Löger greift Pensionssystem an – Menschen sollen sich privat absichern

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Das lässt die Wogen hochgehen, nicht nur bei der Opposition.

So eine Aussage sei eine Frechheit, meinen viele.

In einem KURIER Interview soll Löger gesagt haben: Der Staat würde den Arbeitnehmern nach 40 Jahren Arbeit nicht auf Dauer ausreichende Pensionen zahlen können, meint er. Die Österreicher sollen auf private Vorsorge setzen. Doch Löger verunsichert die Arbeitnehmer völlig umsonst: Denn die Ausgaben für Pensionen sind seit Jahren stabil. Und das Pensionssystem ist Vorbild für Deutschland.

Die SPÖ lässt alle Warnsignale läuten.

Muchitsch warnt: „ÖVP/FPÖ-Regierung will Pensionen kürzen und Menschen in teure private Vorsorge drängen”

ÖVP-Finanzminister diffamiert staatliche Pension als unfinanzierbar und bewirbt private Vorsorge – “Löger agiert als Versicherungslobbyist“ ÖVP-Finanzminister diffamiert staatliche Pension als unfinanzierbar und bewirbt private Vorsorge – “Löger aAls „entlarvend“ bezeichnet SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch die Aussagen von ÖVP-Finanzminister Löger im gestrigen „Kurier“, wonach er die staatliche Pension für unfinanzierbar hält und der privaten Vorsorge das Wort redet.

„Die schwarz-blauen Pläne liegen am Tisch: Sie wollen das Pensionsalter erhöhen und die Pensionen kürzen“, so Muchitsch zu Löger, der hier „nicht als Finanzminister im Sinne der Bevölkerung arbeitet, sondern eindeutig als Lobbyist für die Versicherungswirtschaft agiert“.
Somit gehe die schwarz-blaue Privatisierung des gut funktionierenden Sozialsystems weiter: Neben der Gesundheitsversorgung kommt jetzt die Alterssicherung der Österreicherinnen und Österreicher unter die Räder. „Hände weg von den Pensionen. Mit Pensionen spekuliert man nicht auf Finanzmärkten“, so Muchitsch.giert als Versicherungslobbyist“

„Die Unfinanzierbarkeit der Pensionen ist eine vorgeschobene schwarz-blaue Mär, denn das österreichische Pensionssystem steht gut da: So werden für den Zeitraum von 2016 bis 2020 vom Staat insgesamt vier Milliarden weniger für das Pensionssystem ausgegeben als erwartet“, betonte Muchitsch.

Eine Erhöhung des Pensionsalters hätte fatale Folgen, so Muchitsch: „Nur drei von fünf Menschen gehen aus dem Job in die Pension. Alle anderen gehen aus der Arbeitslosigkeit oder dem Krankenstand in die Pension, besonders sind Frauen betroffen und alle, die körperlich schwer arbeiten. Menschen über 50 haben es besonders schwer wieder einen Arbeitsplatz zu finden, und die schwarz-blaue Regierung macht es älteren Arbeitslosen immer schwieriger, indem man auch noch die Aktion 20.000 und den Job-Bonus gestrichen hat.“

„Wer 40 Jahre gearbeitet und ins Sozialsystem eingezahlt hat, verdient sich eine gute Altersversorgung. Schauen Sie doch in andere Staaten: Deutschland beneidet uns um unser staatliches Pensionssystem, dort wurde mit der sogenannten Riester-Rente auf private Vorsorge gesetzt. Viele Arbeitnehmerinnen können sich aber eine private Vorsorge nicht leisten und es bleibt ihnen im Alter sehr wenig Pension übrig. Wir wollen das in Österreich nicht, mit Pensionen spekuliert man nicht“, betont der SPÖ-Sozialsprecher abschließend.

 

 

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