Jimny: Kleiner 4×4 Held bezwingt die HELLSKLAMM!

Sommerpause: Nächster offizieller Offroad-Day erst am 08.09.2018!

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Ein erhebendes Gefühl - mit 82 Pferden da rauf zu springen! | © zib/Peter Schweinsteiger

Bald ist Sommerpause in der HELLSKLAMM und so musste man den Offroad-Day am letzten WE ordentlich nutzen. Wir waren wieder dabei, diesmal mit dem günstigsten Geländewagen …

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Nach einigen Stunden mal eine kleine Pause | © zib/Peter Schweinsteiger

Ja, euer geländegängiger Fotograf hat sich wieder mal davor gedrückt, den eigenen Presse-Landy dreckig zu machen und hat stattdessen auf Anhalter gemacht.  Aber wo soll ich mit fahren?

Bei den letzten Gatsch-Expeditionen war es zB. mal ein 6×6 Pinzgauer, dann ein Defender – sicher “gehts noch eine Nummer größer!

Am 9. Juni bereiteten sich ja wieder einige Allrad-Größen auf die Bezwingung der höllischen Klamm vor: Wrangler Jeeps, einige Puch G bzw. Mercedes G, natürlich Land-Rover´s Ikone Defender, … Um nur unsere Gruppe zu nennen.
Und mittendrin: Ein Suzuki Jimny!

Ganz großer Allrad-Zwerg: Suzuki Jimny

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Der Jimny schafft den Hang auch | © zib/Peter Schweinsteiger

Tatsächlich – inmitten der großen Allradler mischt der günstigste echte Geländewagen, den man auch noch neu haben kann, mit. Mit grade mal etwas über 80 PS aus einer 1300 ccm Maschine fährt der Kleine Japaner überall rauf, drüber und runter.

Ich nehme also den Jimny ins Visier, zu toll der Kontrast zum riesigen Landy und dessen erwachsenen Kollegen. Und ich erkenne als Fahrer Andreas, einen Hellsklamm Stammgast – der mich auch gleich zum mitfahren einlädt. Nun, es sollte eine außergewöhnliche “Reise” durch die berüchtigtsten Passagen der Klamm werden.

Klar, der “Würfel” wie Fans ihn liebevoll nennen, hat keine Luftfederung oder große Räder, daher fühlt sich der Ritt über die steinernen Routen etwas “blau” an. Warum blau?
Naja, diese Farbe zeigten die Flecken, welche der Dauerkontakt mit der Tür brachte ;-) Ok, ein Manko ist der fehlende Haltegriff am Armaturenbrett.
Doch der hohe Spaßfaktor, der beim Jimny im Preis inbegriffen ist – macht das allemal wett!

Baum versus Stoßstange

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Oje! Jimny vs. Baum kostete mindestens die Stoßstange | © zib/Peter Schweinsteiger

Aber wie tapfer der Allrad-Zwerg überall mit hält ist erstaunlich. Sicher muss der Fahrer die fehlende Kraft mit Schwung wettmachen. Dafür sind geringe Winkel und die Wendigkeit ganz große Vorteile.

Dennoch sollte man dem Beifahrer einschärfen, lauter zu brüllen, wenn ein Baum in den Weg springt. Kann in der Gegend ja vorkommen – und leider die Stoßstange kosten – wenn nicht mehr …

Eigentlich schafft der Jimny alles, was die anderen können, es gibt nur wenige Passagen, wo die Bodenfreiheit zu wenig ist, wo das mitschleifen von Erde, Steinen usw. den Vortrieb schwächt.

Denn dieses Exemplar ist nicht im geringsten aufgemotzt, ja bloß gscheite MUD-Reifen, sonst eigentlich ein ganz normaler Jimny! Ja echt, nicht höher gelegt, keine Extras.

Natürlich, als Landy Fahrer und Fan denkt man an die Allrad-Wohnzimmer wie Range Rover, deren Kraft und vermisst das erhabene Feeling, über Stock und Stein getragen zu werden.
Doch: Land-Rover Eigner vermissen auch weit mehr Geld. So kostet ein gut ausgestatteter Jimny (mit Klima!) vielleicht 18.000 – ein Range Rover kann auch das 10-fache und mehr kosten …

Der Loop – eine tiefe Grube als Höhepunkt

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Sorry – da rutschte der Fotograf samt seinen Pixeln auch ab | © zib/Peter Schweinsteiger

Am frühen Abend kommen wir alle beim berühmten “Loop” an. Der Höhepunkt der Tour de Gatsch ist zugleich die tiefste Grube im Wald, wo man überhaupt mit einem Auto durchfahren kann – wenn man´s kann.

Eins vorweg: Mein Pilot ließ seinen Kleinen Japaner da nicht mit spielen. Find ich gut, man muss die Grenzen kennen und diese nicht unbedingt übertreten.
Jeep, Landy, Puch und Mercedes mussten natürlich da durch und boten uns eine tolle Show!

Schließlich erreichten wir alle, mehr oder minder samt allen Teilen das Basecamp – leider gabs nichts mehr zu futtern, denn diese Tour war extrem lang – aber auch extrem toll!

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Die Äste sind tats. durchgewachsen! Kein Wunder, stand der doch 22 Jahre im Wald. | © zib/Peter Schweinsteiger

Einen besonderen LKW gabs da noch im Fahrerlager zu sehen, einen uralten Steyr, der mit einem seltsamen Aufputz daher kam:
Äste, welche nicht nur durch den Kühlergrill wuchsen.

Ja, tatsächlich – die sind während der 22 Jahre (!) wo der irgendwo im Busch stand, durch und durch gewachsen.

Bei der Restaurierung die nächste Überraschung: Nach Austausch eines einzigen Kleinteils sprang der LKW an – nach so langer Zeit!

Sommerpause bis September

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Jeder hat mit Vorbereitungen zu tun | © zib/Peter Schweinsteiger

An diesen wunderbaren Tag saßen wir noch lange beisammen, denn immerhin ist wie gesagt, nun Sommerpause.

Zumindest die für alle zugänglichen Offroad-Days sind vorerst vorbei. Aber am 8. September sind wieder alle Klassen eingeladen!
Angeblich wird es an dem Tag auch ein Land-Rover Treffen geben – Ehrensache, da dabei zu sein.

Bis dahin haben wir alle nun einen längeren Boxenstopp um die Fahrzeuge wieder in Schuss zu bringen. Da gibt es einiges zu tun: Reparaturen, Optimierungen usw.
Einige fahren natürlich mit ihren Allradlern in den Urlaub, mit Zelt und Campingkocher ist der Weg schon ein Ziel.

Wir wünschen euch ALLEN schöne Ferien!