Wohnungsbrand – Vater wollte gelähmten Sohn retten

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In Oberösterreich verbrannten Vater und der Gelähmte Sohn.

Der Vater versuchte den Sohn noch zu retten.

Polizeibericht: Am 16. Dezember 2018 brach gegen 0:30 Uhr in der Wohnung eines 45-Jährigen aus dem Bezirk Perg aus unbekannten Gründen im Erdgeschoss des elterlichen Wohnhauses in Bad Kreuzen ein Brand aus. Aufgrund dessen rief der 45-Jährige seine im Obergeschoss des Hauses lebende Mutter an und teilte ihr mit, dass es in seiner Küche brennen würde. Der 69-jährige Lebensgefährte begab sich sofort in die Wohnung im Erdgeschoss.
Die Frau rannte zum Nachbarhaus und alarmierte die Feuerwehr und die Rettung. Ebenso fuhren Polizisten der Polizeiinspektion Perg zum Wohnhaus. Zu diesem Zeitpunkt stand ein Nachbar im Bereich der Haustür und schrie um Hilfe.
Die Wohnung im Erdgeschoss stand zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand. Weder der Nachbar noch die Polizeikräfte konnten ins Objekt vordringen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Kreuzen, Grein, Klam, Dimbach, Riedersdorf, St. Thomas am Blasenstein, Pabneukirchen und Saxen löschten das Feuer.
Für den 45-Jährigen und den 69-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.
Die Rettung brachte den Ersthelfer zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Das Wohnhaus wurde durch den Brand stark beschädigt. Das Landeskriminalamt Oberösterreich hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen

Die Brandstelle wurde am 16. Dezember 2018 in den Vormittagsstunden durch einen Brandsachverständigen der Brandverhütungsstelle für Oberösterreich und im Beisein der Ermittlungs- und Tatortbeamten untersucht. Als wahrscheinliche Brandursache wird ein elektrischer Defekt in den Kabelführungen bzw. ein Hitzestau eines mobilen Heizlüfters angenommen. Die weiteren Erhebungen werden durch die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Oberösterreich geführt.

Aus bislang ungeklärter Ursache brach am späten Nachmittag des 14. Dezember 2018 in der Wohnung eines 48-jährigen Österreichers im 2. Stock des elterlichen Wohnhauses ein Brand aus.
Offensichtlich aufgrund mangelnder Sauerstoffzufuhr ist das Feuer von selbst erloschen bzw. gab es bei Eintreffen der Feuerwehr keine Flammenbildung mehr.
Durch den Brand gab es offensichtlich einen Ausfall des Fernsehsignals, weshalb die Eltern des Mannes, welche vom Brandgeschehen vorerst nichts bemerkten, am Dachboden Nachschau halten wollten.
Die Mutter konnte jedoch schon im 1. Stock eine Rauchentwicklung wahrnehmen, worauf der Vater unverzüglich den Notruf absetzte.
Ein Vorgehen in den 2. Stock war der Frau aufgrund der bereits starken Verrauchung gar nicht mehr möglich.
Der 48-Jährige konnte von den verständigten Einsatzkräften in weiterer Folge nur noch tot geborgen werden.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand ergeben sich keinerlei Hinweise auf eine Fremdeinwirkung und kann das Brandgeschehen räumlich auf ein Sofa bzw. einen, in einem unmittelbaren Nahbereich befindlichen Ofen eingegrenzt werden.
Die Brandursachenermittlung wird am 15. Dezember 2018 fortgesetzt.

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