„LEBERKÄSJUNKIE“ PREMIERE

LEBERKÄSJUNKIE Kinotour AT-PREMIERE
Simon Schwarz und Sebastian Bezzel - das Dreamteam der besten Provinzkrimireihe ever | © zib/PeterS

Bei den Eberhofer gabs schon immer deftige, zur Saison passende Schmankerl: Etwa Winterkartoffelknödel, Grießnockerlsuppe oder heuer Leberkässemmeln – im August. Klar, wenn die Premiere des neuesten bayrischen Provinzkrimis halt im Sommer ist, wird die Oma doch nicht den Herd abstellen, gell?!

Am 1. August startete also die Österreich Premiere des 6. Eberhofer Buches und alle Fans kamen ins Cineplexx im Donauzentrum. Denn vier Stars und die Autorin besuchten das Wiener Kino im Rahmen der Kinotour. Sebastian Bezzel (Franz Eberhofer), Simon Schwarz (Rudi Birkenberger), Daniel Christensen (Heizungspfuscher Flötzinger) und Lisa Maria Potthoff (Susi) schritten gemeinsam mit Erfolgsautorin Rita Falk über den roten Teppich. Ebenso touren sie noch durch 7 weitere Kinos in Österreich, bevor es wieder zu den vielen Events nach Deutschland geht.

Dorfpolizist Franz Eberhofer stand ja schon lange im Verdacht, ein „LEBERKÄSJUNKIE“ zu sein. Man erinnere sich an die öfters  zelebrierten Brotzeiten mit liebevollen Senf-Verzierungen am Leberkäs – der natürlich nur vom Simmerl und im reschen Semmerl am besten schmeckt.
Doch nun kommt noch ein Delikt hinzu: Der Doktor kommt mit einer gefährlichen Drohung gegen den Franz daher: „Schluss mit Leberkäs, des is pures Gift für sie!

Wie gefährlich es werden kann, erleben wir als der Eberhofer während brandaktueller Ermittlung zusammenbricht. Es ist aber nicht der Anblick einer gut durchgerösteten Brandleiche, sondern sein schlimmster Feind ever: Cholesterin.
Doch der Franz denkt nicht daran, Diät zu halten und toppt seinen guten Appetit mit einem Fressgelage und einem 10 cm dicken Leberkäse …

Söhnchen Paul: Ganz der Papa

Ein Star des Films, der nicht mit zur Premiere kam, ist Söhnchen Paul (1), der ganz wie der Papa am besten bei tierisch lauter Rockmusik entspannt und auch ansonsten mit einem Grinsen und ein paar Lauten alle an die Wand spielt. Sogar Ludwig. Die anderen agieren wieder gewohnt, füllen ihre Rollen perfekt aus. Nur Franz´ Bruder Leopold überrascht plötzlich als überdrehter Demo-Anführer!

Die Handlung selbst ist wieder eine Mixtur aus Verbrechen, lokaler Milieustudie und  Beziehungsstress. Diese Anstrengungen spült man halt mit reichlich Bier runter und stopft sich trotz ärztlichen Verbots mit allerlei ungesunden Zeug voll. Klar, wenn Oma neuerdings den Komposthaufen serviert, muss man ja in Richtung Hot-Dog Stand oder Gasthaus flüchten.

Ansonsten werden in einer kurzen Passage ernste Töne angeschlagen, weil eine alte Familienangelegenheit zutage kommt. Eine Sache, die sich nicht in Bier auflösen lässt, sondern klare nüchterne Worte erfordert.
Ernst und sogar lebensgefährlich wird es aber auch während der Arbeit, denn wegen Franz` („Kondition wie ein 70 jähriger“ (O-Ton Doc)) bahnt sich eine Katastrophe zum Showdown an … (Mehr zum Film selbst schrieb ich hier)

Dreamteam vor und hinter der Kamera

Ich glaube, diesmal gelang dem bewährten Filmteam die beste Verfilmung der genialen Rita Falk– Romane rund um das Ermittler-Dreamteam Eberhofer und Birkenberger! Ich kenne zwar das Buch noch nicht und trotz des Wissens, das die Bücher meist noch viel mehr Facetten haben, die im Film nicht immer raus kommen, wird „LEBERKÄSJUNKIE“ alle Rekorde sprengen.

