Während man im Bezirk Mödling brav zu den Tests geht – kommen Flüchtlinge samt Schlepper

Foto:pixabay,zib

Es ist wieder geschehen: Polizeialarm rund um Flüchtlinge in Bezirk Mödling und darüber hinaus.

Während die Einheimischen sich um die Coronatests anstellen, dem Impfen entgegenfiebern, kommen Flüchtlinge samt Schlepper und es werden täglich mehr.

oe24: Geschäfte der Schlepper blühen in Coronazeiten.

Quelle, Zitat, Kronen Zeitung:

Bezirk Mödling: Mehrere Flüchtlinge aufgegriffen

Schon wieder! Die Polizei griff am Freitag im niederösterreichischen Bezirk Mödling mehrere Flüchtlinge auf. Nachdem erst in der Nacht auf Donnerstag sieben Syrer samt Schlepper in Wiener Neudorf gestellt wurden, kam es diesmal in Maria Enzersdorf und der Hinterbrühl zum Einsatz.

Aber auch anderswo in Österreich geht es rund. Und da wundert es jemanden, das sich dieses schreckliche Virus sich so ausbreiten kann?

Wie kommen die Schlepper durch, wo doch alles so bewacht ist?

ÖSTERREICH: 76% sind gegen Lockerung von Asylgesetzen

Die Tageszeitung ÖSTERREICH veröffentlicht in der Freitagsausgabe die erste Umfrage des Research Affairs Instituts nach der Abschiebung von drei Mädchen aus Österreich (1.000 Befragte, 1. bis 4. Februar). 30% sind der Meinung, dass die Vorgehensweise von Innenminister Karl Nehammer, die drei Mädchen abzuschieben, vollkommen richtig war. 28% finden die Abschiebung grundsätzlich richtig, fanden aber das Vorgehen der Polizei überzogen. Insgesamt sind also 58% mit der Abschiebung der drei Mädchen einverstanden. Nur 42% fanden es falsch, die Abschiebung durchzuführen.

Noch deutlicher ist die Mehrheit bei der Frage, ob das Asyl- und Fremdenrecht in Österreich gelockert werden soll. 76% beantworten das mit Nein. Nur 24% sind für eine Lockerung des Asyl- und Fremdenrechts.

In der Sonntagsfrage wirkt sich die Debatte um die Abschiebungen vor allem auf die Grünen aus. Die ÖVP bleibt mit 39% weiterhin klar auf Platz 1. Die SPÖ erreicht 24%. Die FPÖ kommt nur noch auf 15 (-1%). Spannend: Die Grünen fallen erstmals hinter die NEOS zurück und liegen damit nur noch auf Platz 5. Die NEOS kommen jetzt auf 10% (+1%), die Grünen auf 9%.

Österreichweite Protest-Zeltlager gegen Abschiebungen und für Evakuierung der Lager

Zweigeteiltes Österreich, wie immer.

Am Samstag, 6. Februar veranstalten Aktivist*innen von „Wochenende für Moria-Wien“ zum 3. Mal ein Protestcamp gegen die unmenschlichen Zustände in Lagern für Geflüchtete. Diesmal wird die Gruppe ihre Zelte für 24 Stunden am Heldenplatz aufschlagen, begleitet von einem Kulturprogramm. Ab 16 Uhr werden in Kooperation mit der Plattform „#KlappeAuf“ Filme zum Thema Migration gezeigt und Reden gehalten. Außerdem wird es Livemusik geben. Für Samstag, 18:00 Uhr, ist ein gemeinsames Kerzenentzünden im Zeichen der Solidarität geplant. Es findet auch eine Live-Schaltung mit Gruppen, welche Protestcamps in anderen Bundesländern organisieren, statt.

Mit ihrer Protestaktion steht die Gruppe für die Forderung ein, Geflüchtetenlager zu evakuieren, Personen in Österreich aufzunehmen und die nationale Asylpolitik so zu verändern, dass sie die Würde von Geflüchteten achtet und adäquate Hilfeleistungen zur Verfügung stellt – und das jetzt. Diese Forderungen werden von den Initiativen Volkshilfe, SOS Balkanroute, der Plattform für menschliche Asylpolitik und der Seebrücke unterstützt.

Die Gruppe lädt alle Interessierten herzlich dazu ein, die Veranstaltung zu besuchen oder auch mit zu campen. Anmeldungen sind hierfür nicht notwendig, aber um die strenge Einhaltung von Corona-Sicherheitsmaßnahmen wird gebeten.

Quelle