Hat Wien eine Parkplatz-Mafia? [Teil 2]

Betroffene berichten von unglaublichen Mafia Methoden!

Parkgarage Jederzeit kann ein Parkplatz-Mafioso auftauchen ... inproperstyle / Pixabay

Dies ist die Fortsetzung Artikels über die Zustände der Wiener Parkraum-Bewirtschaftung und den Rot-Grünen Hintergründen – Lesen sie hier wie man trotz rechtzeitig gelösten und ordnungsgemäß hinterlegten Ticket auch mal mit 1000,- € Strafe rechnen kann!

Trotz  Ticket 1000,- € Strafe

Die durch diese Abzocker betriebenen Parkflächen erkennt man daran, dass man sie nicht gleich als Gebührenpflichtig erkennt. Da werden etwa Tafeln gut versteckt, die Schranken einladend offen gelassen und etwaige Ticket-Automaten bzw. Verkaufsstellen weit entfernt platziert. *

Hat man endlich eine Kassa entdeckt, funktioniert die vielleicht nicht – was sich aber nie beweisen lässt. Wer dann doch ein Ticket erlangt – stellt bei der Rückkehr zum Auto fest das dort bereits ein „Strafzettel“ klebt! Die Strafe kann bloß 40,- € sein, aber meist mehr.

Meistens flattert den Zulassungsbesitzern später eine Besitzstörungsklage ins Haus, meist mit einer sog. „strafbewehrten“ Unterlassungserklärung. Die ist zu unterfertigen und mit 175,- € zu begleichen. Andernfalls wird die Besitzstörung bei Gericht angezeigt.

Doch wer dies mit der Unterlassungserklärung erledigt hat, ist noch lange nicht sicher – denn viele berichten davon, dass sie dennoch vor Gericht gezerrt werden! Hier fallen dem Parkplatz-Syndikat etliche „Anklagepunkte“ ein.
Dies geht von simplen verneinen des (belegten) Zahlungseingangs über verschwundene Unterlassungserklärungen bis zu erfundenen, nachträglich hinzu geschriebenen Bedingungen gegen die der Sünder verstoßen hätte.

UND: Manche werden sofort angezeigt u. mit Mahnklage uä. bedroht, andere bekommen gleich mehrere Strafen im Abstand von wenigen Minuten und solche Fälle summieren sich schnell auf 1000,- € !

Den Parkplatz -Wächtern entgeht nichts

Jene lauern jedem Autofahrer auf, sobald einer sein Fahrzeug verlässt (um zb. ein Ticket zu kaufen) wird innerhalb von Sekunden der Strafzettel ausgestellt.
Manche berichten gar davon, dass sie im Wagen blieben und dennoch abgezockt wurden. Sie verließen den Parkplatz ohne aus zu steigen nach Minuten und trotzdem wurde geklagt.  Das Personal fotografiert ohnehin alle, und jene wo der Fahrer drinnen bleibt eben in einen Winkel der das Auto leer erscheinen lässt.

Und hüten sie sich davor, einen der Parkwächter anzusprechen. Denn jede Auskunft ist falsch, dient nur der Abzocke! Manche fragen die „ob es eh nix macht wenn das Auto 2 Minuten da steht – bin gleich da …“ uä.  Der wird nichts dagegen haben – zückt aber schon die Kamera und den Strafzettel-Block.

Öffis nehmen?

Das Parkplatz- u. Verkehrschaos hat meistens den Ursprung in den Rot-Grünen Politikerköpfen, deren Ziel die Verbannung des Individualverkehrs ist. Klar, weniger Autos = bessere Luft, weniger Lärm, weniger Feinstaub usw. Doch solange es selbst in Wien mit dem Öffi 30 x länger zum Ziel dauert als mit dem Auto – solange werden die Leute selbst fahren.

Dazu kommt, dass man nicht nur in Wien glaubt, alle diese Probleme ließen sich mit dem Vernichten von Parkplätzen(!), dem reduzieren wichtiger Fahrspuren, perversen Tempolimits, unendlichen verbreitern von Fahrradwegen u. Gehsteigen und Schikanen lösen.

Solche Missstände sind nicht die Regel, aber hinzu kommt dass wenn ein Pendler dann doch in den Zug, Bus oä. umsteigen will – findet er wieder keinen Parkplatz. Schon beginnt die Misere von vorne. Denn auch Bahnhofs-Parkplätze werden entweder direkt von der MA 28 verwaltet oder an die erwähnten Parkplatz-Firmen ausgelagert.

Das Letzte

Schließlich muss man noch erwähnen, dass diese Zustände auch den Unternehmern schaden, deren Parkplätze von diesen Parkplatz-Syndikat bewirtschaftet werden. Viele Menschen schreiben sich hier ihren Unmut von der Seele, beschimpfen dabei aber auch Unternehmer die nichts dafür können. Denn oft ist der Parkplatz nicht im Besitz oder Pacht des Unternehmens sondern eben der Stadt.

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* ) Es gilt für alle Verdachtsmomente und Zuweisung zu berüchtigten Vorbildern, die Unschuldsvermutung …

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