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Festnahme nach Opferstockdiebstahl in Fischamend/Bezirk Wien-Umgebung

Antranias / Pixabay
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Am 30. Dezember 2015, gegen 11.00 Uhr nahm eine Polizeistreife der Polizeiinspektion Fischamend im Ortsgebiet von Fischamend, Bezirk Wien Umgebung, in der Nähe der Dorfkirche Fischamend, ein Kfz mit bulgarischem Kennzeichen wahr. Den Polizisten schien, als ob der 36-jährige bulgarische Lenker auf dem Rücksitz etwas zu verstecken bzw. zu verstauen versuchte. Deshalb wurde eine Personen- und Kfz-Kontrolle durchgeführt. Dabei manipulierte der bulgarische Staatsbürger an der Ablage der Fahrertür und versuchte mit seinem Handy mehrmals Telefonate abzusetzen. Nur kurze Zeit später schlenderten zwei weitere bulgarische Staatsbürger, ein 42-jähriger Mann und eine 39-jährige Frau, vom Friedhof Richtung Kontrollort. Auch sie wurden von den Polizisten angehalten. Nur kurz später kam ein 47-jähriger Bulgare ebenso vom Friedhof, wechselte beim Ansichtigwerden der Polizei die Straßenseite und ging am Kontrollort vorbei. Auch er wurde angehalten. Der 47-jährige Bulgare führte eine größere Menge Münzgeld sowie einschlägiges, manipuliertes Werkzeug für Opferstock-Diebstähle mit sich.
Im Fahrzeug befanden sich mehrere Behälter mit einer großen Zahl von Münzgeld sowie eine geringe Zahl von Banknoten verschiedenster Währungen. Weiter eine größere Anzahl von liturgischen Gebrauchsgegenständen (Kerzenhalterungen, Heiligenplaketten, 1 großes Opferlamm etc.) und eine große Anzahl von Werkzeugen (ua 1 neuer Bolzenschneider und 1 Schraubenzieher-Mikrokit), sowie eine
Vielzahl von Taschenlampen verschiedenster Größe. In der Fahrertür befanden sich 1 Taschenlampe mit integriertem Hochleistungs- Elektro-Schocker, mehrere Taschenlampen und 1 Teleskopschlagstock aus Stahl.
Alle vier Verdächtigen wurden auf Grund des Verdachtes des gewerbsmäßigen Opferstockeinbruchdiebstahles, dem Verdacht des Besitzes von verbotenen Waffen und dem Verdacht der Unterschlagung (Fund einer Namensplakette in einem Rucksack) festgenommen.
Bei der Durchsuchung der Personen wurden bei dem 47-Jährigen weitere Einbruchswerkzeuge in der Jacke und unter dem Gürtel gefunden.
Im Kfz wurden eine Vielzahl von Klebebändern, doppelseitig, teilweise maßgerecht zugeschnitten und Kabelbinder, sowie unter dem Rücksitz weitere Werkzeuge und zwei abgetrennte Gummischlauchstücke sichergestellt.
Die Geschädigte bezüglich der Unterschlagung bzw. deren erziehungsberechtigte Mutter, gab an, dass ihre Tochter den Rucksack am 24. Dezember 2015 in der Kirche Zeiselmauer, Bezirk Tulln, vergessen habe und dieser danach nicht mehr auffindbar gewesen sei.

Die Beschuldigten zeigten sich nicht geständig. Bezüglich der verbotenen Waffen gab der 37-jährige Bulgare an, dass er diese via Internet in Bulgarien gekauft hätte und der Meinung sei, dass diese in Österreich erlaubt seien. Er hätte sie zur Selbstverteidigung mitgeführt.
Der 47-jährige Bulgare gab an, dass der unterschlagene Rucksack ihm gehöre und er diesen aus Bulgarien mitgenommen hätte. Er ist wegen Diebstahls in Österreich bereits einschlägig vorbestraft.
Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete die Einlieferung der vier Beschuldigten in die Justizanstalt Korneuburg an.
Weitere Erhebungen hinsichtlich weiterer Tatorte (bundesweit) sind erforderlich und werden durchgeführt.

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