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DANKE, KLEIN-WASSERKRAFT! – Bildbericht vom „Tag der Kleinwasserkraft“ [TEIL 1]

Das "Land am Strome" hat soviele ökologische Energien und fähige Leute die sie nutzbar machen - aber auch Gegenströmungen ...

Tag der Kleinwasserkraft 2017 Eröffnung Dumbaschnecke in Tattendorf am 9. Juni 2017, dem ersten Tag der Kleinwasserkraft | © zib/Peter Schweinsteiger

Man kennt die Technik hinter Wasser- (und Wind) Kraftwerken seit Jahrtausenden, doch die Erzeuger des sauberen Stroms haben auch heute noch mit einigen Widerstand zu kämpfen. Aber am „Tag der Kleinwasserkraft“ wurde gefeiert und wir durften in die Welt der nachhaltigsten Energiegewinnung eintauchen!

Tag der Kleinwasserkraft 2017

SGW-Experte Christian Mitterlehner spricht über die Prüfungen wie viele Fische die Hilfen benutzen uvam. | © zib/Peter Schweinsteiger

Am 9.6.2017 lud der Verein Kleinwasserkraft Österreich erstmals zum „Tag der Kleinwasserkraft„, viele Betreiber solcher Anlagen öffneten österreichweit ihre Tore und gaben einen faszinierenden Einblick in die Technik und Arbeitsweise der „kleinen“ Wasserkraftwerke.

Diese kleinen Kraftwerke haben aber große Wirkung, können mitunter viele Haushalte, Gemeinden und Betriebe mit sauberen Strom versorgen.
Dies geht zB. von einem kleinen, vor ca. 100 Jahren erbauten, 2012 revitalisieren und Neu eröffneten Kleinkraftwerk in Furth ad. Triesting (ca. 75.000 kWh pro Jahr) bis zum Kleinwasserkraftwerk auf der Donauinsel, welches am 9.6 mit einer Jahresstromproduktion von 400.000 kWh in Vollbetrieb ging.

Doch wir blieben bei der Triesting und besuchten den nächstgelegenen Event:

Das Restwasserkraftwerk „Dumbaschnecke“ in Tattendorf

Tag der Kleinwasserkraft 2017

Rechts die Fischaufstiegsschnecke, links die Wasserkraftschnecke die auch den Abstieg der Fische ermöglicht | © zib/Peter Schweinsteiger

Ich denke, jeder hier kennt Tattendorf, diese schöne NÖ Gemeinde an der Triesting allein schon wegen der weithin sichtbaren Windräder. Nun wurde dort ein weiteres Projekt zur nachhaltigen Energiegewinnung seiner Bestimmung übergeben.

Die „Dumbaschnecke“ ist ein Restwasserkraftwerk und Energieerzeugende Fischwanderhilfe in einem. Auf der von oben, vom Generatorraum aus betrachteten rechten Seite können die Fische mit der sog. „Fischaufstiegsschnecke“ aufwärts steigen. Und mit der offenen (Rest)-„Wasserkraftschnecke“ können sie wieder nach unten schwimmen.

Auch wenn das für Laien relativ wild aussieht, diese großen, sich ständig drehenden Schrauben verletzen keine Fische und diese nehmen sie gerne an. Die Umdrehungen pro Minute sind ja gering, oft nur im einstelligen Bereich.

Monitoring beweist: Die Fische mögen es!

Tag der Kleinwasserkraft 2017

Tafel mit beteiligten Firmen, dahinter der Steg am Triestingtalradweg | © zib/Doris Sperlich

Ja, es soll sogar einige Fische geben, welche die Anlage quasi als Spielplatz nutzen.
So meint einer der SGW – Fachleute, Hr. Christian Mitterlehner: „Kürzlich sahen wir einen Zander, der ist nach seinem Abstieg gleich wieder herauf gekommen um dann sofort wieder runter zu schwimmen!

Diese Leute belassen es natürlich nicht bei zufälligen Beobachtungen, sondern ein ausgefeiltes Monitoring prüft die tatsächlichen Mengen an Fischen, welche diese Hilfen benützen. Auch deren Verhalten wird analysiert, man schaut ob sie eh die Einstiege finden usw.

Immerhin sind diese Riesen-Schrauben, wie auch all die Bauwerke und Technik rundherum nicht billig, sollen planmäßig arbeiten. Einem durchschnittliches Kleinwasserkraftwerk kostet so eine Fischaufstiegshilfe ca. 160.000 €.

Jahrtausende altes Prinzip, seit Jahrhunderten effizient genutzt

Tag der Kleinwasserkraft 2017

Die Rest-Wasserkraftschnecke ermöglicht den Abstieg der Fische und erzeugt Strom! | © zib/Peter Schweinsteiger

Es gibt ja viele Systeme, doch die Kleinwasserkraft-Werke an Flüssen wie die Triesting haben meistens eines gemeinsam: Sie haben keine schnell laufenden, von hohen Druck gespeisten Turbinen, sondern werden mit langsam rotierenden Wasserkraftschnecken ausgerüstet. Die trotz der geringen Rotationsgeschwindigkeit viel Strom erzeugen!

Hier ein Einschub aus der Windenergie: Auch da reicht EINE Umdrehung um mehrere Hundert Watt zu erzeugen, in einer Stunde sind es etliche 100.000 Watt.

Das Prinzip ist eigentlich uralt, man denke nur an die berühmte Archimedes-Schraube. Wobei jene bereits Jahrhunderte vor Christus, jedenfalls aber in der Antike zum Wassertransport nach oben verwendet wurde. Möglicherweise wurde eines der 7 Weltwunder dieser Zeit, die „Hängenden Gärten der Semiramis“ damit bewässert.

Fossile Lobbyisten verzerren den Strommarkt

Ob Weltwunder oder nicht – die Welt wundert sich immer wieder über gewisse Beamte und Politiker, welche diese Meilensteine der Menschheit zum Spielball ihrer Macht erklärt.

TEIL 2 ->Fossile Lobbyisten verzerren den Strommarkt“ und ein Bericht über den steilen Weg der Betreiber bis sie die vielen Vorteile dieser Energieerzeugung an uns Verbraucher abgeben dürfen …

TEIL 3 ->Tag der Kleinwasserkraft: Voller Erfolg – Besucher strömten in 50 Kleinkraftwerke!“ Das österreichweite Resümee vom ersten „Tag der Kleinwasserkraft“ – samt Statements der Vereinsleitung!

 

Quelle

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