Komm mit mir ins Paradoxienland – der Eintritt kostet den Verstand

Paradoxes findet man überall und nicht alles ist fantastisch sondern real ...
Paradoxes findet man überall doch nicht alles ist fantastisch wie bei Alice im Wunderland, sondern real ... Lilawind / Pixabay

In Abwandlung des wunderbaren PUR Titels möchte ich ein paar paradoxe Dinge aufzählen, die mich besonders bewegen.

Da will ich mal mit dem Klassiker beginnen wonach nicht nur in Absurdistan oder Paradoxien 5% der Leute 95% des Vermögens haben – und umgekehrt. Das weil die 5% es den anderen 95% wegnehmen weil die Mehrheit keinen Gebrauch von der zumindest zahlenmäßigen Überlegenheit macht sondern beim Wahlkreuzerlspiel der einflussreicheren Minderheit in die Hände spielt.

Eigentor

Medien wollen die Armut (ja zeitweise eh auch die in Österreich) aufzeigen

  • doch schießen den wirklich Armen ein Eigentor wenn sie einen Jungen mit 8 Mountainbikes zeigen der ach so arm ist. Wenn sie Leute in wunderschönen Wohnungen zeigen (es sei klar jeden gegönnt!) Aber nicht vergessen das es wirklich Arme gibt die in Substandard hausen müssen, keine Heizung und alles kaputt, schimmelig ist!

Wer Wind sät, wird Sturm ernten

Schlagzeile: Ernte wg. Hochwasser, Hitze usw vernichtet!, Landwirte plärren u. betteln um Subventionen

  • währenddessen müssen die selben 1000e Tonnen Obst u. Gemüse vernichten weil die Sanktionen de EU gegen Russland mehr das eigene Land treffen. Ein neutrales Land das einfach aus Herdentrieb mit der EU bellt.
  • und wir sperren Arme Leute und deren Organisationen den Zugriff zu den ohnehin bald vernichteten Sachen! Es sei sogar rechtlich problematisch „normalen Leuten“ Zutritt zu Feld und Acker zu gewähren damit die sich selbst was ernten können. Man stellt Wachen zu den Müllcontainern damit der Supermarkt 100e Kilo Ware ungestört reinkippen kann, damit die zuvor noch genießbaren Lebensmittel ja nicht in die schmutzigen Hände von Sozialschmarotzern gelangt.

Zivilcourage?

In gewissen Abständen werden Menschen ins Rampenlicht gestellt welche Zivilcourage zeigten – Bravo! Danke dafür! Diese Leute gibts viel zuwenige, grade mal ein Promille ‰ helfen, die anderen stehen und gaffen wenn jemand offensichtlich bedrängt, geschlagen, mißbraucht wird oder sonstwie in Not ist

  • andererseits überhören wir die subtileren Hilferufe welche zB. über Netzwerke, Blogs uä verbreitet werden. Hier gibts kein Lob, keine Orden zu verdienen, niemand bemerkt die Feigheit. Weggeklickt, aus dem Browser, aus dem Sinn! Dafür haben wir ja Therapeuten und sonstige prof. Zuhörer…

Offenbarungseid

Schlagzeile: Das Bundesheer hat kein Geld! Nicht mal mehr für Mannschaftstransporte zur Angelobung im Nachbarort und lässt die Autos verrosten. Bei Katastropheneinsätzen müssen die Bürgermeister der betroffenen Orte die Soldaten demnächst mit dem Traktor abholen

  • nebstbei spenden sie teuerste Gerätschaften in die fernsten Länder…

Kleine und große Gemeinschaften

Politiker sollen loyale, volksnahe Bürgervertreter sein welche die Interessen ihrer Wähler wahren. Wir verlangen das sie die ihnen anvertraute Gemeinde, Stadt oder mehr mit Bedacht und Rücksicht auf die Anliegen einzelner aber auch die der Mehrheit lenken. Kurzum, sie sollen mit sozialer und wirtschaftlicher Kompetenz zum Wohle aller Mitglieder der Kommune arbeiten.

  • jedoch die kleinste Gemeinschaft, die Familie versagt zu oft in diesen Dingen!  Wenn man den prügelnden Familenboss vertuscht, die saufende Mutter übersieht und die deswegen abrutschenden Kids wegsperrt, abstempelt? Was im kleinsten Kreis schon nicht immer funktioniert erwarten wir dann von der großen Gemeinschaft Staat und deren Oberhäuptern?

 

Woran es liegt, dass der Einzelne sich nicht wohl fühlt, obwohl es uns allen so gut geht.“ – Towje Kleiner † 2012

v1: 25. Sep 2014, aktualisiert am 07. Nov. 2017