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Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft dynamisieren

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IV-GS Neumayer in Alpbach: Schlüsselkompetenzen: Lebenslanges Lernen, IT-Kompetenz, interdisziplinäres Denken – „MINT-Schule“ als Qualitätsmarke

„Der Innovationsmarathon zeigt eindrucksvoll, dass in Österreich viele junge Talente vorhanden sind. Gleichzeitig gibt es zahlreiche innovative heimische Spitzen-Unternehmen, die bewusst die Nähe der Jugend und der Wissenschaft suchen, um gemeinsam an den großen Herausforderungen unserer Zeit zu arbeiten. Diese Initiative ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die beiden ‚Welten‘ Wissenschaft und Wirtschaft auf kreative Weise miteinander verbunden werden können. Sie ist eine regelrechte Optimismus-Injektion, die zeigt, dass wir die jungen Menschen haben, die es für diese Zusammenarbeit braucht“. Dies betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, gestern, Freitag, bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Ideen auf Bestellung – 24 Stunden nonstop“ im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche 2016. Zudem wies der IV-Generalsekretär auf die enorme Bedeutung des sogenannten MINT-Bereichs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) für den Standort und insbesondere die innovative Industrie in Österreich hin: „Immer noch berichten acht von zehn größeren Industrieunternehmen über Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal in den Zukunftsbereichen wie Technik, Produktion sowie Forschung & Entwicklung zu finden – und dies trotz schwächelnder Konjunktur und bereits vorhandener Förder-Initiativen im MINT-Bereich.“

„MINT-Schule“ als Qualitätsmarke aufbauen

Megatrends wie die dynamisch voranschreitende Digitalisierung der Wirtschaft hätten Auswirkungen auf alle Lebensbereiche, insbesondere Arbeitsmarkt und Bildung. „Von diesen Entwicklungen können wir dann profitieren, wenn wir heute die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Einen entscheidenden Hebel sehen wir bei der Stärkung der MINT-Kompetenz und „Awareness“ für Technik in Österreich, vor allem bei den Jungen“, so Neumayer, der in seinem Statement auf die Schlüsselkompetenzen der Zukunft einging. Gefragt seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die „die Entwicklung von komplexen und technischen Systemen anleiten und führen“ könnten. Die benötigten „Skills“ ließen sich im Wesentlichen in drei Bereichen zusammenfassen: Bereitschaft zum Lebenslangen Lernen, IT-Kompetenz sowie die Fähigkeit zum interdisziplinären Denken und selbstständigen Handeln. „Immer wichtiger wird der Blick für das große Ganze und eine Durchlässigkeit zwischen den Disziplinen – diese Interdisziplinarität, zusammen mit fundiertem Expertenwissen, wird entscheidend sein“, so Neumayer. Als „Kraftwerk des Wissens“ bezeichnete der IV-Generalsekretär die Rolle der Hochschulen, insbesondere die Universitäten der TU Austria, als Frontrunner in Forschung und Lehre. „Hier wird das Dreieck aus Exzellenz, Kreativität und Motivation gelebt“, so Neumayer. Um bereits in der Schulbildung MINT-Fächer zu stärken wird nun in Kooperation mit dem Bildungsministerium, der Wissensfabrik Österreich und der PH Wien eine neue, bundesweite, schulische Qualitätsmarke (“MINT-Schule”) für naturwissenschaftlich-technischen Unterricht aufgebaut. Neumayer abschließend: „Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass bereits in der Vergangenheit zwei Drittel unseres Wohlstandes aus technologischer Veränderung kamen. Forschung und Innovation werden auch unsere Zukunft bestimmen.“

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