Tirol: Fünfach Mörder bekam Lebenslänglich – nicht rechtskräftig

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Was heißt dies nun?
Es heißt, der Fall kann neu aufgerollt werden und jeder Zeit wiederrufen.

Dann muss die ganze Sache, neu aufgerollt werden.

Bleibt es bei dem Urteil, kann der Täter nach 10 Jahren in Freiheit entlassen werden, nach fünf Jahren, hat er die ersten Ausgänge, Hafturlaub etc.

Das Magazin von Martina Prewein, gibt auch hier sehr gut Aufschluss.

Hafturlaub, das Netz gibt auch hier sehr gut Aufschluss.

Nach spätestens 15 Jahren, kann ein Lebenslänglicher frei kommen. Lebenslang heißt in Österreich rund 20 Jahre.

Jetzt ist der fünf –  fach Mörder, 25 Jahre, als mit 45 ist er dann frei. Seine Mutter finanziert ihn einstweilen ein Medizinstudium in Haft. Natürlich hilft es auch hier, von der Haft immer wieder frei, zu bekommen, oder könnte helfen.

oe24: Mutter des fünf –  fach Mörder Tirol, finanziert Sohn Medizinstudium.

Tötungsplan
In diesem Moment muss der damals 25-Jährige, der aus soliden Verhältnissen stammt und laut psychiatrischem Gutachten gesund und durchschnittlich intelligent ist (siehe Kasten), den Entschluss gefasst haben, die Familie zu ­töten. Er fährt heim, holt sich die Pistole vom Typ Walther PPQ 9 mm seines Bruders, zwei volle Magazine und zusätzlich 20 Schuss Munition. Andreas E. fährt zurück. Was dann geschieht, gleicht einem Amoklauf: Der Angeklagte erschießt Rupert H. (59), dann Kevin, Nadines Mutter Andrea (53), Nadine und schließlich Florian. Die Opfer sterben durch teils auf­gesetzte Kopfschüsse. Eine Hinrichtung aus Verlustangst.

Täter studiert im Gefängnis
Die Autokennzeichen sind abmontiert, die Fensterscheiben verstaubt. In der Einfahrt des Kitzbüheler Familienhauses erinnern eine Kerze und eine kleine Engelsfigur an das Verbrechen vom 6. Oktober 2019, das den Nobelskiort in eine Schockstarre verfallen ließ. Der mutmaßliche Täter Andreas E. sitzt in der Justizanstalt Innsbruck in U-Haft und musste sich in psychiatrische Behandlung begeben.
Petra Pabst ist Geschäftsfrau in Kitzbühel: „Seine Mutter ermöglichte ihm, ein Studium zu starten.
Er wird sicher als geläuterter Mensch herausgehen. Was soll sonst aus ihm werden nach dem Absitzen der Strafe? Er ist ein armer Narr.“

Schreiben wir sicherheitshalber, es gilt die Unschuldsvermutung.

532 Mörder kamen seit 2000 vorzeitig aus dem Gefängnis, Perspektive dämpft Gewaltpotenzial.

532 Mörder wurden in den vergangenen 15 Jahren in Österreich vorzeitig bedingt aus der Strafhaft entlassen. Viele von ihnen aus lebenslangem Freiheitsentzug. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Christian Lausch durch das Justizministerium hervor.

Im Magazin VERBRECHEN von Martina Prewein sprechen zwei von ihnen persönlich. Auch wie es ihnen heute geht!

Lebenslange Haftstrafe dauert im Schnitt 20 Jahre

Fünffachmord in Kitzbühel: Lebenslange Haft!

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Wahrspruch der Geschworenen fiel einstimmig aus. Die Richterin begründete das Urteil mit der „besonders kaltblütigen und heimtückischen“ Art der Tat, da die Opfer teilweise in ihren Betten überrascht und erschossen wurden. So war laut der Richterin trotz des reumütigen Geständnisses, der Selbststellung und des bisher ordentlichen Lebenswandels eine lebenslängliche Haft zu verhängen.

Laut der Psychiaterin Adelheid Kastner war der Angeklagte zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Er dürfte etwa 0,83 Promille gehabt haben, wodurch auch eine alkoholbedingte Beeinträchtigung ausgeschlossen werden könne. Der Beschuldigte habe jedoch ein „ausgeprägtes Bedürfnis, seinen Platz bei jemanden zu finden“, erklärte Kastner. Die Beziehung zu seiner Ex-Freundin sei einer der wesentlichsten stabilisierenden Faktoren in seinem Leben gewesen.

Dieser Mann, Täter, wird von Psychiaterin als völlig normal dargestellt?

„Er ist völlig normal“
Als er dann von der 19-Jährigen und ihrer Familie abgewiesen wurde, sei sein gesamtes Beziehungsgeflecht zusammengebrochen. Dennoch habe der Angeklagte gewusst, was er tut, und er hätte anders handeln können. „Er ist völlig normal. Es gibt keine psychiatrische Diagnose und das mag vielleicht für viele das Erschreckendste sein“, sagte die Psychiaterin. Sie meinte trotzdem, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass er nochmals eine derartige Tat begehen würde.