Feinstaubwerte in Niederösterreich sinken weiter

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LH-Stellvertreter Pernkopf: Keine Überschreitung in den letzten sieben Jahren

Niederösterreichs Luft wird immer sauberer:
Laut aktueller Bundesländer-Luftschadstoffinventur des Umweltbundesamts sind die Feinstaubemissionen seit dem Jahr 2005 in Niederösterreich um rund 19 Prozent gesunken. „Es ist sehr erfreulich, dass die Luftqualität in Niederösterreich ein Top-Niveau hat. In den letzten sieben Jahren kam es zu keinen Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte. Damit zeigen die gesetzten Maßnahmen Wirkung und die Qualität unserer Atemluft wird immer besser“, zieht LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf eine erfreuliche Bilanz und erinnert: „Der Grenzwert für den Jahresmittelwert wurde in Niederösterreich ohnehin noch nie überschritten.“ Erfreulich: Es gab auch keine Überschreitungen zu Silvester und am Neujahrstag.

24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr wird die Luftqualität in Niederösterreich flächendeckend überwacht. An insgesamt 42 stationären und vier mobilen Messstellen wird die Luftgüte landesweit vom niederösterreichischen Umwelt-, Beobachtungs- und Informationssystem NUMBIS aufgezeichnet. Die Messungen liefern Daten, auf deren Basis Vorsorge für den Gesundheitsschutz der Menschen getroffen werden kann. Daher stehen die Luftgütemessstellen auch meist dort, wo Menschen wohnen, leben oder arbeiten. Messstellen werden aber natürlich auch bei vermuteten Hotspots gesetzt, wie zum Beispiel in der Nähe von Autobahnen.

Seit 2013 ist ein umfangreiches Feinstaubpaket in Niederösterreich in Kraft. Darin werden in allen relevanten Sektoren vom Verkehr, dem Hausbrand, bis hin zum Energie- und Industriesektor Maßnahmen gesetzt. Eine Maßnahme des Programms ist unter anderem das Fahrverbot für LKWs der Abgasklasse „EURO-II“ in den Feinstaub-Sanierungsgemeinden im Wiener Umland, das bereits seit dem 1. Jänner 2016 in Kraft ist. Weitere Maßnahmen des Landes sind zum Beispiel die ökologische Wohnbauförderung, Forcierung erneuerbarer Energien, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der E-Mobilität.

Seit dem ersten Feinstaubprogramm 2005 konnte die Feinstaub-Belastung flächendeckend abgesenkt werden, langjährige Trends zeigen, dass sich die Luftqualität ständig verbessert. Ebenfalls rückläufig sind die Stickstoffdioxidimmissionen. Die erlaubten Jahresmittelwerte, als auch die maximal zulässigen Halbstundenmittelwerte werden in Niederösterreich ebenfalls flächendeckend eingehalten. Die Ozonbelastung war trotz des sehr heißen Sommers und der lang andauernden Hitzewelle ebenfalls sehr gering. Zur Reduktion der Luftschadstoffe können alle beitragen: Häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen, kurze Strecken zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Und wer Produkten aus der Region den Vorrang gibt, stärkt die regionale Wirtschaft und vermeidet lange Transportwege. Zu finden ist die Luftgüte-Homepage unter www.numbis.at oder über die NÖ Landeshomepage www.noel.gv.at/luft.

 

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