Meine wichtigste Frage an die vielfache Bestseller-Autorin Rita Falk war eben, „warum es solche Unterschiede zwischen Buch und Film gibt?“ Kenner nennen da oft „Sauerkrautkoma“ wo ja etliche Handlungsebenen im Film nicht mehr auftauchten, dafür war der Bürgermeister plötzlich Verdächtiger. Dafür wurden pikante Affären ausgelassen, usw.
Rita Falk dazu: „In den Büchern habe ich viel Zeit, alles fein herauszuarbeiten„. Es haben im Buch viel mehr Handlungsstränge Platz, im Film geht das nicht so.

Wertschätzung für die Schöpferin von Niederkaltenkirchen

Was ich am Marketing von CONSTANTIN FILM und bei der Eberhofer Reihe so mag, ist die hohe Wertschätzung für jene, ohne die es keinen Franz, Rudi, den kiffenden Papa und nicht mal die Oma gäbe: Die Autorin! Denn alles entsteht erstmal aus den Gedanken, das weiß man seit der Unendlichen Geschichte. Hier ist die Schöpferin von ganz Niederkaltenkirchen samt Wahrzeichen „Franz Eberhofer Kreisel“ immer mit dabei.

Das Cineplexx Kino im riesigen Donauplex wurde schon lange vor der Premiere von unzähligen Fans belagert. Vor dem Saal 7 war der rote Teppich ausgerollt, dort wurden die Stars erwartet. Doch ohne Presseausweis wäre es wahrscheinlich unmöglich gewesen, bis zur Fotowand durchzukommen. Als die Stars endlich kamen reckten 1000e Arme ebenso viele Handys hoch und knipsten was die Dinger hergeben.

Im Pressecorner ging es professioneller zu, doch auch da zählt die beste Position vor den Stars. Und hier kommt es halt doch auf die Größe an, gell. Also ich meine die der Geräte. Also die Fotoapparate mein ich! zefix! Echt: Wie immer ducken sich selbst die mit den wuchtigen SLR-Kameras vor den großen Filmcams und den baumlangen Kerlen, die damit unterwegs sind.

Abspann

Danke an die gesamte Organisation und den Darstellern für den tollen Abend. Besonders danke ich Frau Falk für das Interview und das Autogramm ins neue Buch „LEBERKÄSJUNKIE“.

Stab und Besetzung

Niederkaltenkirchen bleibt von dem gewohnt schrulligen Ensemble bevölkert: Darsteller Dreamteam Eberhofer-Birkenberger, Sebastian Bezzel und Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff als Susi, sowie Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Gerhard Wittmann, Sigi Zimmerschied, Stephan Zinner, Daniel  Christensen und Max Schmidt sind wieder mit von der Partie.

Neben den weiteren beliebten Schauspielern aus dem Eberhofer-Kosmos sind die Episodenhauptrollen mit Eva Mattes, Robert Stadlober, Manuel Rubey und Anica Dobra prominent besetzt. Buengo-Darsteller Castro Dokyi Affum spielt erstmals eine größere Rolle.
Für Gastrollen konnten Michael Ostrowski, Harry G. sowie Klaus Augenthaler und Christian Steiffen gewonnen werden.

Neben Regisseur Ed Herzog und Produzentin Kerstin Schmidbauer waren auch wieder die Co-Produzentinnen Stephanie Heckner (BR), Katja Kirchen (ARD Degeto) und Christine Strobl (ARD Degeto) an der Produktion beteiligt. Das Drehbuch schrieben Stefan Betz und Ed Herzog nach dem Roman von Rita Falk.