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Über 1200 Menschen starben durch Selbstmord

Counselling / Pixabay

Allein innerhalb eines Jahres starben über 12oo Menschen an Selbstmord hier in Österreich.

Warum?
Psychotherapie ist kein Allheilmittel. Ohne RESONANZ dazu hilft Psychotherapie nichts. Psychotherapie ist sehr teuer und der Mensch der zugibt in Therapie zu sein, ist abgestempelt, ist so!

Unrecht, aber es ist so!

Welttag der Suizidprävention: Unkomplizierter Zugang zur Psychotherapie ist wichtig für Vor- und Nachsorge

1249 Personen starben laut aktuellem Bericht des BMGF im Jahr 2015 durch Suizid, das sind fast dreimal so viele sind wie Verkehrstote. In der Altersgruppe der 15- 19-Jährigen haben 60-70 Jugendliche durch Suizid ihr Leben beendet. Besonders erschütternd, wenn man bedenkt, dass ihr Suizid in den meisten Fällen zu vermeiden wäre.

Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) nimmt den Welttag der Suizidprävention am 10. September zum Anlass, um zu abermals betonen, dass Suizid kein Ausweg aus einer schwierigen bzw. ausweglos erscheinenden Situation sein darf. Es gibt immer eine Lösung!

Die psychisch belasteten Menschen brauchen vor allem einen unkomplizierten, leistbaren Zugang zur Psychotherapie in allen Bundesländern sowie bei allen Krankenkassen.

Wie können Suizidfälle aber auch die Chronifizierung psychischer Erkrankungen reduziert werden:

  • vereinfachter Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung
  • Leistbarkeit für alle PatientInnen
  • Höhere Zuschüsse der Krankenkassen
  • Flächendeckende Versorgung ohne lange Wartezeiten
  • Österreichweite einheitliche Kostenzuschüsse

Der ÖBVP fordert einen uneingeschränkten Zugang zur Psychotherapie, denn lange Wartezeiten auf die begrenzte Anzahl an Kassenplätzen sind für psychisch erkrankte Menschen eine unzumutbare Lösung. Je mehr Zeit vergeht, desto größer ist die potentielle Gefahr und umso schwieriger wird oftmals auch ein Therapieerfolg.

Nicht zu vergessen ist auch die Nachsorge nach Suizidversuchen. Hier gilt es ebenfalls unkompliziert rasche Hilfe bekommen zu können, damit Betroffene aufgefangen werden.
Auch die Enttabuisierung psychischer Leiden bzw. suizidaler Gedanken ist ein wesentlicher Schritt, wie Suizid vermieden werden kann.
„Betroffene sollen in der Gesellschaft über ihre psychischen Leiden sprechen können wie über andere Erkrankungen. Diese Tatsache und die Möglichkeit, jederzeit ohne hohe Kosten eine PsychotherapeutIn aufsuchen zu können, wären ein wesentlicher Beitrag, um die Suizidzahlen deutlich zu reduzieren“, sagt Dr. Peter Stippl, Präsident des ÖBVP.

Diese Forderungen gibt es schon lange, werden aber nicht gehört. Auch dies schon lange.

Quelle

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