Italien und Bayern helfen mit Löschflugzeugen und -hubschraubern bei Waldbrand

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Rax: Es wird jeden Tag schlimmer: Mittlerweile sind auch Löschflugzeuge aus Italien und Bayern dabei zu helfen.

Flugzeuge mit 7.000 Litern Löschkapazität – Löschwasser soll aus Donau genommen werden – Nehammer und Pernkopf danken italienischen und bayerischen Behörden sowie Einsatzkräften

Für die mehr als 750 Einsatzkräfte in Hirschwang an der Rax gibt es im Kampf gegen den verheerenden Waldbrand nun Hilfe aus dem Ausland. Italien will noch heute zwei Löschflugzeuge des Typs Canadair und Bayern zwei Hubschrauber schicken. Das Innenministerium hat als zentrale Koordinationsstelle im staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagement um entsprechendes Fluggerät in den Nachbarstaaten angefragt.

„Italien hat sich sofort bereit erklärt, zwei Löschflugzeuge zu schicken. Auch Deutschland hat zwei Hubschrauber angeboten. Hier zeigt sich einmal mehr, wie gut die europäische Solidarität bei Naturkatastrophen funktioniert“, sagt Innenminister Karl Nehammer. „Die Flugzeuge mit einem Fassungsvolumen von knapp 7.000 Litern Löschwasser und die Hubschrauber werden im Lauf des heutigen Nachmittages erwartet und bleiben solange in Niederösterreich, wie es notwendig ist.“

„Das Bundesheer unterstützt auch in dieser Krisensituation, als strategische Reserve der Republik, mit den erforderlichen Mitteln aus der Luft, um gemeinsam, mit den Einsatzkräften der Feuerwehr am Boden, bei der Bekämpfung des Waldbrandes bestmöglich zusammen zu wirken“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. „Mit unserer Erfahrung im Umgang mit internationalen Einsatzkräften werden wir bei diesem Kampf für bestmögliche Einbindung und Koordinierung der Hilfe aus Italien und Deutschland sorgen.“

„Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Niederösterreich und dem Innenministerium funktioniert seit Beginn der Waldbrände reibungslos“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf. „Die zahlreichen Übungen, aber auch die kooperative Arbeitsweise bei früheren Anlassfällen, sind ein Garant dafür. Durch die internationale Unterstützung sind wir für die nächsten Tage gut vorbereitet.“

„Wir müssen für die nächsten Tage die Kräfte noch einmal bündeln und alle Anstrengungen unternehmen um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Einsatz von Löschflugzeugen wird dabei ein wichtiger Faktor sein“, so Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.

Geplant ist, dass die beiden Flugzeuge das Löschwasser aus der neuen Donau in Wien aufnehmen. Außerdem haben Deutschland und Italien schwere Hubschrauber angeboten; ein Einsatz wird derzeit noch geprüft.

Vier Hubschrauber und zwei Drohnen des Innenministeriums im Einsatz

Seit Montag stehen vier Hubschrauber und zwei Drohnen der Flugpolizei des Innenministeriums bei den Löscharbeiten im Einsatz. Neben Löschflügen unterstützt die Flugpolizei auch bei Personen- und Lasttransporten sowie Aufklärungsflügen. „Wir werden alles unternehmen, um die Feuerwehrleute tatkräftig zu unterstützen“, betont Nehammer. „Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte funktioniert reibungslos. Ich danke allen Angehörigen der Blaulichtfamilie für ihren unermüdlichen Einsatz.“

Das Bundesheer unterstützt seit Beginn des Einsatzes mit täglich bis zu sechs Hubschraubern bei der Bekämpfung der Waldbrände. Mit heute sind zwei Black Hawk S70, zwei Augusta Bell 212 und zwei Alouette III im Einsatz. Damit können täglich bis zu 250 Löschflüge mit rund 500.000 Litern Wasser durchgeführt werden.

Das Bundesheer übernimmt mit der Flugtechnischen-Einsatzleitung auch die Koordinierung des Luftraumes über dem Waldbrandgebiet mit den italienischen und deutschen Löschflugzeugen bzw. Hubschraubern.

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