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Entminungsdienst beseitigte 400 Kilogramm Weltkriegsmunition in den Karnischen Alpen

OpenClipartVectors / Pixabay
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Experten rücken österreichweit mehr als tausendmal pro Jahr aus

Der Entminungsdienst des Verteidigungsministeriums war ab Montag, den 10. August, zwei Wochen lang in Südwest-Kärnten im Einsatz. Die Experten entfernten etwa 400 Kilo Kriegsrelikte im ehemaligen österreichisch-italienischen Frontgebiet des Ersten Weltkrieges. Nach wie vor werden dort Kampfmittel und Bombenblindgänger aus dem Ersten Weltkrieg gefunden. Ziel dieses Einsatzes war es, die Sicherheit am Berg zu gewährleisten.

„Für Wanderer sind diese Kriegsrelikte ungefährlich, sofern der Fund vor Ort belassen und nicht berührt wird. Es besteht keine direkte Gefahr, denn diese Granaten liegen bereits seit 100 Jahren dort. Gefährlich ist nur das unsachgemäße Hantieren mit solchen Kriegsrelikten“, so Wolfgang Korner, Leiter des Entminungsdienstes.

Gefundenes Material muss bei der nächsten Polizeiinspektion gemeldet werden. Mitarbeiter des Entminungsdienstes begeben sich dann unverzüglich zur Fundstelle und identifizieren das gefundene Kriegsrelikt. Gefährliche Munition, die nicht transportiert werden kann, wird vor Ort vernichtet. Die Spezialisten führten bei dem Einsatz in Kärnten insgesamt drei Sprengungen durch.

Unter den Funden waren 188 kg Stabbrandbomben am Großvenediger in den Hohen Tauern und weitere 216,5 kg diverser Kriegsrelikte. Da die gemeldeten Funde oft in über 2.000 Metern Seehöhe zu finden waren, unterstützten „Alouette“-Hubschrauber des Bundesheeres sowie ein Hubschrauber des Innenministeriums die Bergung der Kriegsmunition. Der höchste Fund lag auf 2.400 Metern.

Die Experten rücken österreichweit mehr als tausendmal pro Jahr aus, davon rund 50 Mal in Kärnten. Seit 1. Jänner 2013 ist der Entminungsdienst Teil des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport und hat seine Dienststelle in Wien mit Außenstellen in Graz und in Linz-Hörsching.

 

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