Lernhilfeeinrichtungen in NÖ massiv von Kürzungen betroffen

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Lernhilfeeinrichtungen in NÖ massiv von Kürzungen betroffen – Schließungen stehen im Raum.

Grüner Bildungssprecher Georg Ecker mit Anfrage an Landesrätin Teschl-Hofmeister

In Medien wurde von Kürzungen bis hin zu geplanten Schließungen dieser wichtigen Einrichtungen berichtet.
Der Grüne NÖ Bildungssprecher Georg Ecker stellt deshalb eine Anfrage an die zuständige Landesrätin Teschl-Hofmeister: „Es braucht eine rasche Aufklärung und Unterstützung für die Einrichtungen wie Lerncafes und Lerntafeln in unserem Bundesland.
Sie erfüllten eine wichtige Funktion, um z.B. auch Kindern mit schwierigen finanziellem Hintergrund die Möglichkeit einer guten Förderung von Kompetenzen wie Schreiben, Lesen und Rechnen zu bieten. Damit erhalten die Kinder ein Rüstzeug für bessere Zukunftschancen.“

Eine derartige Unterstützung wirkt sich nachhaltig positiv auf die Gesellschaft aus und beeinflusst spätere Chancen in Bereich der Ausbildung und damit erhöht diese auch die Jobchancen junger Menschen. Zudem werden Kinder mit Migrationshintergrund beim Spracherwerb unterstützt. „Aufgrund dieser umfangreichen positiven Auswirkungen dieser Einrichtungen muss es eigentlich im Interesse des Landes Niederösterreich sein, derartige Einrichtungen auch weiterhin zu unterstützten“, appelliert Georg Ecker an die NÖ Landesregierung.

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Cox/JETZT: Langzeitfolgen von Deutschförderklassen noch nicht absehbar.

„Wenn Minister Faßmann glaubt, dass durch die heute veröffentlichten Zahlen alle Zweifel an den Deutschförderklassen weggewischt wären, dann liegt er falsch.
Wir haben von Anfang an diese segregierende Deutschförderung abgelehnt, weil die Kinder dadurch stigmatisiert und ausgeschlossen werden“, kritisiert Stephanie Cox, Bildungssprecherin von JETZT, und fordert: „Es wäre wichtig, auch darauf zu achten, wie es den Kindern in den Deutschförderklassen und vor allem bei der Rückkehr in ihre Stammklassen geht.“

„Es ist erfreulich, dass nach einem Semester 15 Prozent der Kinder in ihre Stammklasse gegangen sind. Das bedeutet aber auch, dass 85 Prozent mindestens ein Jahr in ihrer Schullaufbahn verlieren, weil sie dann ab dem nächsten Jahr wieder eine andere Stammklasse haben. Viele der Kinder werden sogar zwei Schuljahre verlieren und dann als 8-jährige in die erste Klasse gehen. Ich bin gespannt, welche Folgen das für die Integration der Kinder in den Klassenverband hat“, sagt Cox und fordert, dass man nicht nur die Zahlen betrachtet, sondern dass es auch eine Evaluation zur sozialen Integration der Kinder gibt.

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