Jetzt wird der SPÖ Arbeitsvernichtung vorgeworfen

freeGraphicToday / Pixabay

Der Wirtschaftsbund, wirft der SPÖ Arbeitsvernichtung vor!

Egger ad SPÖ: Von der Arbeiter- zur Arbeitsvernichter-Partei?

Vier-Tage-Woche ist eine weitere Sargnagel-Idee für Österreichs Unternehmen und Arbeitsplätze.

„Der SPÖ Vorschlag zur Vier-Tage-Woche vernichtet Arbeitsplätze, gefährdet unseren Wirtschaftsstandort und unsere Betriebe. Da sind sich unsere Unternehmer quer durch Österreich einig. Dass die SPÖ in dieser wirtschaftlichen Krisenzeit statt Lösungen, sozialistische Träumereien von Vorgestern aufwärmt, deklassiert die ehemals stolze Arbeiterpartei. Eine Vier-Tage-Woche wäre ein Todesstoß für unsere Betriebe“, so WB-Generalsekretär Kurt Egger.

Um Österreichs krisengebeutelte Wirtschaft wieder auf gesunde Beine zu stellen, muss die Liquidität der Unternehmer sichergestellt werden und der Konjunkturmotor ins Laufen kommen. „Unser Ziel muss es sein, nach der Krise besser aufgestellt zu sein als zuvor und im Idealfall den Standort besser zu gestalten als andere. Nur so sichern wir langfristig Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land“, so Egger abschließend.

Prekäre Arbeitsverhältnisse und Forderung nach national verpflichtender Herkunftskennzeichnung sind zwei Paar Schuhe.

COVID-19-Ausbruch inkl. Lohndumping in einigen deutschen Schlachtbetrieben kann nicht politische Begründung für Schwächung der österreichischen Lebensmittelindustrie sein.

  • Jetzt eine nationale Herkunftskennzeichnung für bestimmte Primärzutaten für 2021 zu beschließen, wo einerseits gerade erst seit April 2020 die EU-Vorschriften zur Herkunftskennzeichnung bei Primärzutaten umzusetzen sind und andererseits bereits ab 2022 wiederum neue und zusätzliche EU-Vorgaben für Herkunftsangaben bei Lebensmitteln erlassen werden, grenzt an bürokratische Schikane für die heimische Lebensmittelindustrie
    Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie
    1/3
  • Es kann keine Junktimierung zwischen einem Covid-19-Ausbruch in einigen deutschen Schlachtbetrieben und einer zwingenden, rein nationalen Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten und verpackten Lebensmitteln in Österreich geben. Die Forderung, arbeitsrechtliche Defizite in Deutschland mit lebensmittelrechtlichen Vorgaben in Österreich zu lösen, ist populistisch, sachlich nicht begründbar und strikt abzulehnen
    Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie
    2/3
  • Heuer feiern wir 25 Jahre Binnenmarkt, was uns Wohlstand und eine große Produktvielfalt gebracht hat. Die Basis dafür sind gleiche Spielregeln für alle Marktteilnehmer und keine Schlechterstellung der heimischen Lebensmittelhersteller. Dafür werden wir uns weiter einsetzen.
    Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie
    3/3

Lohndumping, schlechte Arbeitsbedingungen, Untergang jeden Betriebes.

Auch für den Konsumenten nicht gut.

FSG-Mernyi zu Egger: Absolut keine Ahnung von Wirtschaft.

Standortdebatten sind von vorgestern, nach Corona-Krise zählt Aufschwung

„Schade für die ÖVP-Unternehmer, dass innovativen Vorschlägen mit billigen, parteipolitischen Phrasen gekontert wird“, sagt FSG-Bundesgeschäftsführer Willi Mernyi in Reaktion auf eine untergriffige Aussendung des Wirtschaftsbund-Generalsekretärs zu dem Vorschlag der SPÖ, eine vom AMS geförderte 4-Tage-Woche einzuführen, um möglichst vielen Menschen wieder Arbeit zu verschaffen und so die Kaufkraft im Land zu stärken. „Wer jetzt mitten in der Corona-Krise noch nicht verstanden hat, wer letztendlich die Wirtschaft belebt und Arbeitsplätze schafft, sollte keinesfalls für Unternehmen und Betriebe tätig sein“, warnt Mernyi.

„Unternehmen wünschen sich zur Zeit nichts sehnlicher als kaufkräftige KonsumentInnen, die ihnen wieder ordentliche Umsätze bescheren. Das ist überall nachzulesen und das wird kein Unternehmen – allen voran im Handel und im Tourismus – bestreiten. Wer sind aber diese KonsumentInnen?“, fragt Mernyi in Richtung Egger. „Wenn Egger wieder mit der alten Standortdebatte antanzt, sollten die UnternehmerInnen auf ihren Hausverstand vertrauen und erkennen, dass es besser ist, im eigenen Land zu produzieren als vom Ausland abhängig zu sein. Und das betrifft nicht nur Schutzausrüstungen oder Medikamente“, sagt Mernyi. Eine Arbeitszeitverringerung und eine 4-Tage-Woche seien daher das Gebot der Stunde. Damit könne letztendlich auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, so Mernyi abschließend.

Aufschwung von morgen.

„Tiefste Rezession seit Zweitem Weltkrieg“

Die Coronavirus-Pandemie beschert Österreich heuer einen nie da gewesenen Wirtschaftseinbruch von rund sieben Prozent sowie Rekorde bei Arbeitslosenrate und Budgetdefizit von jeweils rund zehn Prozent. Bereits für nächstes Jahr sagen die Prognosen von WIFO und IHS allerdings wieder einen Aufschwung voraus.

 

Quelle