo Lebenwesen in steinzeitliche Muster verfallen (sich prügeln und schreien) da fehlte mir der Plan völlig.

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